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(Meldung durchgehend ergänzt)
Zürich (awp/sda) - Die SBB spannt im internationalen Güterverkehrsgeschäft künftig mit der Hupac AG zusammen. Der Schweizer Kombi-Operateur wird an der neu gegründeten SBB Cargo International mit 25% beteiligt sein. Sie bietet 480 Stellen an. SBB Cargo Schweiz baut 157 Stellen ab.
Die neue Gesellschaft will sich auf den alpenquerenden Transitverkehr zwischen Deutschland und Italien konzentrieren. Dank schlanker Strukturen und höherer Produktivität will das neue Unternehmen Kostenführerin auf der Nord-Süd-Achse werden, wie SBB-Chef Andreas Meyer am Montag vor den Medien in Zürich sagte.
Hupac sei europaweit tätig und bringe die Sicht der Kunden und Know-How im Logistikbereich ein, sagte Meyer. Auf der anderen Seite stehe die SBB Cargo mit ihrem Know-How im Bahnbereich und dem benötigten Rollmaterial. Was dabei herauskomme, so Meyer, sei eine "Schweizer Allianz" im kombinierten Verkehr.
SBB Cargo hält 75 Prozent an der ab Anfang 2011 tätigen Gesellschaft. Es wird mit einem Gesamtumsatz von 300 Millionen Franken gerechnet. Für die Minderheitsbeteiligung bezahlt die Hupac laut Meyer einen Betrag "in zweistelliger Millionenhöhe". Bis 2013 soll das Unternehmen profitabel sein.
Laut Nicolas Perrin, Chef von SBB Cargo, wird sich SBB Cargo International auf den Kombinierten Verkehr und auf Ganzzüge konzentrieren. Grösster Einzelkunde wird die Hupac sein. Sie wird rund 40 Prozent ans Volumen beitragen. Perrin betonte jedoch, dass die Gesellschaft neutral operiere und weiteren Kunden offenstehe.
Die neue Firma startet mit knapp 500 Vollzeitstellen, darunter 237 Lokführern sowie Mitarbeitern in Deutschland und Italien. Wegen der Auslagerung des internationalen Geschäfts kommt es bei SBB Cargo Schweiz zu einem Abbau von 157 Stellen. Bisher beschäftigte SBB Cargo rund 4400 Mitarbeitende.
Der Abbau erfolge in jedem Fall sozialverträglich, versicherte Perrin. Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen werde es nicht geben. Zusätzlich werde man eine interne Jobbörse einrichten.
Anderseits betonte Perrin, dass die die Neugründung "ein wesentlicher Schritt in Richtung Wettbwerbsfähigkeit" darstelle, denn mit der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2018 werde der Druck auf den Schweizer Güterverkehr deutlich zunehmen. Mit dem "rechtzeitigen Zusammengehen" könnten deshalb langfristig Arbeitsplätze gesichert werden.
Auf diese bevorstehenden Herausforderungen wies auch Hans-Jörg Bertschi, Verwaltungsratspräsident der Hupac, hin. Es gelte zudem, dem sich verschärfenden Wettbewerb zwischen Schiene und Strasse zu begegnen. Auch die sinkenden Betriebsbeiträge des Bundes für den Kombinierten Verkehr bezeichnete Bertschi als Herausforderung.
Bertschi hob die jahrzehntelange erfolgreiche Partnerschaft zwischen Hupac und SBB hervor. Heute erfolgten rund 60 Prozent des Hupac-Traktionsvolumens im Transitbereich mit SBB Cargo. Das neue Unternehmen sei schlank und effizient. Zudem erlaube es, dass SBB Cargo kostenmässig wieder ins Lot komme.
Die Auslagerung des internationalen Geschäfts hat auch Auswirkungen auf SBB Cargo, die seit Jahren rote Zahlen schreibt. Zukünftig wird sich diese vor allem auf den Binnenverkehr in der Schweiz konzentrieren. Das bestehende Netz im Wagenladungsverkehr wird beibehalten, gleichzeitig will sich SBB Cargo stärker auf Branchen und Grosskunden und damit auf den Markt ausrichten.
Die Konzentration auf die Schweiz bedinge aber, dass man beim Import/Export auf starke Partner setzen könne. Angestrebt wird, die Qualität im internationalen Wagenladungsverkehr zu steigern. Dabei setzt man auch auf bilaterale Partnerschaften.
Bis 2013 soll SBB Cargo wieder ein ausgeglichenes Ergebnis ausweisen und Investitionen aus eigener Kraft vornehmen können. Eine "grosse Herausforderung", wie Perrin einräumte, die nicht zuletzt dank einfacherer Strukturen und standardisierter Prozesse gelingen soll.

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