Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Die steigenden Corona-Fallzahlen haben Konsequenzen: Deutschland hat die Schweiz als Risikogebiet eingestuft. Folgen nun bald weitere Länder?
Herzliche Grüsse aus Bern
Corona: Die Schweiz ist an mehreren Fronten gefordert
Deutschland hat die Schweiz erneut zum Risikogebiet erklärt. Das überrascht nicht, da die Fallzahlen in den letzten Tagen förmlich nach oben schiessen. Hat die Schweiz die Pandemie zu früh abgeschrieben? Die Recherche der Rundschau hinterlässt ein mulmiges Gefühl.
Wallis will nicht weiter warten und hat bereits selbständig strengere Massnahmen beschlossen. Der Kanton hat mitunter die höchsten Fallraten in der Schweiz und fürchtet einen Totalausfall der wichtigen Wintertourismus-Saison.
Da nun die zweite Corona-Welle international angekommen ist, ist es Zeit, sich Gedanken zu machen über eine internationale Antwort auf das Problem. Der Public-Health-Experte Gilles Poumerol plädiert für eine neue globale Gesundheitsbehörde, welche die WHO ablösen könnte.
- Über die grosse «Corona-Sorglosigkeit» hat die Rundschau recherchiertExterner Link.
- Die neuesten Entwicklungen finden Sie in unserer Übersicht.
- Weshalb das Wallis vorprescht, erklärt der Regierungspräsident Christophe Darbellay im Interview mit dem Tages-AnzeigerExterner Link.
- Lesen Sie hier den Standpunkt von Gilles Poumerol.
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Der Ständerat: Ein Sanierungsfall?
Das Schweizer Parlament reformieren? Diese Absicht hat hierzulande praktisch keinerlei Erfolgsaussichten – denn dazu müsste man ja zuerst zugeben, dass Sanierungsbedarf besteht.
Dennoch hat der Berner Politologe Adrian Vatter in einer Publikation – neben einem historischen Abriss – Vorschläge zu einer Reform der kleinen Kammer vorgelegt. Und die haben es in sich: Nicht weniger als einen «ganz neuen Ständerat» fordert er, wie Claude Longchamp in seinem Beitrag für uns schreibt.
Einerseits soll die Zusammensetzung komplett geändert werden – etwa durch das Losverfahren und einem neu eingesetzten «kantonalen Aussenminister». Andererseits soll der Ständerat eine regelrechte Experimentierkammer für Politik werden. Aber lesen Sie selbst!
- Lesen Sie hier den Bericht von Claude Longchamp.
- Hier finden Sie die Kritik an der Übermacht der kleinen Kammer in der Tageszeitung Der BundExterner Link. Übrigens stützt sich dieser Bericht ebenfalls auf die oben erwähnte Publikation. (Paywall)
Waffenexporte: Schweiz soll Praxis verschärfen
Ende November stimmt die Schweizer Bevölkerung über ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten. Der Wahlkampf nimmt langsam, aber sicher an Fahrt auf.
Bereits steht die nächste Volksinitiative an, die sich gegen die Rüstungsindustrie richtet: Die Korrekturinitiative verlangt ein Verbot des Exports von Waffen in Bürgerkriegsländer. Darüber abgestimmt wird wohl im nächsten Jahr.
Falls es soweit kommt: Der Bundesrat will bis im Frühling einen indirekten Gegenvorschlag präsentieren. Dieser soll viele Anliegen der Initiative aufgreifen – und die Initianten dazu bewegen, ihre Vorlage zurückzuziehen.
- Lesen Sie hierExterner Link den Beitrag des Tages-Anzeigers.
- Über das sehr schnelle Zustandekommen der Initiative haben wir im Juni berichtet.
«Ich hatte Angst vor dem Sprechen und schämte mich»
Heute ist Welttag des Stotterns. Wussten Sie das? Ich jedenfalls nicht. Darauf gekommen bin ich wegen einem Artikel von Watson.
Darin erzählt der Autor von seinem Leiden, das ihn einen grossen Teil seines Lebens begleitet und immer wieder Sinnkrisen bescherte. Und wie er gelernt hat, letztlich damit zu leben.
Die Lektüre empfiehlt sich. Nicht nur wegen den Einsichten, sondern weil der Autor auch sprachlich was drauf hat: «Es gibt keine richtige oder falsche Art zu sprechen. Manche von uns sprechen halt einfach nicht ganz so flüssig, mal mit Pausen, kurzen oder langen. Doch wir haben alle etwas zu sagen.«
- Lesen Sie hierExterner Link den persönlichen Beitrag auf watson.ch
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