Schulklassen bald ohne Lehrer?

Vier Monate vor Schulbeginn sind mehrere Hundert Lehrerstellen unbesetzt. Viele Lehrkräfte zieht es offenbar in die Privatwirtschaft.

Dieser Inhalt wurde am 20. April 2008 - 15:06 publiziert

Die zentrale Online-Stellenplattform für Lehrer ist mit Ausschreibungen überflutet. Nicht anders sieht es bei den kantonalen Jobbörsen aus. Wie die Zeitung "Sonntag" in ihrer neuesten Ausgabe berichtet, sind momentan 1400 Lehrerstellen offen. Die gute Wirtschaftslage könnte ein Grund sein, weshalb viele Lehrkräfte den Beruf wechseln.

Die Vakanzen sind innerhalb der nächsten vier Monate zu besetzen, denn im August beginnt das neue Schuljahr. Die Situation nicht dramatisieren will Beat Zemp. Der Präsident des Dachverbands Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH) spricht von "Courant normal".

Die Schulleitungen hätten ihre Strategien, etwa mit Registern von Ehemaligen und Wiedereinsteigern, die sie anschreiben könnten. Zemp ist sich sicher, dass zum Schulbeginn im August keine Klasse ohne Lehrkraft dastehen wird. "Der Staat garantiert in der Verfassung, dass jedes Kind seine Schulstunden erhält."

Einen "markanten Lehrermangel" werde es aber ab 2010 geben, sagt der Verbandspräsident.

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