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Stromleiste

Heute in der Schweiz

Liebe Auslandschweizerinnen, liebe Auslandschweizer

Der Strom an meinem Wohnort im Berner Seeland wird 80 Prozent teurer. Da wir mit einer Wärmepumpe heizen, erwarten wir eine happige Rechnung. Wenigstens animiert uns das zum Strom sparen, könnte man nun sagen. Doch die Hälfte der Rechnung macht die Stromnetzgebühr aus – und die ist fix.

Herzliche Grüsse

Strommast
© Keystone / Jean-christophe Bott

Explodierende Strompreise und Sparappelle der Regierung werfen Fragen auf.

Wir sollen laut Regierung möglichst viel Strom sparen, während Schweizer Energiefirmen derzeit überschüssigen Strom nach Deutschlandexportieren – mit Profit, versteht sich. «Wie geht das zusammen?», fragen die Handels-Zeitung und der Blick.

Lichtershow am Bundeshaus und wir müssen Strom sparen? Kippen Städte wegen Strommangel jetzt die Weihnachtsbeleuchtung? Die Stromsparapelle liefern der Gratiszeitung 20 Minuten Stoff für mehrere Artikel.

Die Sonntags-Zeitung hat sich darüber geärgert, dass ausgerechnet jetzt die ohnehin hohen Gebühren für die Benutzung des Stromnetzes nochmals deutlich ansteigen – und die Aktionäre von Swissgrid entsprechend profitieren.

Auch SRF fragt nach den Profiteuren der explodierenden Strompreise (Spoiler: Unternehmen wie Axpo oder BKW, im Ergebnis also Gemeinden und Kantone), um im Anschluss weitere Fragen aufzuwerfen: «Ist das in Ordnung so? Und soll das tatsächlich so bleiben? Oder sollen Kantone und ihre Stromkonzerne die sogenannten Übergewinne künftig abgeben?»

Schweizer Franken
© Kerystone / Ti-press

Mit der Inflation steigt der Druck auf die Notenbanken, die Zinsen zu erhöhen.

Nicht nur der Strom wird teurer, auch Kaffee, Butter, Brot und vieles mehr. In der Eurozone liegt die Teuerung bei über 9 Prozent.

Es wird erwartet, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag den Zins erhöht. Die Schweizerische Nationalbank dürfte am 22. September nachziehen, so der Tages-Anzeiger.

Die Schweiz hat einen Trumpf: Mit einer starken Währung wie dem Schweizer Franken kann man den Inflationsdruck mindern.

  • Den ganzen Artikel lesen Sie im Tages-AnzeigerExterner Link (Paywall).
  • Dank eines neuen Instruments könne die Europäische Zentralbank entschieden gegen Inflation vorgehen, sagt ein Experte in unserem aktuellen Geldcast.
Schweizer Hotels
Keystone / Urs Flueeler

Wenn Energiekrise und Inflation Sie deprimieren, stimmen Sie folgende Nachrichten vielleicht hoffnungsfroher (ausser Sie suchen gerade eine Wohnung in der Schweiz).

Die Schweizer Wirtschaft wächst weiter. Dies geht aus den heute veröffentlichten BIP-Zahlen des Seco hervor.

Laut einer Immobilienstudie der Credit Suisse sind leere Wohnungen in der Schweiz Mangelware. Zum einen werden weniger Wohnungen gebaut, zum anderen ist die Nachfrage durch das Wirtschaftswachstum und die Zuwanderung stark.

Die Schweizer Hotellerie erholt sich in Riesenschritten von Pandemie. Ausländische Tourist:innen kehren im grossen Stil in die Schweiz zurück.

Demi Hablützel
zVg

«Politische Rechte sind kein Tool zur Inklusion!», findet Demi Hablützel von der Jungen SVP.

In einem Meinungsbeitrag auf swissinfo.ch begründet Demi Hablützel, Präsidentin der Jungen Schweizerischen Volkspartei (JSVP) des Kantons Basel-Stadt und angehende Juristin, warum sie gegen das von Linken geforderte Ausländerstimmrecht ist.

«Wieso eine Belohnung vor der Leistung? Wieso politische Rechte vor der Integration?», fragt Hablützel. Politische Rechte sollten kein Tool für Integration darstellen, sondern das verdiente Ziel am Ende der persönlichen Integrationsphase sein, heisst: nach der Einbürgerung.

Demi Hablützels Partei macht derzeit mit einem anderen Anliegen Schlagzeilen: Die Junge SVP möchte mit einer Petition die Winnetou-Filme zurück ins SRF bringen – und trifft damit laut einem Experten den Nerv der Zeit.

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