Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer
Als Kind verbrachte ich ein unvergessliches Ferienlager in einem halb verfallenen Tessiner Bergdorf. Es machte Spass, mit den anderen Kindern in den Ruinen Verstecken zu spielen. Erst als Erwachsene verstand ich, warum eine Stiftung versucht, das ehemals verlassene Dorf und seine Umgebung auf 1450 m.ü.M. vor Verfall und Verbuschung zu retten. Was Schafe mit dieser Anekdote zu tun haben, erfahren Sie im heutigen Briefing.
Herzliche Grüsse
Alt-Nationalratspräsidentin Judith Stamm ist gestorben.
Die langjährige CVP-Nationalrätin für den Kanton Luzern war auch durch ihren Kampf um die Gleichstellung der Frauen bekannt.
Nach der Einführung des Frauenstimmrechts im Kanton Luzern im Jahr 1970 wurde sie als eine der ersten Frauen in den damaligen Kantonsrat gewählt.
Stamm wurde 1934 in Schaffhausen geboren und wuchs in Zürich auf. Sie wurde 88 Jahre alt.
- Die Meldung bei SRFExterner Link und bei uns.
- Ein NachrufExterner Link, geschrieben vom Polit-Doyen Claude Longchamp.
- Der ausführliche Nachruf in der NZZExterner Link (Paywall).
Die Schweiz will jetzt doch Verletzte aus der Ukraine aufnehmen.
Auf Gesuch von Kiew sollen 155 kranke Kinder in die Schweiz geflogen werden.
Der Entscheid kommt nach einem tagelangen Hin und Her. Am Montag war bekannt geworden, dass die Schweiz auf eine internationale Anfrage nicht reagiert hatte, weil mögliche Soldatentransporte wohl gegen die Neutralität verstossen hätten.
Gestern meldete sich nun die ukrainische Botschaft mit einem Gesuch beim schweizerischen Aussendepartement und gab dabei Garantien ab, dass nur Zivilpersonen geschickt würden, damit die Schweizer Neutralität nicht infrage gestellt werde.
- Die Meldung finden Sie bei SRFExterner Link oder bei uns.
- Auch die NZZExterner Link berichtet (Paywall).
- Aus unserem Archiv: Die Kontroverse um die Aufnahme ukrainischer Verletzter zeigt, wie dringlich eine Klärung der Schweizer Neutralität angezeigt ist.
Deutscher Ex-Minister empfiehlt das «Modell Schweiz» für die Ukraine.
SPD-Politiker Otto Schily sagte gegenüber der deutschen Presse-Agentur (dpa), statt der Nato oder EU beizutreten, solle sich die Ukraine die Schweiz zum Vorbild nehmen.
Die ethnische, sprachliche und kulturelle Vielfalt der Ukraine, insbesondere die Existenz auch der russischen Sprache, sei eine Tatsache.
Die Schweiz habe es mustergültig verstanden, eine freiheitliche Gesellschaft zu entwickeln, mit wechselseitigem Respekt vor den unterschiedlichen ethnischen Prägungen und mit militärischer Neutralität, so Schily.
- Die WeltwocheExterner Link berichtet (Paywall).
- Die Meldung finden Sie unter anderem bei der Süddeutschen ZeitungExterner Link oder NTVExterner Link.
Getreideblockade im Schwarzen Meer: Was, wenn sie aufgehoben wird?
Die von der UNO und der Türkei geführten Verhandlungen mit Moskau und Kiew über die Wiederaufnahme der ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer machen Fortschritte.
Die UNO hatte wochenlang hinter den Kulissen gearbeitet, um einen Weg zu finden, die 22 Millionen Tonnen Getreide, die in ukrainischen Silos und Häfen festsitzen, sicher zu exportieren – das wäre genug, um den Jahresverbrauch der am wenigsten entwickelten Länder der Welt zu decken.
Doch selbst wenn es zu einer Vereinbarung kommen würde: Es könnte Monate dauern, bis sich die Welt von der Nahrungsmittelkrise erholt. Mein Kollege Dorian Burkhalter berichtet aus der Uno-Stadt Genf.
- Den ganzen Artikel lesen Sie auf swissinfo.ch.
- SRF RundschauExterner Link über einen Schweizer Bauer in der Ukraine.
Ein Schaf soll die Alpen vor der Verbuschung retten.
Sieben Prozent der Schweizer Alpweiden sind in den letzten 30 Jahren unter einem Dickicht von Büschen verschwunden. Das führt zu einem Verlust der Biodiversität.
Eine bestimmte Schafrasse könnte das Problem lösen, wie meine Kolleg:innen Benjamin von Wyl und Ester Unterfinger bei einer Reportage herausgefunden haben.
Im Unterschied zu anderen Rassen frisst das im 20. Jahrhundert fast ausgestorbene Engadinerschaf nicht hauptsächlich Gras, sondern Büsche. Ideal also, um Hochebenen wie jene, wo ich als Kind meine Ferien verbracht habe, leer zu putzen und Platz für ökologisch sinnvollere Wiesen und Wälder zu schaffen.
- Die Reportage auf swissinfo.ch.
- Unser Fokus zur Biodiversität.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards