Schweiz erwartet gute Zusammenarbeit mit Bush-Administration

Bush/Schweiz swissinfo.ch

Die Schweiz zeigt sich überzeugt, dass die Zusammenarbeit mit der künftigen Regierung in Washington "gut" sein wird. Bundespräsident Adolf Ogi hat dem amerikanischen Präsidenten George W. Bush zu seinem Wahlsieg gratuliert.

Dieser Inhalt wurde am 14. Dezember 2000 - 16:05 publiziert

Er hoffe, dass die Besserung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die nach dem Gespräch zwischen Al Gore und Ruth Dreifuss in Davos 1999 einsetzte, weiter voranschreite, erklärte EDA-Informationschef Ruedi Christen auf Anfrage.

Im Zuge der Aufarbeitung der Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg war es zu erheblichen Spannungen gekommen.

Die meisten Staats- und Regierungschefs haben auf den endgültigen Wahlausgang in den USA mit Zurückhaltung reagiert. In ihren Glückwunsch-Telegrammen an George W. Bush äusserten sie vor allem Erleichterung über das Ende des juristischen Tauziehens.

Schweizer Wirtschaft erwartet keine Änderungen

economiesuisse , der Spitzenverband der Schweizer Wirtschaft, erwartet vom neuen US-Präsidenten George W. Bush keine grossen Veränderungen für die Handelsbeziehungen zwischen den USA und der Schweiz. Der Dachverband geht vielmehr davon aus, dass der wirtschaftspolitische Kurs der USA beibehalten wird.

"Bezüglich der Wirtschaftspolitik gibt es zwischen den beiden Kandidaten keine fundamentalen Unterschiede", meinte Rudolf Walser von economiesuisse auf Anfrage. Zudem seien auch die Mehrheitsverhältnisse in den beiden Kammern bestimmend.

Bei der gegenwärtigen Abkühlung der US-Wirtschaft könnte allerdings eine Steuersenkung, wie das Programm von Bush sie vorsieht, ein geeignetes Mittel zur Stützung sein, sagte Walser weiter.

In Bezug auf die Holocaust-Debatte, welche die Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA getrübt hatte, erklärte Walser: "Vielleicht ist die zukünftige Administration bescheidener und legt weniger Moral an den Tag." US-Präsident Bill Clinton sei nicht immer objektiv und nicht immer bestens informiert gewesen.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen