Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Ich halte nicht viel von Ratgebern. Als meine Tochter geboren wurde, kaufte ich nur ein einziges Buch: "Babyjahre" von Remo Largo. Nun ist der berühmte Kinderarzt und Autor gestorben.
Herzliche Grüsse
Meine Mutter hatte mir eine alte Ausgabe von «Babyjahre» geschenkt. Doch ich kaufte mir eine neue Ausgabe. Denn Remo Largo ging mit der Zeit und überarbeitete sein Buch immer wieder. Alte Geschlechterrollen mussten weichen.
Das schätzte ich überhaupt an seinen Büchern: Er schrieb nicht einfach nur Ratgeber, sondern in Gesellschaftskritik eingebettete echte Lebenshilfe.
Nun ist Remo Largo im Alter von 76 Jahren gestorben. Schweizer Medien würdigen den Autor mit Nachrufen.
«Er hat Generationen von Eltern entlastet», schreibt beispielsweise der Tages-Anzeiger. Und er habe die Erziehung – nicht nur in der Schweiz – verändert.
- Der Nachruf im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Ein Bericht von SRFExterner Link sowie eine WürdigungExterner Link.
- Ein Artikel der NZZExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Kinderarzt Remo Largo liebt die öffentliche Debatte.
Viele Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer mussten während des Zweiten Weltkrieges flüchten. Die Rückkehr in die Schweiz war oft schwierig.
Dora Warth beispielsweise war ein Auslandschweizerkind der dritten Generation in Ostdeutschland. Beim Kriegsende landete die Familie im von den Russen besetzten Gebiet.
Ein improvisiertes Schweizer Konsulat in einem Keller in Dresden organisierte einen geheimen Plan: Eines Nachts wurde die Familie von amerikanischen Soldaten abgeholt und zusammen mit anderen Auslandschweizern mit einem Extrazug in die Schweiz gebracht.
Das Verhalten der offiziellen Schweiz gegenüber den Rückwanderern ist noch kaum aufgearbeitet. Die Rückkehr von über 70’000 Auslandschweizern bedeutete für die Schweiz eine Herausforderung. Viele der Rückkehrer waren komplett mittellos und auf finanzielle Hilfe angewiesen.
- Lesen und hören Sie den ganzen Beitrag von SRF mit weiteren Lebensgeschichten auf swissinfo.ch.
- Aus unserem Archiv: Die vergessenen Schweizer Opfer in Konzentrationslagern.
Wären jetzt Schweizer Parlamentswahlen, hiessen die Gewinner: die Grünliberalen. Die Grünen als letztjährige Wahlsieger büssen laut Sotomo-Wahlbarometer dagegen leicht ein.
Ein Jahr nach den Eidgenössischen Wahlen vom Oktober 2019 zeigt der neue Sotomo-Wahlbarometer, dass die Parteistärken einigermassen stabil geblieben sind: Die rechtskonservative Schweizerische Volkspartei (SVP) hat nach wie vor die Mehrheit der Stimmen, gefolgt von den Sozialdemokraten (SP), dem liberalen Freisinn (FDP) sowie den Grünen.
Doch bei der SVP geht die Erosion betreffend Wählerschaft weiter: Nachdem sie vor einem Jahr einen historischen Taucher von minus 3,8 Prozentpunkten erlitt, beträgt das Minus in Sachen Wählergunst im Herbst 2020 weitere 1,5 Prozentpunkte.
Die Grünen ihrerseits verlieren einen Prozentpunkt, während die wirtschaftsfreundlichen Grünliberalen um zwei Prozentpunkte zulegen. Im Gegensatz zu den Grünen scheinen die Grünliberalen ihr Wachstumspotenzial noch nicht ausgeschöpft zu haben, heisst es im Sotomo-Wahlbarometer.
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- Aus unserem Archiv: Die Wahlergebnisse 2019 in sechs Grafiken.
Zum Dessert ein kurzer Rückblick auf die vergangene Woche bei swissinfo.ch.
Künstliche Intelligenz ist auf dem Vormarsch. Sie bedroht qualifizierte Berufe und dringt zunehmend ins Privatleben ein.
- Mein Kollege Christian Raaflaub sprach mit Alexander Ilic, Leiter eines neuen Zentrums für KI-Forschung an der ETH Zürich.
Der soziale Zusammenhalt in der Schweiz ist gross. Doch es gab und gibt Konflikte. Früher Konflikte zwischen Religionen, gibt es heute vor allem noch in Form eines Stadt-Land-Grabens.
- Mein Kollege Armando Mombelli hat mit Michel Liès, Präsident der Zurich Insurance Group und des liberalen Think-Tanks Avenir Suisse, gesprochen.
Kinderarbeit ist auf den Kakaoplantagen in Westafrika noch immer stark verbreitet. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus den USA.
- Meine Kollegin Jessica Davis Plüss ist der Frage nachgegangen, was die Schweiz gegen das Problem unternimmt. Schliesslich haben viele Kakaohändler und -verarbeiter ihren Sitz in der Schweiz.
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