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spanisch brötli-Bahn; Foto von 1854.

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer

Erstmals tuckerte 1847 die "Spanisch Brötli-Bahn" von Zürich nach Baden: Damit begann vor 175 Jahren, was zu einer der grössten Erfolgsgeschichten der modernen Schweiz werden sollte: der Eisenbahnverkehr. Er war auch ein Motor der Demokratie.

Beste Sommergrüsse aus Bern

spanisch brötli-Bahn; Foto von 1854.
Keystone – SDA

Wir sind Weltmeister:innen im Zugfahren. Das ist kein Zufall, ist doch die Bahn eine Art Rückgrat. Nicht nur der Mobilität, sondern auch der Demokratie.

Die Eisenbahn ist eine Ikone der gut ausgebauten Infrastruktur der Schweiz. Mit ihren über 5300 Kilometern Strecke verbindet sie fast alle Teile der Schweiz und wirkt so als rollende Klammer des heterogenen Landes.

Schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts hatte die Eisenbahn eine Schlüsselrolle bei der Modernisierung der Schweiz. Die damalige Debatte über die Verstaatlichung der Eisenbahnen führte nur zum Erfolg, weil die Opposition gehört wurde und fortan fix ins politische System eingebunden war.

Das neue Jahrhundertbauwerk, der 2016 eröffnete und 57 Kilometer lange Gotthardtunnel, konnte nur deshalb in 17 Jahren gebaut werden, weil die Bevölkerung von Anfang an mitreden und –entscheiden konnte – dank der direkten Demokratie.

digitales Kunstwerk einer Landschaft in Gelb und Grün
objkt.com / Leander Herzog

Die Schweiz ist eine Hochburg des internationalen Kunsthandels. Wird sie dasselbe auch für das aufkommende Geschäft mit Kryptokunst?

Früher sagte man Netzkunst. Das waren Werke, die nicht an physische Materialien wie Ölfarben und Leinwand gebunden waren.

Die Künstler:innen erstellten sie digital, also mit Computer, und handelten die Werke auch so – als Dateien.

Nun haben Pionier:innen die nächste Stufe gezündet: Kryptokunstwerke, die auf der Technologie der Blockchain basieren. Sind Sie an NFTs oder non fungible tokens interessiert? Mein Kollege Tobi Müller stellt diese neue Kunstgattung hier vor:

Demonstration mit Menschen, Fahnen und Transparenten vor dem Bundeshaus
© Keystone / Anthony Anex

Im September kommt ein grosser Brocken an die Urne: die AHV-Revision.

Sie ist eines der grössten ungelösten Probleme nicht nur der Schweiz, sondern vieler Länder auf der Nordhalbkugel: die Rentenreform. Die Menschen leben länger und die Zahl der nachfolgenden Jungen nimmt ab.

Um die Altersversicherung in der Schweiz bis Ende des Jahrzehntes zu sichern, will das Parlament die Mehrwertsteuer erhöhen und, jetzt kommts, das Rentenalter für Frauen heraufsetzen – von 64 auf 65 Jahre – wie jenes der Männer.

Die dafür angebotenen Zückerchen für eine «Übergangsgeneration» von Frauen in Form von Kompensationszahlungen werden von den Linken und den Grünen klar zurückgewiesen.

Flagge der non-binären Menschen
Wikipedia

Sie tun es, weil sie es jetzt können: Rund 350 Menschen haben seit Anfang Jahr in der Schweiz ihr Geschlecht gewechselt.

Bis jetzt wurden sie ab Geburt in ein Korsett gezwungen, sich offiziell entweder als männlich oder weiblich definieren zu müssen.

Erst in der jüngsten Gegenwart setzte sich die Haltung durch, dass Menschen, die im «falschen» Körper leben, ihr Geschlecht nachträglich ändern können sollen. Dazu genügt nun eine einfache Erklärung beim Einwohner:innenamt.

In der Schweiz besteht diese Möglichkeit seit Anfang Jahr.

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