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Bild von einem Menschen, der in der Aare steht

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizer:innen

"Plütterwarm" war die Aare schon heute Morgen früh in Bern. Das sagt meine Sommer-Lieblings-App "Aare-Guru". Was mich als Badende freut, macht anderswo Probleme.

Sommerliche Grüsse

Bild des AKW Beznau
Keystone / Alessandro Della Bella

Das Atomkraftwerk Beznau müsste eigentlich wegen den warmen Aare-Temperaturen den Betrieb einstellen.

Im Gegensatz zu den anderen beiden Atomkraftwerken in Gösgen und Leibstadt verfügt Beznau über keinen Kühlturm. Es nutzt deshalb das Wasser der Aare zur Kühlung. Seit rund zehn Tagen muss das AKW weniger Strom produzieren, weil der Fluss sonst zu warm wird. Aktuell liefert es bis 50% weniger Strom als technisch möglich wäre.

Das wurde 2019 mit einer Verfügung des Bundesamts für Energie (BFE) geregelt. Diese besagt, dass das AKW sogar gänzlich abgestellt werden muss, wenn die Temperatur drei Tage hintereinander 25 Grad erreicht oder überschreitet. Seit vergangenem Samstag sind diese Kriterien erreicht, und das AKW müsste stillstehen, wenn es nur diese Kriterien gäbe. Aber es gibt auch andere – vermeintlich gewichtigere.

Da sind einerseits die Reaktorsicherheit und die Netzstabilität. Beide sind nach Abklärungen gewährleistet. Andererseits geht es um die Versorgungsicherheit, die laut der Eidgenössischen Elektrizitätskommission gefährdet ist. Drum läuft das AKW Beznau weiter, auch wenn die warmen Temperaturen beispielsweise den Fischen zusetzen.

Sprung ins Wasser
Peter Schneider/Keystone

Weltweit ist das Risiko für Männer, im Wasser zu sterben, dreimal so hoch wie für Frauen.

Emmeril Kahn Mumtadz, der Sohn des indonesischen Präsidentschaftskandidaten, ist Ende Mai beim Baden in der Berner Aare ertrunken. Sein Tod hat international Betroffenheit ausgelöst und der Aare auf Google schlechte Bewertungen beschert. In den letzten zehn Jahren sind in der Schweiz durchschnittlich 46 Personen ertrunken – 80% waren Männer.

Meine Kollegin May Elmahdi Lichtsteiner hat beim Präventionsexperten und Geschäftsführer der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) Reto Abächerli nach den Gründen dafür gefragt. Dabei nennt Abächerli die unterschiedliche Gefahrenexposition. Es scheine wahrscheinlicher, als Mann zu ertrinken, weil sich weltweit Männer häufiger und wohl auch intensiver der Gefahr des Ertrinkens aussetzen würden. Sei dies beruflich oder in der Freizeit.

«Wer noch nie in einem Fluss geschwommen ist, sollte sich eine Begleitung suchen, die das regelmässig macht und die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen kann», sagt der Experte. Man solle generell nie allein in einem Fluss schwimmen, sondern immer in Begleitung und ein Auftriebmittel, also etwa eine Schwimmboje, mitnehmen, die man auch vom Körper lösen könne. Die SLRG hat insgesamt sechs Baderegeln sowie sechs Flussregeln definiert.

Bild von einem Wasserschlauch
© Ti-press

Bleiben wir beim Wasser: Der Bund hat keinen Überblick darüber, wie knapp das Wasser in der Schweiz ist.

«Wann geht der Schweiz das Wasser aus?», fragt der Blick. Die anhaltende Hitze lässt die Pegelstände in Flüssen, Seen und im Grundwasser sinken. Im Mendrisiotto im Tessin ist es bereits verboten, den Rasen zu wässern oder den Pool zu füllen. Ein Kanton nach dem anderen untersagt den Bäuerinnen und Bauern, Wasser aus den Flüssen zu pumpen – «abrupte Reaktionen auf Mangellagen vor Ort, hektisch und unkoordiniert», so der Blick.

Seine Recherche zeigt: Kein einziger Kanton weiss, wie hoch sein durchschnittlicher Wasserverbrauch in den trockenen Monaten ist, wie viel Wasser jeweils zur Verfügung steht und wie es aktuell konkret aussieht. Ungenügende Datenlage, föderales Hin und Her – ein Bericht über die Wasserversorgung erinnere auch ein wenig an die Corona-Politik, schrieb letzte Woche auch die Neue Zürcher Zeitung.

Im Kanton Obwalden wird das Wasser so knapp, dass die Behörden ein Hilfsbegehren an das Departement Verteidigung, Bildung und Sport (VBS) gestellt haben. Um das Überleben von Nutztieren in betroffenen Bergbetrieben zu sichern, unterstützt die Armee bei der Wasserversorgung für Nutztiere auf schlecht erreichbaren Alpen. Erste Helikopterflüge erfolgen heute, meldet das VBS.

Bild von 2 Mikrofonen
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In der 5-wöchigen Sommerserie von Rendez-vous am Mittag, eine der beliebtesten Informationssendungen des Schweizer Radios SRF, sind über den Sommer verschiedene Journalist:innen von swissinfo.ch zu Gast. Ob aus Russland, Brasilien, Syrien oder Japan, mich beeindrucken die Gespräche und die Einblicke, die meine Kolleg:innen gewähren, sehr.

swissinfo.ch war das erste Medium der Schweiz, das in mehreren Sprachen berichtete. 1935 als Schweizer Kurzwellendienst. Heute publizieren wir online in zehn verschiedenen Sprachen – dementsprechend international sind meine «Gspändli».

Vergangene Woche war mein Kollege aus der arabischen Redaktion zu Gast im Radiostudio. Thair Alsaadi stammt aus Syrien. Er sprach in den fünf Folgen unter anderem über seine Kindheit, typisch schweizerische Charakterzüge, was die arabische Community bewegt und über den Krieg in Syrien.

  • Die bisherigen fünf Tagesgespräche mit Thair Alsaadi, Alexander Thoele und Igor Petrov haben wir hier für Sie zusammengestellt.
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