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Schweizer Börse in Rekordlaune

9000 Punkte und noch kein Ende in Sicht.

(Keystone Archive)

Die Schweizer Börse hat am Freitag einen historischen Rekord erzielt: Der Swiss Market Index (SMI) durchbrach erstmals die Marke von 9000 Punkten.

Der rege Börsenhandel ist zurückzuführen auf die guten wirtschaftlichen Perspektiven, den Rückgang des Ölpreises und die positiven Zeichen auf dem amerikanischen Markt.

Der Schwergewichte-Index SMI schloss am letzten Handelstag der laufenden Woche um 0,5% höher, auf dem Rekordstand von 9032,81 Punkten.

Ob der Aufwärtstrend anhalte, dürften gemäss Händlern die anstehenden Unternehmens-Ergebnisse mitentscheiden. Der Markt könnte noch bis etwa 9300 Zähler steigen.

Viele Marktteilnehmer hätten bereits im Vorjahr zu zaghaft investiert und den jüngsten Anstieg verpasst. Daraus ergebe sich eine Spirale. "La hausse amène la hausse", sagte ein Händler.

Von den 26 SMI-Werten legten 19 zu, fünf gaben nach und zwei waren stabil. Der breite SPI kletterte um 0,54% auf das Allzeithoch von 7129,93 Punkten.

Teilweise Übertreibungen

Händler sagten, die Euphorie breite sich zunehmend aus und allmählich seien Anzeichen von Übertreibungen erkennbar. "Immer, wenn alle ins gleiche Horn blasen, ist das Ende der Party nicht mehr weit", sagte ein Händler.

Denn im Vorfeld der ab der kommenden Woche einsetzenden Schweizer Ergebnis-Saison scheine eine gewisse Vorsicht angebracht, mahnte ein Händler. "Die Ergebnisse 2006 werden bestimmt gut sein, das wird auch so erwartet. Wichtig ist aber, wie die Firmen ihre zukünftigen Chancen einschätzen."

Der Genfer Warenprüf- und Inspektionskonzern SGS berichtet am Montag als erstes SMI-Unternehmen über 2006. Am Donnerstag folgt Novartis. Die SGA-Aktien ermässigten sich um 0,3% auf 1395 Franken, jene von Novartis gingen praktisch unverändert aus dem Handel.

Anhaltende Spekulationen um Sulzer

Als Zeichen der Übertreibung wurden die verschiedenen Übernahmespekulationen gewertet. Im Fokus standen einmal mehr Sulzer. Ein Händler sprach von grossen Käufen und Paketen die für Private Equity-Fonds geschnürt worden seien. Händler brachten auch die Anlagegesellschaft Victory ins Spiel, die bereits Oerlikon unter Kontrolle gebracht hat.

Die-Sulzer-Aktien legten 2% auf 1505 Franken zu. Die Titel steigen seit einiger Zeit mit grossen Umsätzen. ABB, die über 2% gewannen, könnte für General Electric interessant sein, hiess es.

Die Aktien des Chemiekonzerns Clariant rückten 1,5% vor. Ciba büssten etwas an Boden ein. Händler sprachen von nicht abreissden Spekulationen, wonach ausländische Konkurrenten Interesse an Clariant oder Ciba haben könnten oder dass sich die beiden Konzern zusammenschliessen könnten.

Banken und Versicherungen fester

Mehrheitlich etwas fester zeigten sich die Banken und Versicherungen. Die Bellevue-Aktien kletterten dank Übernahme-Spekulationen gar über 4%. Jene von Bär legten 0,7% zu.

Swiss Re gewannen 1,5%. Der Rückversicherer rechnet 2007 dank der Akquisitionen des Vorjahres mit einem substanziellen Wachstum. Helvetia erreichten ein neues Hoch unnd auch Converium legten zu.

Verschiedene Gründe

Zur positiven Eröffnung am Schweizer Markt haben sicher die guten Vorgaben der US-Börsen beigetragen. Der US-Leitindex Dow Jones hatte am Vortag ebenfalls einen mehrjährigen Höchststand erreicht.

Ferner lässt der anhaltende Rückgang des Rohölpreises die Anleger auf bessere Gewinne von Unternehmen mit einer hohen Abhängigkeit vom Erdöl hoffen. Der Preis für ein Fass war am Freitag erstmals seit 19 Monaten wieder unter 52 Dollar gefallen.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Der SMI hat am Freitag erstmals die Schwelle von 9000 Punkten überwunden und mit 9032.81 geschlossen.

Im Oktober 2006 hatte der SMI die Marke von 8500 Punkten überschritten.

Am 1. Januar 2002, nach der Krise der Finanzmärkte infolge der Terror-Anschläge vom 11. September in New York, schloss der SMI auf 4600 Punkten.

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SMI

Der Swiss Market Index (SMI) ist der wichtigste Index der Schweizer Börse (SWX).

Zur Zeit vereinigt der SMI die 26 grössten Aktien-Titel.

Um dieses "Blue Chips" werden 90% des Gesamthandels des SWX durchgeführt.

Der Swiss Performance Index (SPI) umfasst dagegen alle an der Börse quotierten Aktien.

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