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Horgen (awp) - Der Maschinenhersteller Schweiter hat im vergangenen Geschäftsjahr die Folgen der Wirtschaftskrise abgeschüttelt und schreibt wieder schwarze Zahlen. Der Umsatz schnellte deutlich nach oben. Ursache ist die Übernahme des Verbundwerkstoff-Geschäfts der multinationalen Rio Tinto Gruppe.
Der Umsatz des für die Textil- und Halbleiterindustrie tätigen Maschinenbauers kletterte 2010 auf 932,1 (VJ 129,9) Mio CHF. "Drei Viertel des Umsatzes kommen von der 3A Composites", sagte Konzernchef Heinz Baumgartner am Freitag bei der Bilanzmedienkonferenz. Die im Vergleich zu den beiden anderen Sparten überdurchschnittlich grosse Verbundwerkstoffsparte werde jedoch künftig in Subdivisionen eingeteilt sein. "Wir wollen selbständig unternehmerisch operierende Einheiten haben", so der CEO.
Der Auftragseingang des Konzerns stieg deutlich auf 960,9 (175,2) Mio CHF. Der EBIT liegt bei 67,4 Mio CHF nach einem Minus von 20,4 Mio CHF im Vorjahr. Unter dem Strich schaffte das Unternehmen den Sprung zurück in die Gewinnzone. Der Reingewinn beträgt 51,0 Mio CHF nach einem Verlust von 20,4 Mio CHF im Vorjahr.
DIVIDENDE ERHÖHT
Nach diesem Resultat sollen die Aktionäre eine (steuerfreie) Dividende von 10,00 CHF je Inhaberaktie erhalten. Für das Geschäftsjahr 2009 wurden 9,00 CHF bezahlt.
Das Geschäft der Textilmaschinen-Sparte war 2010 von einer deutlichen Erholung gegenüber dem Vorjahr geprägt. Mit einem Nettoumsatz von 85,9 Mio CHF resultierte gegenüber dem Vorjahr mehr als eine Verdoppelung. Das Betriebsergebnis erreichte 12,9 Mio CHF nach einem Vorjahresverlust von 7,3 Mio CHF.
Die gegen Ende 2009 einsetzende Erholung des Marktumfeldes habe sich 2010 kontinuierlich fortgesetzt. Insbesondere in Asien verbesserten sich einzelne Märkte, wie etwa China, Taiwan und Bangladesch schneller als erwartet, während der Aufschwung in Indien erst in der zweiten Jahreshälfte einsetzte. Der fast zweijährige Investitionsstau löste einen hohen Nachholbedarf aus, wovon die Sparte profitierte. Insgesamt steuerten China, Indien und Bangladesch rund 50% zum Gesamtumsatz bei.
In der Halbleitersparte kletterte der Umsatz auf 126,3 Mio CHF, was nahezu zu einer Verdreifachung entspricht. Der EBIT stieg auf 19,8 Mio CHF, nach einem Verlust von 8,2 Mio CHF. Asien wuchs kräftig mit einem Umsatzanteil von mehr als 90%. Neben China haben wesentlich der Ausbau der Leaderposition in Taiwan und den Philippinen zum hohen Umsatz beigetragen. Über 70% der Fertigung wurden mittlerweile nach Malaysia verlagert, was zu erheblichen Margenverbesserungen und zu einer verminderten Dollar-Abhängigkeit führte.
Das Verbundwerkstoff-Geschäft 3A Composites - erstmals für zwölf Monate konsolidiert - wurde von gestiegenen Rohmaterialpreisen belastet. Der Umsatz erhöhte sich um rund 8% auf 720 Mio CHF. In der Windenergie entwickelte sich der Markt in China positiv. In Europa und den USA blieb der Markt hinter den Erwartungen zurück.
OPTIMISTISCHER AUSBLICK
Für die Zukunft gibt sich Baumgartner optimistisch. "Wir sind in allen Sparten mit einem guten Umsatz gestartet." Die beiden Bereiche Textilmaschinen und Halbleiter hätten gut gefüllte Auftragsbüchern. Das Hoch im Zyklus dürfte bei den Textilmaschinen jedoch erreicht sein, so Baumgartner.
Bei Composites gibt es für 2011 "keine Anzeichen für grosse Sprünge im Markt, weder auf- noch abwärts." Schweiter setzt in der Sparte insbesondere auf neue Produkte. Bei den Verbundwerkstoffen wird im Bereich "Wind" eine anhaltend gute Nachfrage aus China ausgemacht. Steigende Rohmaterialkosten sollten jedoch einen negativen Einfluss auf die Profitabilität der Sparte haben.
Die Titel geben am Nachmittag nach einer Herabstufung durch die Bank Vontobel deutlich nach und verlieren mehr als 9% bei einem etwas schwächeren Gesamtmarkt.
ps/rt

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