Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizer:innen
In Lugano ist heute und morgen ganz schön was los. Die Konferenz über den Wiederaufbau der Ukraine findet statt. Wir haben ein Team vor Ort.
Herzliche Grüsse
Die Ukraine Recovery Conference ist in vollem Gange.
Vertreterinnen und Vertreter von rund 40 Staaten und 16 Organisationen diskutieren über den Wiederaufbau der Ukraine. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen unter anderem die Prioritäten, Methoden und Prinzipien des Wiederaufbaus definieren. Am Ende soll eine «Deklaration von Lugano» stehen.
Wir haben ein Team vor Ort, das an den beiden Tagen viele Expert:innen interviewen wird. Heute Nachmittag erfolgten die Eröffnungsreden von Bundespräsident Ignazio Cassis und des ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski, der per Video-Schaltung zu den Konferenz-Teilnehmenden sprach.
«Der Krieg Russlands ist nicht nur ein Versuch, unser Land zu nehmen, sondern eine Herausforderung an das europäische System», sagte er. Man wolle zeigen, dass Europa schwach ist und seine Werte nicht verteidigen könne. «Der Wiederaufbau der Ukraine ist daher nicht nur eine lokale Angelegenheit, sondern die Aufgabe der gesamten demokratischen Welt.»
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Auf unserer Webseite finden Sie den Live-Ticker.
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Meinen Kollegen vor Ort, Bruno KaufmannExterner Link, Renat KuenziExterner Link, Giannis MavrisExterner Link und Carlo PisaniExterner Link können Sie auf Twitter (verlinkt) folgen.
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Ein «Lugano»-Plan für den Wiederaufbau der Ukraine – was kann das der kriegsversehrten Ukraine bringen? Mein Kollege Balz Rigendinger hat eine Übersicht zusammengestellt.
Mehr
Der Schweizer Botschafter in Kiew spricht über die Konferenz in Lugano.
Claude Wild ist seit sechs Wochen zurück in Kiew, nachdem das ganze Botschaftspersonal nach Kriegsausbruch evakuiert wurde. Jetzt sprach er mit dem Tages-Anzeiger über den Zustand der Ukraine und weshalb es die Konferenz im Tessin braucht.
Es herrsche eine sonderbare Normalität in Kiew. Man könne Kaffee trinken gehen, vieles wirke normal. Davon hat auch Kurt Pelda in seiner Reportage bei CH Media berichtet. Im Ausgangsviertel von Kiew seien die Bars und Restaurants früher gefüllt als sonst.
«Man hätte dreissig Gründe gehabt, diese Konferenz auf später zu verschieben«, sagt Wild. «Aber damit hätte man eine grosse Chance verpasst.» Dass nicht so viele Präsidenten und Präsidentinnen nach Lugano gekommen seien, sei Nebensache. Die Entscheidungsträger, die es brauche, seien da und neben Staaten auch internationale Organisationen und die Wirtschaft.
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Das Interview mit dem Schweizer Botschafter in Kiew finden Sie im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
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Kilometerlange Staus: Viele Flüchtlinge kehren in die Ukraine zurück – in Kiew herrscht Partystimmung – eine Reportage in der Aargauer ZeitungExterner Link (Paywall).
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Schweizer Botschafter: «Bin wütend über Dummheit der Menschheit» – das sagte Jürg Wild Anfang März.
Nach der Aufhebung des Rechts auf Abtreibung in den USA. Wo steht die Schweiz?
In der Schweiz ist der Schwangerschaftsabbruch seit 20 Jahren erlaubt. Am 2. Juni 2002 stimmte die Bevölkerung mit über 72% dafür, die Abtreibung bis zur 12. Schwangerschaftswoche legal zuzulassen. Die Entscheidung beendete eine jahrzehntelange Debatte.
In rund 20 Ländern, vor allem in Afrika und Lateinamerika, ist der Zugang zur Abtreibung völlig verboten. In rund 100 weiteren Ländern ist der Abort an äusserst restriktive Bedingungen geknüpft, möglich ist er nur, wenn das Leben der Mutter gefährdet ist, oder aus wichtigen gesundheitlichen Gründen – so etwa in Liechtenstein.
Die Abtreibungsrate in der Schweiz ist sehr niedrig, sie beträgt etwas mehr als 6 pro 1000 Frauen im gebärfähigen Alter, dies laut Bundesamt für Statistik BFS. Neuere Modellrechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des Guttmacher-Instituts, eines amerikanischen Forschungszentrums, zeigen, dass die Schweiz neben Singapur eines der Länder mit den geringsten Abtreibungsraten ist.
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Hier geht es zum Artikel meiner Kollegin Pauline Turuban.
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Auch eine legale Abtreibung kann stigmatisieren – ein Text aus unserem Archiv.
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Nach dem Abtreibungsurteil in den USA – Beeinflusst der US-Entscheid die Schweizer Abtreibungsdebatte? SRF ging dieser Frage nach.Externer Link
Übermorgen startet die Fussball-Europameisterschaft der Frauen.
Es ist ein grosser, internationaler Sportanlass. Doch im Gegensatz zu der Ausgabe der Männer, sorgt die EM der Frauen in der Öffentlichkeit kaum für Aufsehen. «Wäre es ein Männer-Event, wäre in den Städten alles voller Flaggen. Die Autos wären mit Fahnen ausgestattet. Doch bei den Frauen sieht man nichts», sagt Deborah Kagerbauer gegenüber SRF, die sich für die Sichtbarkeit der EM einsetzt.
Die anstehende Europameisterschaft in England (6. bis 31. Juli) und steigende Zuschauerzahlen zeigen: Frauenfussball wird zwar sichtbarer und populärer. Aber auch wenn die Spielerinnen der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft in Zukunft die gleichen Prämien wie ihre männlichen Kollegen erhalten sollen: Die Differenz zu den Männern mit Millionensalären und Mega-Turnieren bleibt.
In England werden Rekordzuschauerzahlen für das Frauenfussballturnier erwartet. Mittlerweile seien bereits über 500’000 Tickets verkauft worden. Insgesamt stehen 700’000 Tickets zur Verfügung.
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Frauenfussball-EM – «Es ist EM und niemand weiss es – das kann doch nicht sein.» – der Bericht von SRFExterner Link.
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Die Schweizerinnen treffen in der Gruppenphase auf Portugal (9.7.), Schweden (13.7.) und die Niederlande (17.7.). Weitere Infos finden Sie auf der Webseite der UEFAExterner Link.
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1968: Startschuss für Geschlechtergleichheit auf Rasen – der Artikel aus unserem Archiv.
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