Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Sind Sie im Moment froh, leben Sie im Ausland und nicht in der Schweiz, einem Epizentrum der Corona-Pandemie? Es gibt Kritik an den vergleichsweise milden Massnahmen.
Herzliche Grüsse
Ist die Schweiz bezüglich Corona auf dem richtigen Weg? Der KOF-Leiter fordert von der Bevölkerung mehr Disziplin. Und im Ausland reibt man sich die Augen.
Sehr lesenswert. Leider ist Schweiz perfektes Beispiel dafür, was Deutschland jetzt nicht machen sollte. Ohne klaren Shutdown läuft es auf Triage und katastrophale Zustände auf den Intensivstationen zu. Und zwar in wenigen Wochen. Gleichzeitig schadet das der Wirtschaft besonders https://t.co/sqv6EWhhHSExterner Link
— Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) November 10, 2020Externer Link
Die Schweiz hat sich im Vergleich zu anderen Ländern für milde Anti-Corona-Massnahmen entschieden. Wie schon während der ersten Welle verzeichnet sie auch jetzt eine Übersterblichkeit bei Seniorinnen und Senioren.
Der Leiter der Konjunkturforschungsstelle (KOF) appelliert an die Bevölkerung: «Wir haben die Hoffnung, dass die Massnahmen genügen, noch nicht verloren. Aber die Disziplin der Bevölkerung muss besser werden«, sagte er im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung.
Ein Deutscher Aussenpolitik-Experte kommentiert in der FP (Foreign Policy), die Schweiz stelle ihren Sparkurs über Menschenleben. Teile der Wirtschaft pausieren zu lassen, sei für die Arbeit liebende Schweiz besonders schwer.
- Das Interview in der NZZExterner Link (Paywall).
- Den Artikel zur Übersterblichkeit finden Sie auf swissinfo.ch.
- Was sagt der Bundesrat heute? Unser ständig aktualisierter Artikel über die Situation in der Schweiz.
- Der Kommentar in der FPExterner Link (Foreign Policy).
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Der Schweizer Laurent Valette lebt seit sieben Jahren in Aserbaidschan. Er sagt: «In Aserbaidschan habe ich mehr Freiheiten als in der Schweiz.»
In der Nacht auf Dienstag haben Aserbaidschan und Armenien den Karabach-Krieg auf Druck von Russland und der Türkei beendet.
Der 42-jährige Genfer Laurent Valette arbeitet in der Uhrenindustrie. Einer seiner Kunden fragte ihn 2013, ob er in die aserbaidschanische Hauptstadt Bakou arbeiten kommen wolle. Valette sagte zu.
Und er bereut seinen Entscheid bis heute nicht. Im Gespräch mit meiner Kollegin Emilie Ridard schwärmt er von seiner neuen Heimat. Landschaft, Klima, Lebensqualität und Freiheit haben es ihm angetan.
- Den ganzen Artikel finden Sie auf swissinfo.ch.
- SWI swissinfo.ch hat auch mit einem Auslandschweizer gesprochen, der mit seiner Familie normalerweise in Armenien lebt.
Die Aufsicht des Schweizer Parlaments hat die Crypto-Affäre untersucht. Sie spricht von einem «Geheimdienst innerhalb des Geheimdienstes».
Laut Geschäftsprüfungsdelegation war die Operation Crypto eine eigenmächtig arrangierte «Juniorpartnerschaft» einer Abteilung des Schweizer Nachrichtendienstes mit der CIA.
Die Geschäftsprüfungsdelegation hält aber auch fest, dass die Schweizer Behörden und der Bundesrat mitverantwortlich seien, dass der US-Geheimdienst über manipulierte Chiffriergeräte der Crypto AG die halbe Welt ausspionieren konnte.
Der Fall Crypto sei weitgehend geklärt, eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) brauche es nicht, kommentiert die NZZ. Anders der Tages-Anzeiger: «Für hartnäckiges Nachfragen braucht es offenbar doch eine PUK. Auf Dauer wird sich die Schweizer Öffentlichkeit nicht für dumm verkaufen lassen.»
- Der Bericht in der #12-AppExterner Link.
- Kommentare der NZZExterner Link und des Tages-AnzeigersExterner Link (Paywall).
- Der Bericht von SRFExterner Link News.
- Laut der Online-Plattform RepublikExterner Link sind auch Schweizer Firmen ausspioniert worden.
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Kennen Sie die Netflix-Serie «Der junge Wallander?» Ich habe mich über den Plot mit dem «Fideikommiss» gewundert. Etwas gar exotisch, fand ich.
Doch nun lese ich: Dass der älteste Sohn alles erbt, gibt es auch in der Schweiz! Im Kanton Luzern vererben acht Familien ihre Reichtümer wie zu Zeiten des Ancien Régime, wie die Onlineplattform Zentralplus berichtet.
Der Luzerner Kantonsrat muss demnächst über einen Fall entscheiden: Ein Schlossbesitzer hat «bloss» eine Tochter und möchte deshalb das Fideikommiss aufheben lassen, damit die Tochter das Schloss erben kann. Die Chancen stehen laut Zentralplus gut.
Insgesamt gibt es in der Schweiz noch 20 Fideikommisse. Genug Stoff also für eine nächste Krimi-Serie.
- Der Artikel von ZentralplusExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Genossame und Korporationen – ein weiteres Kuriosum aus der Vergangenheit.
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