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Michail Gorbatschow in Genf 1985, Empfang.

Heute in der Schweiz

Sehr geehrte Damen und Herren

Gestern sorgten Pussy Riot für Schlagzeilen, heute sind es der Tod Michail Gorbatschows und eine hochrangige russische Juristin. Was das mit der Schweiz zu tun hat? Das erfahren Sie im heutigen Briefing.

Freundliche Grüsse aus Bern

Michail Gorbatschow in Genf 1985, Empfang.
Keystone / Str

Gorbatschow, Pussy Riot, Putins Juristin: Die Schweiz und Russland haben aktuell mehr Berührungspunkte, als man meinen könnte.

Der ehemalige sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow ist 91-jährig gestorben. Wegen seiner Rolle beim Ende der Sowjetunion gilt er den einen als Visionär, den anderen als Verräter. Unvergessen bleibt für die Schweiz sein Treffen mit Ronald Reagan in Genf 1985, das eine Normalisierung der Beziehungen der beiden Grossmächte bedeutete.

Unweit von Genf, in Montreux, hat Talija Chabriewa eine Luxusresidenz (und eine seltsame private Rechtsakademie). Sie gilt als Putins Juristin, da sie die Verfassungsänderung verantwortet, die für den russischen Präsidenten quasi alle Amtszeitbeschränkungen aufhob und bis heute nicht auf der Sanktionsliste steht. Ein weiteres Zeichen, wie wohl sich die russische Elite in der Schweiz fühlt(e).

Eine eher unwürdige Posse spielte sich kurz vor dem Konzert der russischen Anarcho-Band Pussy Riot ab: Wegen eines Graffito wurden drei Mitglieder der Band vorübergehend in Gewahrsam genommen. Am nächsten Tag war dieses schon wieder weg – allerdings nicht all die anderen Graffiti rundherum, was doch eher seltsam anmutet. Darauf wäre übrigens die Entfernung zum Krieg in der Ukraine angegeben gewesen.

  • Unsere Meldung zum Tod von Michail Gorbatschow finden Sie hier.
  • Hier geht es zur Recherche von Tamedia. (Paywall)
  • Unser Interview mit Pussy Riot (vor dem Graffito-Zwischenfall) finden Sie hier.
Stromleiste
© Keystone / Salvatore Di Nolfi

Das KMU-Land Schweiz entdeckt die Stromeffizienz.

Über 99% aller Unternehmen in der Schweiz sind KMU, haben also weniger als 250 Angestellte. Für sie sind die steigenden Strompreise potenziell gefährlich. Man könnte also meinen, sie haben ein besonderes Interesse daran, Strom zu sparen.

Energieeffizienz spielt aber bei den allerwenigsten ein Thema – bisher haben Energiekosten nur 3% bis 5% der Gesamtkosten ausgemacht. Nun, da sich das drastisch ändern könnte, haben auch sie das Potenzial für Einsparungen entdeckt. Und heuern Beratende an, die schnell helfen können, wie SRF News zeigt.

Allerdings ist das kein rein schweizerisches Thema. Studien aus Europa zeigten, dass rund 60% der wirtschaftlich lohnenden Massnahmen noch nicht ergriffen worden seien. Mit den steigenden Strompreisen würden aber diese immer schneller rentabel. Übrigens: Heute Nachmittag hat der Bundesrat seine Kampagne zum Stromsparen vorgestellt. Die stelle ich Ihnen morgen detailliert vor.

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Patricia Islas

Der Winter ist da: Wie sollte man an Ihrem Wohnort Energie sparen?

Wenn Sie in der Schweiz oder in Europa leben: Welche Massnahmen sollten Ihrer Meinung nach ergriffen werden, um in diesem Winter Energie zu sparen?

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Plakat der Europa-Initiative
© Keystone / Anthony Anex

Die Operation Libero und die Europa-Initiative.

Gestern hat die Organisation Operation Libero den Text ihrer Europa-Initiative veröffentlicht. Das hatte sie schon länger angekündigt, sie ist eine der lautesten Kritikerinnen des Bundesrates aus der Zivilgesellschaft.

Gemeinsam mit einigen weiteren Mit-Initiantinnen soll so die Schweiz aus der europapolitischen Sackgasse hinausgeführt werden, in der sich das Land seit dem einseitigen Ende des Rahmenabkommens befindet.

Nur: Um im vielleicht wichtigsten (und umstrittensten) Politik-Dossier etwas zu reissen, braucht es viele Mitstreiter:innen. Die aber im Moment noch nirgends sind – ausser den Grünen unterstützt sie keine Partei, auch kein wichtiger Verband. Wohl deshalb ist die Initiative auch noch nicht lanciert worden. Man wolle zuerst die Herbstsession abwarten, hiess es.

Schmelzender Gletscher
SRF-SWI

Schmelzende Gletscher in der Schweiz offenbaren ihre makabren Geheimnisse.

Die diesjährigen Rekordtemperaturen setzen den Gletschern stark zu. Dabei geschieht auch etwas Unerwartetes: Mit dem Rückgang des Eises treten menschliche Überreste und Flugzeugwracks zutage.

Fachleute sind der Meinung, dass immer mehr Leichen und Gegenstände auf den Gletschern auftauchen werden, weil sich die riesigen Eisschilde immer schneller zurückziehen. Und da immer mehr Menschen in den Bergen wandern und Gletscher überqueren, werde die Zahl der Funde wahrscheinlich noch steigen.

  • Unser Video mit beeindruckenden (und bedrückenden) Aufnahmen finden Sie hier.
SWI Studio
swissinfo.ch

Wollen Sie am Freitag live bei einer swissinfo.ch-Talksendung online dabei sein?

Wir von swissinfo.ch produzieren am Freitag, 2. September ein Streitgespräch über die AHV-Reform, eine der Abstimmungsvorlagen vom 25. September. Die Sendung richtet sich an Schweizer und Schweizerinnen im Ausland und wir möchten darum auch zwei bis drei Auslandschweizer dazuschalten.

Sie können während der Aufzeichnung den anwesenden Nationalräten Andri Silberschmidt (FDP) und Barbara GysI (SP) live über Zoom oder Teams Fragen stellen. Diesen Freitag um 13.30 Schweizer Zeit. Haben Sie Interesse? Bitte direkt beim Moderator melden: balz.rigendinger@swissinfo.ch

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Debatte
Gastgeber/Gastgeberin Alexander Thoele

Sind Sie vor kurzem in die Schweiz gezogen? Und wenn ja, warum?

Seit Anfang 2022 sind über 75’000 Fachkräfte aus Europa zum Arbeiten in die Schweiz gekommen. Gehören Sie auch zu ihnen?

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