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Schaffner 2009/10: Umsatz von 160-180 Mio CHF und EBIT-Marge 5-7% erwartet

Dieser Inhalt wurde am 12. Mai 2010 - 07:18 publiziert

Luterbach (awp) - Die Schaffner Holding AG rechnet für die zweite Hälfte des Geschäftsjahres 2009/10 (per 30.09.) damit, dass sich Umsatz und Ergebnis vergleichbar mit dem ersten Semester entwickeln werden. Dies würde für das Gesamtjahr einen Gruppen-Umsatz von 160 bis 180 Mio CHF sowie eine EBIT-Marge von 5 bis 7% ermöglichen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.
Die Nachfrage nach Lösungen in den Bereichen Elektromagnetische Verträglichkeit (EMC) und Power Quality im Binnenmarkt Chinas, insbesondere aus den Bereichen erneuerbare Energien und Bahntechnik, sei weiterhin gross. Auch die Verkäufe in der Automobilindustrie entwickelten sich erfreulich, wie es hiess. Hingegen seien die Aussichten für EMC-Filter für den Bereich Fotovoltaik aufgrund der für Juli 2010 anstehenden Absenkung der Einspeisevergütungen für Solarstrom in Deutschland ungewiss.
Den Auftragseingang im ersten Halbjahr gibt der in den Bereichen elektromagnetische Verträglichkeit und Verbesserung der Stromqualität tätige Komponentenhersteller mit 98,3 Mio CHF an - ein Plus von 41,8% gegenüber dem Vorjahr. Das Verhältnis neuer Aufträge zum Umsatz belief sich im ersten Halbjahr auf 1,16.
Bereits Anfang Mai informierte die Gesellschaft über die Eckdaten des ersten Semesters. Der Umsatz erhöhte sich demnach um 17,7% auf 84,6 Mio CHF, in Lokalwährungen betrug der Zuwachs 22,2%. Der EBIT war mit 5,6 Mio CHF positiv (VJ Verlust 7,1 Mio CHF), die EBIT-Marge betrug 6,6%. Ebenso verbesserte sich das Reinergebnis auf +3,8 Mio CHF von -8,8 Mio CHF.
Das Nettoumlaufvermögen erhöhte sich auf 34,8 Mio CHF gegenüber 30,7 Mio CHF per Ende September 2009, was zu einem Free Cashflow von -2,7 (7,1) Mio CHF führte. Das Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital entsprach 27 (25)% bei einer höheren Eigenkapitalquote von 41,3 (37,3)%.
Das stärkste Wachstum gab es mit 65% in der Region Asien/Pazifik. Die Verkäufe in China stiegen um 44% und entsprachen 19% des Gruppenumsatzes. Europa steuerte 61 (68)% zum Umsatz bei. Aus der Region Asien/Pazifik stammten 32 (23)% und aus den amerikanischen Märkten 7 (9)%.
Neu berichtet Schaffner in den drei Segmenten Elektromagnetische Verträglichkeit (EMC), Power Quality (PQ) und Automotive (AM). Alle Sparten hätten zum erfreulichen Semesterergebnis beigetragen, hiess es.
Der Bereich Elektromagnetische Verträglichkeit steuerte 59% zum Gruppenumsatz bei und erzielte 49,7 Mio CHF, 6% mehr als im Vorjahr. Das Segmentergebnis von 7,6 (-0,5) Mio CHF wurde von Restrukturierungsmassnahmen positiv beeinflusst, die Marge betrug 15,3%. Schaffner verweist auf einen "regelrechten Auftragsboom" aus der Solarwechselrichterindustrie aufgrund sehr hoher Investitionen in Solarstromanlagen in Deutschland. Die europäischen Märkte Werkzeugmaschinen und Robotik sowie die Telekomindustrie verharrten laut Mitteilung auf tiefem Niveau.
Power Quality trug 32% zum Umsatz der Gruppe bei und erwirtschaftete 26,9 Mio CHF (+22%). Das Segmentergebnis war mit 0,5 (-0,5) Mio CHF positiv. Der grösste Anteil am Segmentwachstum stammte aus Asien/Pazifik, vor allem aus den Bereichen Bahntechnik, Fotovoltaik und Windturbinenbau. Auch der wachsende Markt für Oberwellenfilter für die störungsfreie Stromversorgung in Gebäuden und Infrastruktureinrichtungen entwickelten sich laut Schaffner erfreulich.
Der Beitrag von Automotive zum Gruppenumsatz wird mit 9% angegeben. Der Umsatz der Sparte legte gegenüber der tiefen Vorjahresbasis um 175% auf 8,1 Mio CHF zu. Das Segmentergebnis betrug 0,9 (-0,9) Mio CHF und die Marge 10,9%. Das Unternehmen verweist auf die allgemeine Markterholung sowie neu gewonnene Projekte für Automobilhersteller in Asien und Europa, deren Produktion im ersten Halbjahr angelaufen ist. Ein weiteres Projekt für EMC-Filter zum Einsatz in Hybrid- und Elektrofahrzeugen konnte Schaffner im ersten Halbjahr gewinnen, dies soll den Segmentumsatz mittelfristig positiv beeinflussen.
cc/uh

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