Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Was vermissen Sie wegen Pandemie und Lockdown am meisten? Bei mir gehört neben dem Reisen, dem Besuch bei Freunden, dem Auswärtsessen und den Konzerten auch das Achterbahnfahren in die Top 10 der Dinge, die mir am meisten fehlen.
Herzliche Grüsse aus Bern
Ein Jahr nach dem harten Lockdown. Wo steht die Schweiz heute, und was ist anders als damals?
Ist seit dem ersten Lockdown wirklich ein Jahr vergangen? Irgendwie hat mich die Pandemie nicht nur Nerven, sondern auch mein Zeitgefühl gekostet. Talkshow-Host Stephen Colbert trifft meinen Gemütszustand, wenn er in seinem «Quaranniversary Special»Externer Link von letzter Woche vom «Jahr, das 100 Jahre gedauert hat, aber irgendwie auch nur ein langer Tag war» spricht.
Am 16. April 2020 hat der Bundesrat die Schweiz zu ersten Mal in einen Lockdown geschickt. Und damals wars ein echter Lockdown, nicht so ein Lockdownchen, wie wir es im Moment erleben. Die Stadt Bern war teils wie leergefegt. Bilder, die sich im zweiten Lockdown nicht wiederholt haben.
Viele Schweizer Medien nutzen den Jahrestag für einen Rück- und Ausblick. So auch SWI swissinfo.ch.
- Wir haben mit Corine Moinat, der Präsidentin des Genfer Flughafens, über die schwierige Lage gesprochen.
- Was bisher geschah.
- Das Jahr in Bildern: von uns, von TamediaExterner Link (Paywall) und vom Luzerner Fotograf Andreas BeckerExterner Link bei Pilatus Today.
- Das Konsumverhalten in der Schweiz ist ein weiterer Beweis dafür, dass der erste Lockdown nur bedingt mit dem zweiten verglichen werden kann. Warum, erfahren Sie hier.
- Tele Züri hat sich zum Jahrestag mit einer selbstständigen Coiffeuse unterhaltenExterner Link.
- Wie die aktuelle Corona-Situation in der Schweiz ist, erfahren Sie wie immer bei uns.
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Wieder einmal debattiert das Parlament in Bern über ein höheres Rentenalter für Frauen. Ein brisantes Thema.
Der Grundpfeiler der Schweizer Altersvorsorge, die AHV, ist brüchig. Seit langem warnen Fachleute davor, dass die Defizite wegen der Überalterung immer grösser werden. Und seit langem sucht die Politik nach Lösungen für das Problem.
Weil es aber keine Lösung gibt, die niemandem weh tut, scheitern AHV-Reformen immer mal wieder. So etwa 2010 die 11. AHV-Revision im Parlament und 2017 die «Altersvorsorge 2020» an der Urne. Beide sahen ein höheres Rentenalter für die Frauen von 65 Jahren vor. Jetzt steht die umstrittene Massnahme einmal mehr zur Debatte.
Interessant ist dabei der Blick ins Ausland, der meine Kollegin Pauline Turuban gemacht hat. Dieser zeigt nämlich, dass die Schweiz mit ihren zwei unterschiedlichen Rentenaltern mittlerweile eher eine Ausnahme ist. Von den 30 OECD-Ländern kennen sonst nur noch Israel, Ungarn, Polen und die Türkei verschiedene Rentenalter für Mann und Frau.
- Lesen Sie hier den ganzen Artikel zur laufenden AHV-Debatte.
- Auch die derzeit vorgesehenen Massnahmen flicken die AHV-Finanzen nicht nachhaltig, wie der Beitrag von SRF NewsExterner Link zeigt.
- Tamedia hat die Debatte zusammengefasstExterner Link. (Paywall)
- Der Vater arbeitet Vollzeit, die Mutter bleibt zu Hause und kümmert sich um die Kinder – auf diesem Familienmodell basiert das Schweizer Altersvorsorgesystem immer noch, schreibt die NZZ.Externer Link (Paywall)
Bekommt die Schweiz bald eine offizielle Gedenkstätte für die Opfer des Nationalsozialismus?
450 Schweizerinnen und Schweizer haben den Holocaust nicht überlebt. Die Auslandschweizer-Organisation fordert seit Jahren eine Gedenkstätte für die Opfer des Nazi-Regimes – die Verfolgten, Entrechteten und Ermordeten, Juden und Jüdinnen, die Minderheiten und Oppositionellen und all die an der Grenze zurückgewiesenen Flüchtlinge. Jetzt macht das Projekt einen grossen Schritt vorwärts.
SP-Ständerat Daniel Jositsch und SVP-Nationalrat Alfred Heer haben mit zwei Motionen den Bundesrat aufgefordert, «einen offiziellen Schweizer Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus zu schaffen».
Zwar gibt es in der Schweiz bereits mehrere Holocaust-Mahnmale. Doch im Gegensatz zu vielen anderen Ländern fehlt eine offizielle, von der Schweiz getragene Stätte der Erinnerung.
- Im Artikel von Balz Rigendinger erfahren Sie mehr über das Projekt.
- Lesen Sie hier den emotionalen Aufruf zum Erinnern von Anita Winter.
- Er war einer von 1000 Schweizerinnen und Schweizern, die in Konzentrationslagern interniert waren. Zeitlebens war Gabor Hirsch eine markante Stimme gegen das Vergessen.
Der Berner Stefan Banholzer ist Herr über 120 Freizeitanlagen in aller Welt.
Die Schweiz ist nicht gerade bekannt als Mekka der Rollercoaster-Fans. Die mit 42 Metern höchste Achterbahn des Landes steht im Conny-Land und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 85 km/h. Zum Vergleich: Der Klassenprimus, Kingda Ka im Six-Flags-Vergnügungspark von Jackson, New Jersey, reicht knapp 140 Meter in den Himmel und fährt teilweise über 200 km/h schnell.
Trotzdem ist die Schweiz so etwas wie eine heimliche Achterbahn-Supermacht. Nicht nur sind mit Intamin und Bolliger & Mabillard zwei der grossen Achterbahn-Bauer in der Schweiz zu Hause. Das Land ist auch die alte Heimat von Stefan Banholzer.
Hier gehts zum Porträt (Dialekt):
Direkter Link zum PorträtExterner Link von Stefan Banholzer.
Banholzer ist technischer Direktor von Freizeitparks und Vergnügungsanlagen. Aktuell betreut er 42 Indoor-Vergnügungsparks in grossen Einkaufszentren rund um den Globus. Seine Schriften hat der 61-jährige Weltenbürger, den wir Ihnen heute im SRF-Podcast «Die fünfte Schweiz» vorstellen, aktuell in Jakarta, der Hauptstadt von Indonesien.
- Hier geht’s zum Podcast «Die fünfte Schweiz»Externer Link.
- Mehr über die Schweizer Achterbahn-Bauer erfahren Sie im Beitrag der HandelszeitungExterner Link.
- Natürlich sind derzeit die meisten Vergnügungsparks im Lockdown. Für eine virtuelle Fahrt auf der Cobra klicken Sie hierExterner Link. Zum Vergleich: Hier geht’s zur Fahrt auf der Kingda KaExterner Link.
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