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Tafel von Abflughalle Flughafen

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

Ich bin schon mal in Genf oder Basel gestrandet, weil ein Zug oder Flugzeug Verspätung hatte und ich dadurch den Anschluss verpasste. Spätestens mit einem Tag Verzögerung war ich dann zu Hause. Aber zwei Jahre lang irgendwo blockiert zu sein – schier unvorstellbar!

Herzliche Grüsse aus dem nebligen Bern.

Hotelbett
© Keystone / Christian Beutler

Seit Ausbruch der Pandemie gibt es immer noch Menschen, die irgendwo auf der Welt gestrandet sind. So auch der Schweizer Fritz Schenkel.

Am 23. Februar 2020 flog Fritz Schenkel von Hanoi nach Zürich. Ein paar Wochen wollte er bleiben und danach zurück nach Vietnam reisen. Doch Corona durchkreuzte seinen Plan. Seither sitzt er in der Schweiz fest: in einem Hotelzimmer in Winterthur.

Schenkel selbst ist Hotelier. Er reiste in seinem Leben von Hotel zu Hotel, von der Schweiz nach England, irgendwann Korea, dann wieder St. Moritz, China, Vietnam. Für Hotelketten wie Hilton und Swissôtel arbeitete er in leitenden Positionen. Für Kempinski führte er diverse Hotels in China.

Seit zwei Jahren lebt er nun im Hotel. Von Woche zu Woche hofft er, dass die Grenzen wieder aufgehen, dass er wieder eine Arbeitsbewilligung bekommt und zurück nach Hanoi kann. Mit den wieder rasant ansteigenden Corona-Zahlen und der neuen Omikron-Variante sieht es aber auch für die nächsten Monate nicht gut aus.

Covid-Proben Flughafen Zürich
Keystone / Michael Buholzer

Ebenfalls stranden kann man, wenn man plötzlich einen positiven PCR-Test hat und so die Rückreise aus den Ferien nicht antreten kann.

Das passiert offenbar immer häufiger. Bei frisch Genesenen kann ein PCR-Test bis zu drei Monate nach der Erkrankung noch ein positives Ergebnis zur Folge haben. Seit dem 4. Dezember kann man jedoch nur mit einem negativen PCR-Test in die Schweiz einreisen.

Jetzt hat das Bundesamt für Gesundheit auf das bekannte Problem der positiven PCR-Resultate bei Genesenen reagiert. Ein Sprecher erklärt gegenüber dem Blick, dass Personen, die aufgrund einer kürzlich durchgemachten Covid-Erkrankung keinen negativen PCR-Test für das Boarding vorweisen können, in gewissen Fällen trotzdem fliegen können.

«Sie sind im Besitz einer ärztlichen Bestätigung, die die kürzlich durchgemachte Erkrankung (innerhalb der letzten 30 Tage) belegt. Sie weisen keine Symptome auf. Sie können einen negativen Antigen-Schnelltest, der maximal 24 Stunden alt ist, vorweisen.»

Bildschirm Hacker
Keystone / Sascha Steinbach

«Warnstufe Rot», «das Internet steht in Flammen» oder «grösste Schwachstelle der Geschichte des modernen Computing»: Die Netzwelt ist im Alarmzustand.

Haben Sie schon von der Log4j-Lücke gehört? Ich habe in den letzten Tagen viele Schlagzeilen gesehen, mich mit dem Thema aber nicht wirklich auseinandergesetzt. Das hole ich hiermit nach. Der Tages-Anzeiger schreibt heute ausführlich, worum es bei der Sicherheitslücke geht.

Technik-Lai:innen wie mir, aber sogar auch einigen Programmierenden eher unbekannt, nimmt das Software-Modul Log4j eine wichtige Rolle in Teilen des Internets ein. Online-Händler:innen und Anbieter:innen von Online-Spielen, aber auch viele andere Unternehmen setzen auf sie. Log4j ist eine sogenannte Programm-Bibliothek für die Programmiersprache Java. Aufgabe von Log4j ist zu erfassen, was genau auf einem Computer passiert. Das funktioniert wie ein Logbuch auf einem Schiff. Nur dass eben Computer, die Log4j nutzen, mit dem Internet verbunden sind.

«Wenn Angreifer:innen die Lücke auf einem dieser Server ausnutzen, können sie dort jeden beliebigen Softwarecode ausführen und möglicherweise volle Kontrolle über das System erlangen«, sagen Expert:innen gegenüber dem Tages-Anzeiger. Bedeutet: Ganze Computersysteme können ihren Besitzerinnen und Besitzern aus der Ferne entrissen werden.

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Schweizer Pavillon
Www.sebastiencrettaz.com

Die Weltausstellung in Dubai ist in vollem Gange und SWI swissinfo.ch ist diese Woche vor Ort – als Medienpartner des Schweizer Auftritts.

Mit einer Fläche von 438 Hektar ist die Expo 2020, die noch bis am 31. März 2022 geöffnet ist, die grösste internationale Veranstaltung seit Beginn der Pandemie und hält bereits jetzt eine Reihe von Rekorden. In diesem Jahr sind 192 Nationen vertreten– eine Grösse, die nur von Shanghai im Jahr 2010 übertroffen wurde. Und zum ersten Mal in der Geschichte der Expo ist jede Nation mit einem eigenen Pavillon vertreten.

Der Schweizer Pavillon führt in einem Licht- und Schattenspiel durch alpine Landschaften, um die Nachhaltigkeit, Urbanisierung und Innovation der Schweiz zu zeigen. Bisher war der Schweizer Pavillon einer der meistbesuchten Pavillons, zusammen mit jenen von Pakistan, Indien, Italien und Saudi-Arabien. Letzterer hat kürzlich die Millionengrenze geknackt.

Meine Kollegin Sara Ibrahim ist diese Woche in Dubai und moderiert morgen eine Podiumsdiskussion zum Thema «Die Zukunft der beruflichen Grundbildung». Das Podium können Sie am Mittwoch, 15.12.2021, um 13h Schweizer Zeit, hier live verfolgenExterner Link.

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