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Papierstapel

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

"Was werden unsere beiden Töchter von der AHV noch haben?", fragte mich heute Morgen mein Arbeitskollege lakonisch. Beide haben wir je eine Tochter, die wohl in den 2070er- oder 2080er-Jahren pensioniert werden. Sofern unser Rentensystem bis dann nicht kollabiert ist.

Herzliche Grüsse

Seniorin bei der Arbeit
Keystone / Arno Balzarini

Am 25. September stimmen wir über die Zukunft der Altersversicherung ab.

Ziel der AHV-Reform ist es, mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer und des Frauenrentenalters das finanzielle Gleichgewicht der ersten Säule des Schweizer Rentensystems bis Ende dieses Jahrzehnts zu sichern. Ähnliche Vorlagen sind 2004 und 2017 gescheitert.

Diese Reform werde die finanzielle Situation von Frauen im Ruhestand verbessern, sagt Brenda Duruz McEvoy, Vorsorgespezialistin und Verantwortliche für Sozialpolitik beim Centre Patronal Vaudois, im Interview mit swissinfo.ch.

Vania Alleva, Präsidentin der Gewerkschaft Unia, hingegen bekämpft die Vorlage. Bevor man Frauen länger arbeiten lasse, müsse erst die Lohndiskriminierung beseitigt werden.

Aktivist:innen
© Keystone / Peter Klaunzer

Die Bewegung der Abtreibungsgegner:innen hat auch die Schweiz erfasst.

Nachdem der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten am 24. Juni 2022 das Bundesrecht auf Abtreibung aufgehoben hat, erhält die international vernetzte Pro-Life-Bewegung auf dem europäischen Kontinent Auftrieb.

Auch in der Schweiz ist diese Bewegung gut vernetzt. Zwar spricht sich nur eine klare Minderheit der Schweizer:innen offen gegen Abtreibung aus, doch eine Reihe von Organisationen, die gegen den Schwangerschaftsabbruch eintreten, sind erfinderisch, wenn es darum geht, ihre Ideen zu verbreiten.

Pro-Life-Anhänger:innen betreiben Lobbyarbeit, richten Schwangerenberatungsstellen ein, bieten Babyklappen an und vermitteln Rabatte auf Versicherungen. Die Bewegung liegt hierzulande laut einem Experten im Vergleich zur USA 15 Jahre zurück, aber ein ähnlicher Prozess habe begonnen.

Drucker
Keystone / Uli Deck

Daten von Auslandschweizer:innen stapeln sich noch immer in Papierform.

Schweizer Botschaften und Konsulate im Ausland haben Schränke und Schubladen voll Papier über Schweizer Bürger:innen im Ausland.

Die Eidgenössische Finanzkontrolle EFK kritisiert in einem Bericht zu den konsularischen Diensten das Aussendepartement: Bei der Digitalisierung hapere es.

Weil nur Papierdokumente rechtsgültig seien, würden sämtliche Dokumente und die Korrespondenz ausgedruckt. Selbst wenn jemand Daten online, via «virtuellen Schalter», übermittle, lande dies in Papierform im Dossier.

Frau mit Kindern im Auto
PrensaRusa Producción

Wie ein Auslandschweizer-Sorgerechtsfall für Moskaus Propagandakrieg genutzt wird.

Einem Schweizer Ehepaar wird in Spanien von der Kinderschutzbehörde die Obhut über die beiden Kinder entzogen.

Weil die Mutter russisch-schweizerische Doppelbürgerin ist, mobilisiert sie nicht nur die spanischen und schweizerischen Medien, sondern auch die russischen.

Die russische Propagandamaschine nimmt den Fall gerne auf, weil er wunderbar in die Darstellung passt, wonach Russ:innen im Westen nicht mehr sicher seien. Die NZZ zeigt in einer eigenen Recherche jedoch, dass keine Hinweise auf einen Willkürentscheid der katalanischen Behörden vorlägen, während sich in der Version der Eltern die Unstimmigkeiten häuften.

Porträt einer Frau
zVg

Auf nach Lugano! Ab Morgen findet der Auslandschweizerkongress statt. Ein Ausblick mit jenen Schweizer:innen, die nun nach Lugano reisen.

Das Parlament der Fünften Schweiz trifft sich erstmals wieder physisch, und zwar vom 19. bis 21. August in Lugano. Wir haben bei Delegierten des Auslandschweizerrats nachgefragt, wie Sie auf den Kongress blicken.

Im vergangenen Jahr wurden einige neue ASO-Delegierte gewählt, darunter auch Simone Höch aus Ägypten. Sie schreibt: «Ich erhoffe mir tolle Inputs und einen regen Austausch mit den anderen Delegierten. Ebenfalls wünsche ich mir, dass über den Kongress und die Anliegen der Fünften Schweiz breit in den Medien berichtet wird.»

«Es ist eine spezielle Reise für mich», so Höch weiter. «Ich nehme schliesslich das erste Mal am Kongress teil. Ich freue mich vor allem auf den persönlichen Austausch und auch auf das Tessin. Da war ich lange nicht mehr. Ich werde alles ‚Schweizerische‘ geniessen, das mir sonst fehlt… Von Cervelats über unseren ÖV bis zu den Bergen. Natürlich gehören auch Besuche bei Familie und Freunden zum Programm.»

Übrigens: SWI swissinfo.ch wird den Kongress journalistisch begleiten und mit einem Team vor Ort sein. Meine Kolleg:innen freuen sich, Sie bei dieser Gelegenheit an unserem Stand persönlich zu treffen.

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