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Von Sars-CoV-2 befallene Zelle

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

100 Millionen Menschen. So viele haben sich weltweit schon mit dem Coronavirus angesteckt.

Herzliche Grüsse aus Bern, und bleiben Sie gesund

Von Sars-CoV-2 befallene Zelle
Keystone / Niaid / National Institutes Of Health

Trauriger Rekord: Bereits haben sich weltweit 100 Millionen Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt.

Weltweit haben sich unterdessen 100 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das melden verschiedene Tageszeitungen. Die Zahl der nachgewiesenen Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt bei über zwei Millionen Menschen. In der Schweiz sind bisher rund 9000 Todesfälle zu beklagen.

Ein weiterer trauriger Rekord vermeldet das Kinderspital Zürich: Noch nie wurden so viele Kinder misshandelt wie seit Beginn der Covid-19-Pandemie. Gemäss der Neuen Zürcher Zeitung hätten Lockdown, Homeoffice, Schulschliessungen und finanzielle Sorgen für zusätzlichen Stress und vermehrte Konflikte in den Familien gesorgt. Andererseits würden auch mehr Fälle gemeldet, weil Menschen im Homeoffice Konflikte in der Nachbarschaft eher mitbekommen.

Und schliesslich sorgt die Schweizer Botschaft für eine grosse Mediengeschichte in Russland: Der ehemalige Schweizer Botschafter und mehrere Angestellte liessen sich mit dem russischen Impfstoff Sputnik V impfen. International ist dieser Impfstoff umstritten, weil die Resultate zu Nebenwirkungen bisher nicht veröffentlicht wurden. Der Ex-Botschafter sagt: «Besser Sputnik V als gar keine Impfung», wie SRF News berichtet.

Parlament
Keystone / Alessandro Della Valle

Bleiben wir noch kurz bei der Pandemie: Korruption in einem Land kann tödliche Auswirkungen haben.

Beispiel Bangladesch: Dort wurde festgestellt, dass Hilfsgüter abgezweigt wurden und Korruption bei der Bereitstellung von medizinischem Material herrschte. Dies ist dem jährlichen Bericht von Transparency International (TI) zu entnehmen.

Na, da können wir uns als Schweizerinnen und Schweizer ja glücklich schätzen, werden Sie denken. Falsch! Auch hierzulande kommt es immer noch zu Vetternwirtschaft. Nicht so stark in der öffentlichen Verwaltung. Da liegen wir auf Platz drei des Rankings von TI. Aber in der Privatwirtschaft bestehe die Gefahr von Geldwäscherei und Bestechung weiterhin, so der Bericht.

Die Organisation, die sich dem Kampf gegen Korruption verpflichtet hat, wünscht sich für die Schweiz eine bessere Handhabe. Denn gegenwärtig seien die rechtlichen Möglichkeiten im Vergleich mit internationalen Mindeststandards beschränkt, um gegen Korruption vorzugehen.

Viele Männer und eine Frau
Keystone / Alexandra Wey

50 Jahre Frauenstimmrecht. Und immer noch keine 50% Frauen in der Politik.

Bern ist die absolute Ausnahme. Knapp 70% beträgt der Frauenanteil im Stadtparlament seit den jüngsten Wahlen. Möglicherweise ist das sogar ein Weltrekord. Derweil mangelt es in anderen Regionen und dem Eidgenössischen Parlament weiterhin an Frauen – obwohl in letzterem so viele sitzen wie noch nie (41,5% im Nationalrat).

Doch wo bleiben die Frauen in der lokalen Politik, fragt mein Kollege Jonas Glatthard. Immerhin falle den Kantons- und Gemeindeparlamenten in der Schweiz durch die föderalistische Struktur des Landes eine gewichtige Rolle zu. In kantonalen Parlamenten sitzen gegenwärtig durchschnittlich 30% Frauen.

Die Wahlen 2019 haben den Frauen in der Schweizer Politik neuen Schwung verliehen. Doch sich auf diesen Erfolgen auszuruhen, wäre falsch, schätzen Expertinnen. Es gelte weiterhin, proaktiv vorzugehen, um den Frauenanteil in der Politik weiter zu erhöhen.

Abgestürztes Flugzeug
Kantonspolizei Graubünden

Wie unnötig eingegangenes Risiko zu einer tödlichen Katastrophe führte.

Kennen Sie die «Tante Ju»? Ein Verkehrsflugzeug wie aus einem Geschichtsbuch. Dementsprechend beliebt waren die Alpenflüge, die mit diesen Oldtimern der Lüfte in der Schweiz angeboten wurden. Bis zu jenem verhängnisvollen 4. August 2018.

20 Tote waren zu beklagen. Eine vollbesetzte Ju-52 stürzte bei Flims im Kanton Graubünden ab. Die Piloten hatten ihrer Kundschaft einen tollen Blick auf das Martinsloch ermöglichen wollen. Doch sie flogen zu tief und zu langsam.

Heute hat die Schweizerische Sicherheits-Untersuchungsstelle (Sust) ihren Schlussbericht zum fatalen Unfall publiziert, wie SRF News berichtet. Demnach führte das rücksichtslose Verhalten der Piloten zum Absturz der Ju-52. Die Untersuchung brachte aber noch weitere Verfehlungen zutage: So seien unter anderem von den Behörden beanstandete Mängel nicht behoben worden, und die Wartung der Nostalgieflieger sei ungenügend gewesen.

Screenshot virtueller Talk
(screenshot)

Wir führten kürzlich eine Videokonferenz zum Thema «Corona: die Folgen für die Auslandschweizer» durch. Das Format wird künftig weitergeführt.

Schweizerinnen und Schweiz im Ausland sind von der Pandemie teilweise überproportional betroffen. Das wurde in unserer virtuellen Konferenz klar.

Gast war dieses Mal Laurent Perriard, der stellvertretende Direktor der Konsularischen Direktion im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der zahlreiche Fragen beantwortete.

Angesichts der Beliebtheit der Videokonferenzen werden wir eine Reihe von virtuellen Diskussionen in den drei Landessprachen einrichten. Laden Sie unsere App SWI Plus herunter, damit Sie darüber auf dem Laufenden bleiben.

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