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Schweiz und USA zum Bioterror

Pascal Couchepin (rechts) und Daniel Vasella am Podiumsgespräch in New York. Keystone

Am Rande des Weltwirtschaftsforums in New York machten sich Vertreter der Schweiz und der USA Gedanken zum Kampf gegen den Krieg mit chemischen und biologischen Waffen.

Dieser Inhalt wurde am 04. Februar 2002 - 11:49 publiziert

Prominente Teilnehmer an der Podiumsdiskussion waren Volkswirtschaftsminister Pascal Couchepin, US-Gesundheitsminister Tommy Thompson und der Novartis-Vorsitzende Daniel Vasella. Alle drei waren sich einig, dass der Bioterrorismus eine ernstzunehmende Gefahr sei.

US-Minister Thompson kam gegenüber swissinfo zum Schluss, dass das Anthrax-Problem nicht gelöst sei und sich ähnliche Fälle wie in New York und anderswo erneut ereignen könnten. Deshalb wolle man in Zukunft viel wirksamer darauf reagieren können. Als vorbeugende Massnahme habe Präsident Bush vom Kongress mehr Mittel verlangt.

Zehnfaches Forschungsbudget

Für neue Impfstoffe haben die USA ihr Budget enorm erhöht, und für den Kampf gegen Bioterror sind 3 Mrd. Dollar veranschlagt worden - das ist zehn Mal so viel wie im vergangenen Jahr.

Bundesrat Pascal Couchepin plädierte für eine engere Zusammenarbeit zwischen Regierung und Pharmaindustrie bei der Bekämpfung des Bioterrorismus. Es brauche neue Allianzen. Insbesondere setzte er sich für einen weltweiten Verhaltens- und Kooperations-Kodex für die Pharmaindustrie ein.

Novartis pflichtet mit Vorbehalten bei

Daniel Vasella, CEO von Novartis, erklärte gegenüber swissinfo, dass er einen weltweiten Verhaltenskodex der Industrie befürworte. Generell ziehe die Pharmaindustrie die Selbstkontrolle neuen staatlichen Regelungen vor. "Aber wenn eine Regierung verstärkte Kontrollen fordert, ist dies ebenfalls zu begreifen", sagte Vasella.

Novartis zeige hier eine grössere Toleranz gegenüber dem Staat als die meisten anderen Pharmafirmen. Diese beharrten, so Vasella, weitgehend auf Selbstregulierung.

Die Podiumsdiskussion war von der schweizerisch-amerikanischen Wirtschaftskommission organisiert worden. Diese wurde vor zwei Jahren anlässlich der WEF-Jahrestagung in Davos ins Leben gerufen.

swissinfo und Agenturen

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