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Schweiz: Keine Einfuhr von Tieren und Fleisch aus GB

Wegen der Maul- und Klauenseuche darf kein britisches Fleisch mehr in die Schweiz importiert werden.

(swissinfo.ch)

Die Schweiz hat auf die ersten gemeldeten Fälle von Maul- und Klauenseuche (MKS) in Grossbritannien reagiert. Die Einfuhr von Frischfleisch oder Tieren von der Insel ist verboten.

Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) wies die Grenztierärzte an, bei der Einfuhr von Tieren oder Fleisch sorgfältig die Herkunft abzuklären und so Importe aus Grossbritannien auszuschliessen, bestätigte BVet-Sprecher Heinz Müller eine Meldung der Tageszeitung «Der Blick» am Montag (26.02.).

Wegen der grossen Ansteckungsgefahr mussten die strikten Massnahmen auch in Europa ergriffen werden, unterstrich Müller. Falls auf dem europäischen Festland keine Fälle auftauchten, seien sie aber ausreichend.

Falls dies doch geschehe, werde die Europäische Union (EU) zusätzliche Massnahmen ergreifen und Tiertransporte auf überregionaler Ebene einschränken. Die Schweiz werde in diesen Plan einbezogen, erklärte Müller. Die Inkubationszeit des Virus ist etwa vier Wochen.

Die MKS ist eine hochansteckende und gefürchtete Viruserkrankung. Sie befällt Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe. Die kranken Tiere haben hohes Fieber und auffällige Blasen auf der Zunge, der Maulschleimhaut und dem Klauenrand.

Keine Gefahr für Mensch

Befallene Kühe geben viel weniger Milch als normal. Für betroffene Höfe ist der Ausbruch der Seuche wirtschaftlich eine Katastrophe. Für Menschen ist die MKS jedoch nicht gefährlich.

Milch, Käse und Konservenfleisch seien unbedenklich, da allfällige Erreger durch Erhitzen unschädlich gemacht würden. Der BVet-Sprecher erinnerte an die Epidemie der 60er Jahre in der Schweiz, als das Fleisch von kranken Tieren gegessen wurde. Bis es in den Verkauf komme, seien die Viren nicht mehr aktiv.

Die Berner Bauern haben den Bund aufgerufen, den Import von Klauentieren und Fleisch ganz zu stoppen, um so das Risiko einer Einschleppung zu vermindern. Sie unterstrichen, dass die Schweizer Viehbestände gegen die Krankheit nicht geimpft seien und der Ausbruch zum Niedergang der Viehzucht führen könnte.

Schweizer Behörde ruft zur Mithilfe auf

Die Schweizer Behörden rufen Bauern und Reisende aus Grossbritannien zur Mithilfe auf, um die Einschleppung der Maul- und Klauenseuche zu verhindern. Wer kürzlich Kontakt mit britischem Vieh hatte, darf eine Woche keine Berührung zu einheimischem Vieh haben. Bauern dürfen nur erhitzte Abfälle an Schweine verfüttern.

Auch sollten keine Sandwiches oderandere tierische Nahrungsmittel aus Grossbritannien mitgebracht werden.

swissinfo und Agenturen

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