Externer Inhalt

Den folgenden Inhalt übernehmen wir von externen Partnern. Wir können nicht garantieren, dass dieser Inhalt barrierefrei dargestellt wird.

Basel (awp) - Die Bank Sarasin hat im vergangenen Geschäftsjahr unter dem Strich praktisch gleich viel verdient wie im Vorjahr. Weiterhin überdurchschnittlich präsentiert sich im Branchenvergleich hingegen das Neugeld. Im laufenden Jahr will die Bank stärker auf die Profitabilität fokussieren und die Bruttomarge steigern. Damit reagiert die Bank auch auf die Kritik vieler Marktbeobachter, welche die Profitabilität seit längerem bemängeln.
Zufrieden zeigte sich am Donnerstag die Bankführung in Basel anlässlich der Zahlenpublikation vor allem mit der Neugeldentwicklung bzw. damit, dass die Marke von 100 Mrd CHF Kundengeldern durchbrochen werden konnte. So stiegen die verwalteten Vermögen per Ende Jahr auf 103,4 Mrd CHF nach 96,2 Mrd CHF per Jahresmitte bzw. 93,7 Mrd Ende 2009.
NEUGESCHÄFT IN ALLEN REGIONEN
Wesentlichen Anteil daran hatte der Neugeldzufluss von insgesamt 13,4 Mrd CHF. Das Neugeschäft stammte dabei aus allen Regionen, wobei sich auch das grenzüberschreitende Geschäft in der Schweiz stark präsentiert habe, erklärten die Verantwortlichen vor Medien und Analysten.
Von den insgesamt 5,8 Mrd CHF, welche europäische Kunden im vergangenen Jahr zur Bank trugen, sei beispielsweise etwa die Hälfte in der Schweiz gebucht worden, untermauerte das Management die Aussage, wonach das grenzüberschreitende Geschäft weiterhin blüht. Und dies, obwohl sich die Bank einer Weissgeldstrategie verschrieben hat und bis 2012 keine nichtdeklarierten Gelder mehr verwalten will.
Auch künftig will die Bank ähnlich viel Neugeld anziehen: Man peile weiterhin einen jährlichen Neugeldzufluss von 10 bis 14 Mrd CHF an und wolle bis 2015 (performancebereinigt) 150 Mrd CHF an Kundengeldern verwalten, gab Bankchef Joachim Strähle zu Protokoll.
STEIGERUNG DER PROFITABILITÄT IM FOKUS
Im laufenden Geschäftsjahr will die Bank sich auf die Steigerung der Profitabilität konzentrieren. Dies nachdem Sarasin auf Gruppenebene im vergangenen Jahr lediglich eine Bruttomarge von 70 Basispunkten (BP) erarbeitet hatte. Im Kerngeschäft Private Banking verdiente das Institut mit 84 BP zwar mehr, aber gemäss Führungscrew soll dieser Wert in einem ersten Schritt auf 90 BP und dann auf 100 BP gesteigert werden.
Verbessern will Sarasin auch ihre Cost/Income-Ratio, die 2010 leicht auf 77,6% angestiegen ist. Als Zielvorgabe auf mittlere Sicht nannte dabei Finanzchef Thomas Müller einen Wert von "unter 65%". Eine konkrete Guidance bezüglich Gewinn für 2011 mochte die Bankführung jedoch nicht abgeben.
ERTRAGSSTEIGERUNG IM KERNGESCHÄFT
Auf operativer Ebene hat sich Sarasin im vergangenen Jahr vor allem auf der Ertragsseite im Kerngeschäft verbessert. So stieg der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 15% und der Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 12%. Deutlich weniger gut lief es der Bank allerdings im Handelsgeschäft. Insgesamt verbesserte sich der Betriebsertrag um 3% auf 690,6 Mio CHF.
Auf der Kostenseite machten sich weiterhin die Wachstumsinitiativen bemerkbar. So stieg der Geschäftsaufwand im Jahresvergleich um knapp 4% auf 505,2 Mio CHF. Unter dem Strich resultierte ein praktisch unveränderter Konzerngewinn nach Minderheiten von 107,8 Mio CHF. Entsprechend soll mit 0,90 CHF pro Aktie die gleiche Dividende wie im Vorjahr gezahlt werden.
AKTIEN NOTIEREN MIT ABSCHLÄGEN
An der Börse notieren die Sarasin-Papiere mit Abschlägen. Bis gegen 16.40 Uhr verlieren sie rund 3,2% auf 41,25 CHF. Dabei haben sich die Verluste im Handelsverlauf deutlich akzentuiert. Während der Neugeldzufluss von den meisten Analysten positiv herausgestrichen wird, bemängeln sie die mangelnde Profitabilität. Den Versprechungen des Managements, wonach die Steigerung der Profitabilität höchste Priorität geniesse, begegnen die Experten mit einer gewissen Skepsis. Dies sei bereits in der Vergangenheit versprochen worden, nun müsse die Bank endlich zeigen, dass es ihr ernst sei, so der Tenor.
pf/uh

Neuer Inhalt

Horizontal Line


subscription form Deutsch

Aufruf, den Newsletter von swissinfo.ch zu abonnieren

Melden Sie sich für unseren Newsletter an und Sie erhalten die Top-Geschichten von swissinfo.ch direkt in Ihre Mailbox.

swissinfo DE

Aufruf, der Facebook-Seite von swissinfo.ch beizutreten

Treten Sie unserer Facebook Seite auf Deutsch bei!

???source_awp???