Schweiz stockt Hilfe für Mozambik auf

Die Schweiz erhöht die Hilfe für Mosambik auf zehn Millionen Franken. Zudem schickt sie sechs Nothilfe-Spezialisten ins südostafrikanische Land, wie die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) in Bern bekannt gab.

Dieser Inhalt wurde am 03. März 2000 - 15:09 publiziert

Die Schweiz erhöht die Hilfe für die Opfer der Flut in Mosambik auf zehn Millionen Franken. Zudem schickt sie sechs Nothilfe-Spezialisten ins südostafrikanische Land, wie die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) am Freitag (03.03.) vor den Medien im Bundeshaus bekannt gab.

DEZA-Direktor Walter Fust bezeichnete die Zusammenarbeit mit den Behörden des Staates, der seit über zehn Jahren ein Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit ist, als gut. Die grösste Ohnmacht für die Schweiz sei, dass sie nicht selber aus der Luft Menschen retten könne.

Die DEZA hat laut ihrem Direktor Walter Fust rasch auf die Flutkatastrophe reagiert und eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Seit Mitte Februar wurden je eine halbe Million Franken für Nothilfeprogramme der UNICEF, Helikopteroperationen des Welternährungsprogramms der UN sowie für Medikamente zur Epidemiebekämpfung gesprochen.

Dazu kamen 300'000 Franken für Sofortmassnahmen zur Trinkwasserversorgung sowie 200'000 Franken an eine private Hilfsorganisation für die Nothilfe an Vertriebene. Die Mittel für diese Nothilfe wurden am Freitag auf zehn Millionen Franken aufgestockt. Fünf Millionen stammen aus den Reserven für solche Fälle, fünf Millionen Franken werden aus der längerfristigen Entwicklungszusammenarbeit für den Wiederaufbau umgelagert.

Bereits in Mosambik eingetroffen oder dorthin unterwegs waren sechs Fachleute des Schweizerischen Katastrophenhilfekorps (SKH), darunter ein Nothilfekoordinator, zwei Epidemiologen, ein Trinkwasserspezialist, ein Baufachmann und ein Informationsmitarbeiter.

Die Schweiz befindet sich laut Adrian Schläpfer von der DEZA in einer guten Ausgangslage, um auf die Notlage in Mosambik zu reagieren. Der Staat ist seit 1985 Schwerpunktland der Schweizer Entwicklungshilfe; 1992 wurde die Hilfe massiv aufgestockt. Die Schweiz unterstützt Mosambik vor allem bei der Verbesserung des Gesundheitswesens, der ländlichen Trinkwasserversorgung und der Förderung der ländlichen Entwicklung.

Viertes Thema ist die gute Regierungsführung. Dank der langjährigen Zusammenarbeit besteht "ein guter Draht" zu den den Behörden wie zu privaten Hilfsorganisationen. Die Schweiz geniesse viel Goodwill, sagte Schläpfer.

Die grösste Ohnmacht für die Schweiz sei, dass sie nicht selber aus der Luft Menschen retten könne, sagte Fust. Sie habe aber den zuständigen Vertretern der Vereinten Nationen offeriert, Helikoptereinsätze finanziell zu unterstützen. Fust und die anderen DEZA-Vertreter wiesen auf die Schwierigkeiten hin, die Hilfsmittel in die riesige und weit entfernte Region zu organisieren. Mosambik sei 800'000 Quadratkilometer gross; die überschwemmten Gebiete seien grösser als die Schweiz.

swissinfo und Agenturen

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