Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Gibt es in dem Land, in dem Sie wohnen, eine Heiratsstrafe bei den Steuern? In der Schweiz ist die gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren zum Politikum geworden.
Herzliche Grüsse
Nachdem am Sonntag die Initiative über eine höhere Besteuerung von Kapitaleinkommen Schiffbruch erlitten hat, dominieren heute andere Steuerthemen die Medien.
Die Regierung hat im Auftrag des Parlaments eine Auslegeordnung vorgenommen, wie die so genannte Heiratsstrafe bei den Steuern abgeschafft werden könnte.
Zur Auswahl stehen drei Varianten der Individualbesteuerung von Ehepartner:innen. Das passt der Partei «Die Mitte» nicht. Sie will mit Volksinitiativen eine Gemeinschaftsbesteuerung mit Vollsplitting einführen.
Derweil hat die Linke genügend Unterschriften gesammelt, um das Referendum gegen die Teilabschaffung der Stempelsteuer zu ergreifen. Abgestimmt wird voraussichtlich im Februar 2022.
- Der BlickExterner Link über die Teilabschaffung der Stempelsteuer.
- SRFExterner Link über die Abschaffung der Heiratsstrafe.
- Der Tages-AnzeigerExterner Link über die Individualbesteuerung (Paywall).
- Einen Überblick über alle kommenden Steuerthemen liefert die NZZExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Zahlen wir in der Schweiz wirklich so wenig Steuern? Und: Vom Volk, das freiwillig mehr Steuern zahlt.
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Wer hätte das gedacht: 2022 werden die Krankenkassenprämien sinken – zum ersten Mal seit 14 Jahren.
Dass die Prämien erstmals seit 2008 wieder sinken, ist dem Bundesrat zu verdanken: Er hat die Krankenkassen aufgefordert, ihre Reserven abzubauen.
12 Milliarden Franken Reserven horten die Krankenkassen. «Das ist einfach zu viel», sagte Gesundheitsminister Alain Berset vor den Medien.
«Diese Senkung ändert nichts», kommentiert der Tages-Anzeiger. Die Prämien hätten sich in 20 Jahren verdoppelt und die Löhne könnten nicht Schritt halten.
- Der Live-Ticker von SRFExterner Link.
- Der Kommentar im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Diese 10 medizinischen Leistungen müssen Sie in der Schweiz selbst bezahlen.
Die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus warnt: Verschwörungstheorien seien Treiber von Rassismus.
Die von Rassismus am meisten betroffenen Gruppen sind meist auch die ersten Opfer von Verschwörungstheorien. Das schreibt die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus (EKR).
Laut EKR hat die Corona-Pandemie einen Verschwörungswahn sowie rassistische und fremdenfeindliche Auswüchse hervorgebracht.
Die sozialen Netzwerke erleichtern das Verbreiten von Falschinformationen und Verschwörungsmythen. Die EKR fordert deshalb die Förderung von Medienkompetenzen.
- Die ZeitschriftExterner Link der EKR.
- Ein Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
- Auch das Branchenportal persoenlich.comExterner Link berichtet.
Die Lex Koller ist zurück auf dem politischen Parkett: Der Nationalrat will wieder über eine Verschärfung debattieren.
Die so genannte Lex Koller erschwert es Ausländer:innen, in der Schweiz Grundstücke oder Immobilien zu kaufen. Nun will der Nationalrat über eine weitere Verschärfung reden.
Seit dem Ausbruch der Corona-Krise sind die Boden- und Immobilienpreise nochmals stark gestiegen. Das sorgt in der Bevölkerung zunehmend für Unmut.
Übrigens verspricht der kanadische Premier im derzeitigen Wahlkampf eine Art Lex Koller, um die steigenden Immobilienpreise zu bremsen und Spekulanten aus China, Russland und den Arabischen Emiraten zu stoppen.
- Ein Artikel in der NZZExterner Link (Paywall).
- Auch der Tages-AnzeigerExterner Link berichtet (Paywall).
- Ebenfalls im TagiExterner Link (Paywall): Trudeau will Ausländer:innen den Kauf von Häusern verbieten.
- Aus unserem Archiv: Schweizer Berghütten verfallen trotz Kaufinteressenten; Warum die Renten der Alten die Mieten für Junge unerschwinglich machen.
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Vom neuen «Mister Schweiz» der EU seien keine Geschenke zu erwarten, schreibt die Neue Zürcher Zeitung.
Maros Sefcovic, Vizepräsident der Europäischen Kommission, soll die Verhandlungen mit der Schweiz wiederaufnehmen.
In einem Porträt greift die NZZ in die Geschlechterklischee-Kiste und charakterisiert den Slowaken als «breitschultrigen Mittfünfziger», der stets gelassen bleibe, detailvernarrt sei und über ein hohes Durchhaltevermögen verfüge – was auf seine gute körperliche Kondition zurückzuführen sei.
«Big Maros» werde der Schweiz nichts schenken, so die NZZ. Bereits habe er von der Schweiz konkrete Vorschläge sowie eine dritte Kohäsionsmilliarde gefordert.
- Den ganzen Artikel lesen Sie in der NZZExterner Link (Paywall).
- Unser Fokus zu den Beziehungen Schweiz – EU.
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