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Schwacher Abfahrts-Probelauf

Als Super-G-Spezialist bester Schweizer Abfahrer: Didier Defago in unmissverständlicher Pose. Keystone

Die Schweizer Abfahrer wurden im Olympia-Training brutal geschlagen. Bester Schweizer war der Super-G-Spezialist Didier Defago - auf Rang 7.

Dieser Inhalt wurde am 08. Februar 2002 - 09:50 publiziert

Ausser Didier Defago nahm der Österreicher Stephan Eberharter allen Schweizern deutlich mehr als eine Sekunde ab.

Damit gilt für die Schweizer schon nach der ersten Kontaktnahme mit der anspruchsvollen Grizzly-Piste wieder das Prinzip Hoffnung. Statt durch einen guten Einstieg ins Olympiarennen die missglückte Weltcup-Abfahrt von St. Moritz vergessen zu machen, haben sie erneut schwere Knacknüsse zu lösen.

In St. Moritz war Franco Cavegn als bester Schweizer Neunter, nun sind in Snowbasin auch die Norweger Lasse Kjus und Kjetil Andre Aamodt sowie der Amerikaner Daron Rahlves wieder dabei. Diese drei belegten die Trainingsränge 3 bis 6, aber auch sie mussten den beiden entfesselten Österreicher Stephan Eberharter und Fritz Strobl sieben Zehntel Vorsprung und mehr zugestehen.

Wo blieb Cuche?

Die interne Ausscheidung unter den fünf Abfahrern findet zwar erst am Freitag- und Samstagabend Schweizer Zeit statt (drei aus dem zweiten Training, einer aus dem letzten) statt, doch zeichnet sich ab, dass möglicherweise im Rennen vom Sonntag (Start 18.00 Schweizer Zeit) nicht nur vier reine Abfahrer zum Einsatz kommen.

"Ich konzentriere mich primär auf meine Disziplinen, für die ich mich qualifiziert habe", sagt Defago, "aber sollte ich eine Chance bekommen, an der Abfahrt teilzunehmen, werde ich sie packen." Diese Piste sei auf Super-G-Spezialisten zugeschnitten, findet der 24-jährige Walliser.

Ausgerechnet der beste Super-G-Fahrer im Schweizer Team, Didier Cuche, der in jedem Super-G dieses Winters auf dem Podest stand, verpatzte die erste Trainingsfahrt (nur 19.). "Ich bin putz-langsam", stellte der Neuenburger verärgert fest, "für den Rückstand von fast zwei Sekunden habe ich vorläufig keine Erklärung."

Franco Cavegn (13.) sprach von groben Fehlern im Mittelteil, Ambrosi Hoffmann glaubt, die Ski zu aggressiv abgestimmt zu haben, und Bruno Kernen meinte lakonisch: "Freudensprünge mache ich noch keine."

Auf den Wirbel um die neuen Anzüge wollte er nicht eintreten: "Wer dort sucht, sucht am falschen Ort. Aber das etwas nicht stimmt, ist offensichtlich." Zur Klarstellung: Im Training trugen die Schweizer die alten Kombis.

Eberharter 2002 unschlagbar

Wer in Snowbasin Olympiafavorit ist, darüber liess Stephan Eberharter nicht die geringsten Zweifel aufkommen. Der schon als Abfahrts-Weltcupsieger feststehende Zillertaler wird am Sonntag wohl nur einen Gegner fürchten, seinen Landsmann Fritz Strobl, der im Training lediglich 12 Hundertstel einbüsste und bis zum Zielhang noch schneller war.

swissinfo und Richard Hegglin (si), Snowbasin

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