Schweiz definitiv an OECD-Treffen in Berlin

Nun ist es definitiv: Die Schweiz hat die Einladung des deutschen Finanzministers Peer Steinbrück angenommen und nimmt am 23. Juni an einem informellen Treffen der OECD zum Thema Steueroasen in Berlin teil.

Dieser Inhalt wurde am 25. Mai 2009 - 15:10 publiziert

Bundespräsident Hans-Rudolf Merz wird am Treffen teilnehmen, wie das Eidgenössische Finanzdepartements am Montag bestätigte.

Das Treffen in der deutschen Hauptstadt soll die Diskussion rund um Massnahmen gegen unkooperative Steuerparadiese fortsetzten, die im vergangenen Oktober in Paris losgetreten worden war.

Steinbrück hatte der Schweiz, die damals dem Treffen fernblieb, mit "Zuckerbrot und Peitsche" gedroht, sollte sie ihre Steuerpolitik nicht ändern.

Nach dem G-20-Gipfel in London wurde die Schweiz zusammen mit den EU-Staaten Österreich, Luxemburg und Belgien auf eine "graue Liste" unkooperativer Staaten gesetzt.

Um wieder von der Liste gestrichen zu werden, muss die Schweiz mit mindestens 12 Ländern Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnen, die in Sachen Transparenz und Austausch von Bankkundendaten den Standards der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) entsprechen.

Insgesamt haben 23 Länder Interesse an neuen Doppelbesteuerungs-Abkommen mit der Schweiz angemeldet. Zwei Abkommen wurden bereits nach OECD-Standards paraphiert, wie das Finanzdepartement am Sonntag bestätigte.

swissinfo.ch und Agenturen

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