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Schweizer Delegation soll nach Libyen

Die Schweiz hat noch immer keinen Kontakt zu den zwei Schweizer Geschäftsleuten, die in Libyen in Gewahrsam sitzen. Eine Schweizer Delegation soll nun so rasch als möglich nach Libyen reisen und sich prioritär um die Freilassung der Schweizer bemühen.

Dieser Inhalt wurde am 27. September 2009 - 11:57 publiziert

Dies erklärte Aussenministerin Micheline Calmy-Rey am Samstag am Rande der UNO-Generalversammlung in New York. "Ich weiss nicht, wo die beiden Männer sind und weiss nicht, wie es ihnen geht", sagte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). "Ich bin sehr besorgt."

Sie bezeichnete es erneut als "nicht akzeptabel," dass die beiden Geschäftsleute in Gewahrsam genommen wurden. Die Begründung Libyens, das Land habe damit einen allfälligen gewaltsamen Befreiungsversuch durch die Schweiz verhindern wollen, habe weder Hand noch Fuss.

Ohne eine Freilassung der zwei Männer könne das Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern, das Bundespräsident Hans-Rudolf Merz Ende August unterzeichnet habe, nicht weiter umgesetzt werden, bekräftigte Calmy-Rey.

Die Aussenministerin wollte nicht darüber spekulieren, was die Schweiz unternehmen könnte, wenn Libyen die beiden nicht frei gibt: "Es ist Zeit, zu schweigen und der Diplomatie Raum zu geben." Das Wohl der beiden Schweizer stehe auf dem Spiel.

Nach einem Treffen von Bundespräsident Merz mit dem libyschen Machthaben Muammar Gaddafi in New York war letzten Donnerstag bekannt geworden, dass die beiden Schweizer am 18. September von Libyen zu einer "medizinischen Untersuchung" aufgeboten und danach in Gewahrsam genommen wurden.

Gaddafi hatte sich beim Treffen mit Merz dazu bekannt, das Abkommen über die Normalisierung der Beziehungen umsetzen zu wollen und sich um die Freilassung der beiden Schweizer zu kümmern.

Rita Emch, swissinfo.ch, New York

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