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Eine Schweizer Krankenversicherung steht nach einer Recherche von SWI swissinfo.ch in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen, Frauen Rabatte zu gewähren, die sich bereit erklären, auf eine Abtreibung zu verzichten.

Beste Grüsse

Bild mit Ballon Anti-Abtreibung
Keystone / Walter Bieri

Shitstorm erreicht eine Schweizer Krankenversicherung.

Die Wogen gehen hoch. Der Schweizer Krankenversicherer Helsana steht nach einer Recherche meiner Kollegin Katy Romy in der Kritik. Die Helsana-Versicherung gewährt Mitgliedern der Anti-Abtreibungs-Organisation Pro Life (70’000 Mitglieder in der Schweiz), die eine Abtreibungsverzichtscharta unterzeichnen, 10% Rabatt auf Zusatzversicherungen.

Die Praxis wurde mehrfach angeprangert, unter anderem von der grünen Ständerätin Lisa Mazzone, die eine Interpellation zu diesem Thema eingereicht hat. Die Regierung räumt zwar ein, dass die Praxis «als problematisch angesehen werden kann», ist aber der Ansicht, dass «das Recht der Versicherten, die im Krankenversicherungsgesetz vorgesehenen Leistungen zu erhalten, dadurch nicht eingeschränkt wird».

Was Helsana betrifft, so erklärt sie in einem Artikel der Zeitung «ArcInfo», dass sie «keine besondere Beziehung» zu Pro Life habe. Man habe mit der Organisation «einen branchenüblichen Kollektivvertrag» abgeschlossen. Doch dieser Kollektivvertrag wird nun vor allem in den Sozialen Medien intensiv diskutiert.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Emilie Ridard

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18 Kommentare
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Frau springt in Aare
Anthony Anex

Gewässerschutz zeigt Wirkung.

Die Schweiz ist bekannt für ihre «bebadbaren» Flüsse und Seen. Dank hohen Investitionen in die Siedlungsentwässerung und die Abwasserreinigung gelangt nur noch ein kleiner Teil der Verunreinigungen aus Siedlungsgebieten in die Gewässer. In den letzten 40 Jahren nahmen die Phosphorkonzentrationen in den Seen ab, und es kann praktisch überall gebadet werden.

Das hat auch die Europäische Umweltagentur EEA festgestellt. Im Juni veröffentlichte Sie ihren Bericht, der den Schweizer Badestellen eine ausgezeichnete Wasserqualität attestiert. Das erste Mal überhaupt hat das Bundesamt für Umwelt (Bafu) den Zustand der Gewässer einer gesamtschweizerischen Analyse unterzogen. Laut dem Bafu zeigen die Massnahmen der letzten Jahrzehnte lokal Wirkung.

Dank dem Gewässerschutz erhalten Gewässer mehr Raum, Abflüsse werden natürlicher, Lebensräume für Pflanzen und Tiere werden vernetzt und Verunreinigungen reduziert. Damit die biologische Vielfalt in den Gewässern nicht weiter abnimmt und die Gewässer widerstandsfähig werden gegenüber dem Klimawandel, seien jedoch weitere Massnahmen nötig, so das Bafu in seiner Medienmitteilung.

Hühner in Massentierhaltung
© Keystone / Gaetan Bally

In rund einem Monat wird in der Schweiz wieder abgestimmt.

Die Schweiz stimmt am 25. September über ein Verbot der Massentierhaltung ab. Ein heikles Thema in einem Land, wo die Landwirtschaft so wichtig ist und bereits strenge Tierschutzgesetze gelten. Die Initiative zielt gegen die industrielle Tierproduktion in der Schweiz und verlangt, dass Tiere besser gehalten werden. Zusätzlich sieht sie Importvorschriften für Tierprodukte vor.

2021 wurden in der Schweiz 83 Millionen Nutztiere geschlachtet. Der Fleisch- und der Eierkonsum der Schweizer Bevölkerung haben im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Die Massentierhaltungsinitiative sieht vor, dass Nutztiere in kleineren Gruppen gehalten werden. Für das Tierwohl jedoch sind andere Faktoren entscheidender.

Die Massentierhaltungsinitiative würde die Preise von Tierprodukten steigen lassen und zu mehr Importen führen, sagt SVP-Nationalrat Marcel Dettling. Weniger Tiere, dafür artgerechter gehalten: Die grüne Nationalrätin Meret Schneider spricht sich für die Massentierhaltungsinitiative aus.

Neugeborenes im Arm des Vaters
© Keystone / Gaetan Bally

Vornamen der Neugeborenen: Mia und Noah 2021 erneut an der Spitze.

Wer liebt sie nicht? Die Liste der beliebtesten Namen, die jedes Jahr im August vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht wird. Ich bin letztes Jahr selbst das zweite Mal Mutter geworden, umso mehr interessiert mich, wo in der Statistik der Name unserer Tochter steht. Auf den vorderen Rängen bei den Mädchen stehen 2021, Mia, Emma und Elena.

Bei den Buben sind es Noah, Liam und Matteo, die 2021 das Rennen gemacht haben in der Schweiz. Der männliche Vorname Noah, der bereits 2010, 2011 sowie von 2013 bis 2017 und 2020 am beliebtesten war, behielt 2021 wieder die Spitzenposition. Mia war bereits 2013, 2015, 2016 und 2019 am häufigsten vergeben worden. Der Name meiner Tochter steht übrigens auf Platz 26.

Spannend ist auch die Nachnamenstatistik: Der häufigste Nachname in der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz ist Müller, gefolgt von Meier und Schmid. Mit rund 54’000 Personen machen die Müllers jedoch nur 0,6% der gesamten Bevölkerung der Schweiz (8,7 Mio.) aus. Die Vielfalt ist also gross.

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