SBB-Neigezüge fahren wieder

Pannen-geschädigte SBB-Neigezüge kommen wieder zum Einsatz. Keystone

Die SBB-Neigezüge fahren seit Dienstagmorgen (20.08.) teilweise wieder auf der Jurasüdfuss-Linie. Bis die genaue Ursache der gelockerten Schrauben-Verbindungen geklärt ist, werden die Kontrollen intensiviert. In den bisher kontrollierten elf Zügen wurden 33 gelockerte Schrauben-Verbindungen festgestellt.

Dieser Inhalt wurde am 21. August 2001 - 10:46 publiziert

Die SBB und die Firma Alstom als Hersteller des Drehgestells gehen davon aus, dass am kommenden Samstag sämtliche Neigezüge kontrolliert sind. Auf der Strecke Zürich - St. Gallen bleiben anstelle der Neigezüge allerdings bis auf weiteres konventionelle klimatisierte Züge im Einsatz. Dies hat in erster Linie betriebliche Gründe, da nicht 20 Zugskompositionen zur Verfügung stehen, um den Vollbetrieb auf dieser Teilstrecke zu gewährleisten.

Bis am Montagmittag waren 27'280 Schrauben-Verbindungen kontrolliert, 33 erwiesen sich als locker. Die Schrauben-Verbindungen der Drehmoment-Stützen, die nach der Entgleisung in Zürich-Oerlikon kontrolliert worden waren, hätten sich in der Zwischenzeit nicht mehr gelockert, heisst es weiter.

Ursache nicht klar

Die genaue Ursache der gelockerten Schrauben-Verbindungen stand auch am Montag nicht fest. Der Hersteller werde in den nächsten Wochen an gewissen Teilen des Drehgestells Änderungen bei der Schraubensicherung vornehmen. Die Eidg. Materialprüfungs-Anstalt untersucht zudem die Schrauben. Weiter wird abgeklärt, ob in Einzelfällen ein Montagefehler vorliegt.

Ein Wartungsfehler der SBB wird ausgeschlossen. Die Kontrollen der Züge, die rund 100 Stunden pro Komposition beanspruchen, sollen am kommenden Samstag abgeschlossen sein. Über die entstandenen Kosten lagen zunächst keine Angaben vor.

swissinfo und Agenturen

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