Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
In meiner Freizeit lese ich unter anderem gerne Thriller und Bücher über wahre Verbrechen. Die Story in der deutschen Bild-Zeitung um einen geheimen Nazi-Schatz in der Schweiz klingt jedoch reichlich abenteuerlich. Se non è vero, è ben trovato.
Herzliche Grüsse
Die Schweizer Grossbank Credit Suisse sucht nach geheimem Nazi-Milliardenvermögen.
Laut der deutschen Boulevardzeitung Bild soll ein Milliarden-Schatz der Nazis seit 78 Jahren auf einem geheimen Konto der Credit Suisse liegen.
In einem argentinischen Lagerhaus seien Papiere entdeckt worden, die zu geheimen Nazi-Milliarden führen. Es gebe dabei eine «heisse Spur in die Schweiz».
Nazi-Nachkommen, internationale Spitzenanwälte und das jüdische Simon-Wiesenthal-Center jagen gemeinsam nach dem angeblichen, seit dem Zweiten Weltkrieg verschollenen Nazi-Schatz.
- Der Artikel in der Bild-ZeitungExterner Link (Paywall).
- Auch der Schweizer BlickExterner Link berichtet.
- Neonazi-Jäger ist schwer an Krebs erkrankt, berichtet der BlickExterner Link.
Bleiben wir bei der Credit Suisse, deren Liste der Skandale um einen weiteren Eintrag länger ist.
Das Bundesstrafgericht hat die Schweizer Grossbank in einem Geldwäschefall schuldig gesprochen und zu einer Busse von zwei Millionen Franken verurteilt.
Das Gericht musste darüber entscheiden, ob die Bank und eine ehemalige Mitarbeiterin genug unternommen hatten, um Geldwäsche einer mutmasslichen bulgarischen Kokainhändlerbande in den Jahren 2004 bis 2008 zu verhindern.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die CS möchte gegen den Entscheid Berufung einlegen.
- 20 MinutenExterner Link und SRFExterner Link über das Urteil.
- SRFExterner Link hat eine Liste der CS-Skandale erstellt.
Der Schweizer Geheimdienst warnt in seinem neusten Lagebericht vor Spionage in Genf.
Der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine wird die nationale und internationale Sicherheitspolitik nachhaltig beeinflussen. Das Risiko eines direkten militärischen Konflikts zwischen Russland und der Nato ist grösser geworden.
Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine sei in der Schweiz auch mit vermehrten Cyberangriffen zu rechnen. Und vor allem Genf könnte stärker im Visier von Spion:innen stehen. Zu diesen Schlüssen kommt der Schweizer Nachrichtendienst in seinem neuen Lagebericht «Sicherheit Schweiz 2022».
Weiterhin wesentlich geprägt wird das sicherheitspolitische Umfeld der Schweiz durch die wachsende Konkurrenz der Grossmächte. Die Pandemie hat den strategischen Wettbewerb zwischen den USA und China verstärkt und das europäische Chinabild verhärtet. Auch bleibt die Terrorbedrohung erhöht.
- Die MeldungExterner Link der Bundesverwaltung und der LageberichtExterner Link.
- SRFExterner Link und NauExterner Link berichten.
- Ein Artikel im TagblattExterner Link.
Die Krankenkassenprämien belasten Schweizer Haushalte. Was würde helfen?
Im Kampf gegen steigende Krankenkassen-Prämien fordert die Schweizerische Volkspartei (SVP) höhere Steuerabzüge. Davon würden alle profitieren, nicht wie bei der Prämienverbilligung die besonders Bedürftigen, so die Argumentation.
Liechtenstein hingegen schafft die Franchise für Rentner:innen ab: Gestern stimmte in einer Volksabstimmung eine deutliche Mehrheit von 63,9 Prozent für die Aufhebung der jährlichen Franchise von 500 Franken für die Senior:innen.
Die Sozialkommission des Nationalrats will die Bezüge auf den Chefetagen der obligatorischen Krankenversicherung deckeln. Künftig sollen Krankenkassen-Chefs höchstens 250’000 Franken pro Jahr verdienen; bisher sind 500’000 bis 800’000 Franken keine Seltenheit.
- Die NZZ über LöhneExterner Link und LiechtensteinExterner Link (Paywall).
- WatsonExterner Link hält nicht viel vom Vorschlag der SVP.
- Aus unserem Archiv: Serie über die drängendsten Probleme im Gesundheitswesen; Diese 10 medizinischen Leistungen müssen Sie in der Schweiz selbst bezahlen.
SRF präsentiert fünf seltsame Schweizer Bräuche.
Am 2. Januar wird man im Aargauer Hallwil von verkleideten Monstern umarmt, den «Bärzeli». Für die Schaulustigen gibt es auch den einen oder anderen saftigen Hieb mit der «Säublotere» (einer getrockneten Schweineblase).
Am 11. November (dem Martinstag) geht’s im Luzerner Sursee rabiat zu und her: Freiwillige versuchen eine (bereits tote) Gans zu enthaupten – mit stumpfem Säbel und vor grossem Publikum. Wer es schafft, der Gans den Kopf abzuschlagen, darf sie nachhause nehmen.
In Gemeinden der Kantone Solothurn, Aargau und Basel-Landschaft wird der Winter durch den «Eierläset»-Wettkampf vertrieben. Die Frühlings- und Wintergruppe sammelt im Wettstreit rohe Eier. Dabei werfen die Läuferinnen und Läufer die Eier den Fangenden und deren Wanne zu.
- Den ganzen Artikel lesen Sie bei SRFExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Zeit für zeitloses Brauchtum.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards