Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizer:innen
Meine dreijährige Tochter will unbedingt einen Schwimmkurs besuchen, was ich sehr begrüssenswert finde. Dabei steht für mich die Sicherheit und der Spass für sie im Vordergrund. Also etwas, das wohl alle Eltern für ihre Kinder wollen – egal in welcher Sportart.
Herzliche Grüsse
Ein weiterer Sportskandal sorgt in der Schweiz für Schlagzeilen – diesmal im Synchronschwimmen.
Nach dem Schweizerischen Turnverband, der wegen Verfehlungen von Trainer:innen hinsichtlich Trainingsmethoden und Umgangsformen an den Pranger gestellt wurde, gerät nun mit Swiss Aquatics ein weiterer Sportverband ins Zwielicht.
Das Schweizer Radio und Fernsehen SRF hat aufgedeckt: Im Schweizer Synchronschwimmen herrschen Chaos und Vetternwirtschaft. Zahlreiche Athletinnen berichten von einem Klima der Angst. Die zuständige Co-Sportdirektion ist aufgrund der Recherchen von SRF Investigativ zurückgetreten.
Die Probleme seien im Schwimmverband offenbar seit längerem bekannt, die Abteilung Synchronschwimmen wird seit Mai analysiert. Die Athletinnen bezweifeln, dass dies reicht. Ewen Cameron, mit Bartolo Consolo Co-Präsident von Swiss Aquatics, ist überzeugt, dass aufgrund von Empfehlungen, die der Bericht liefern werde, die Sportart hoffentlich neu strukturiert und neu aufgestellt werden könne.
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Hier geht es zum Bericht von SRF: Von Tränen, Drill und MissgunstExterner Link.
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2020 gab es im Schweizer Sport bereits einen Skandal: Die Magglingen-Protokolle publiziert im Das Magazin (Paywall).Externer Link
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Missbrauch: Wenn der Olympia-Traum zum Albtraum wirdExterner Link – ein Artikel aus unserem Archiv.
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In der Schweiz sind viele Spitzensportler:innen Doppelbelastungen ausgesetzt – sie betreiben Spitzensport und bilden sich aus. Lesen Sie unseren Artikel aus dem Archiv.
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Strommangel: Die grosse Angst vor dem Blackout.
Die Schweiz spielt beim Stromtransport in Europa als Transitland eine zentrale Rolle. Der Krieg in der Ukraine, die Energiewende und das fehlende institutionelle Rahmenabkommen mit der EU stellen die Schweizer Übertragungsnetzbetreiberin Swissgrid vor grosse Herausforderungen.
Swissgrid betreibt das Hochspannungsnetz in der Schweiz und ist für den Stromfluss zwischen der Schweiz und den Nachbarländern zuständig. Als Koordinationszentrum für Südeuropa hat das Unternehmen zusammen mit den anderen europäischen Netzbetreiber:innen dazu beigetragen, das Netz am 8. Januar 2021 zu entkoppeln und einen Zusammenbruch des Stromnetzes in Europa zu verhindern.
Es ist nützlich zu verstehen, wie der Strom in unsere Häuser gelangt, schreibt mein Kollege Luigi Jorio in seinem heutigen Artikel. Er erklärt, warum 50 die magische Zahl für die Netzbetreiber:innen ist, wie die Schweiz nach Lösungen sucht, um eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten und weshalb es ein Problem ist, dass der Bau einer neuen Stromleitung 15 Jahre dauert.
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Lesen Sie den Artikel meines Kollegen: Strommangel: Die grosse Angst vor dem Blackout.
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Ob Wasserbatterien in der Schweizer Alpen oder die Autobahn als Stromlieferant: Besuchen Sie unseren Fokus Schweizer Lösungen für die Speicherung der Energie von morgen.
Schweizerisch-marokkanischer Arzt endlich aus dem Gefängnis in Marokko entlassen.
Die Geschichte von Dr. Labbas Sbaï ist eine traurige Geschichte. Der 67-jährige Chirurg, der sowohl marokkanischer als auch schweizerischer Staatsbürger ist, musste für seine Versuche, Korruption und Schmuggel in Marrokko anzuprangern, einen hohen Preis zahlen. Nach seiner Freilassung befindet er sich immer noch im Krankenhaus in Marrakesch.
Labbas Sbaï wurde in einer Oase geboren. Ein kleines Paradies, das ebenso grün wie zerbrechlich ist, an der Grenze zwischen Marokko und Algerien. Dann ging er in die damalige UdSSR, um Medizin zu studieren, bevor er sich in der Schweiz ein Leben aufbaute und eine Familie gründete. Mit Anfang 50 kehrte er in sein Heimatdorf zurück, um aus seiner Oase ein Naturschutzgebiet zu machen, das dem Ökotourismus gewidmet ist.
«Wenn man in der Schweiz gelebt hat, kann man nicht die Augen vor gewissen Praktiken verschliessen. Über die Absprachen zwischen Drogenhändlern und einigen lokalen Verantwortlichen. Ich habe den Zigaretten- und Drogenschmuggel sowie Kameldiebstähle angezeigt. Die Behörden rieten mir, die Augen zu schliessen und einfach nur Geschäfte zu machen. Das wollte ich aber nicht», sagt der Arzt.
- Hier geht es zum Artikel: Der Schweizer Chirurg, der Marokkos Wüste begrünen wollte.
- Wenn vor der Tür die Revolution ausbricht, ein Artikel aus dem Archiv von meiner Kollegin Emilie Ridard.
Ein Auslandschweizer mobilisierte die Abtreibungsgegner in den USA.
Von einem kleinen Bergdorf in den Waadtländer Alpen führt eine direkte Linie zum Sturm von Trump-Anhängern auf das Capitol und zum Ende des nationalen Rechts auf Abtreibungin den USA am vergangenen Freitag. Davon ist Auslandschweizer Frank Schaeffer überzeugt. Wie das?
Der Vater von Frank Schaeffer, Francis Schaeffer, war ein evangelikaler Guru in der Schweiz, der nach dem Zweiten Weltkrieg aus Amerika in die Schweiz kam. Hier gründeten die fundamentalistischen Protestanten die evangelikale Gemeinschaft: L’Abri (Schutzraum). Frank Schaeffer kam 1952 zur Welt.
Das im Januar 1973 wegweisende Urteil «Roe v. Wade» des amerikanische Supreme Courts stiess dem damals 20-jährigen Frank Schaeffer sauer auf. Er überzeugte seinen Vater, dieses Recht auf Abtreibung in seinen Filmen zu kritisieren. Diese trugen dazu bei, dass die Gläubigen in den USA mobilisiert und radikalisiert wurden. Frank Schaeffer bereut dies heute zutiefst.
- Die Geschichte finden Sie in der Neuen Zürcher ZeitungExterner Link (Paywall).
- Das oberste US-Gericht kippte vergangenen Freitag das liberale Abtreibungsrecht.
- Aus unserem Archiv: Abtreibungsgegner regen sich auch in der Schweiz wieder.
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