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Mann mit Maske in der Hand

Heute in der Schweiz

Sehr geehrte Damen und Herren

Der Bund empfiehlt die Auffrischungsimpfung. Und nach der gestrigen Fahrt ist mir klar: Ab heute trage ich im öffentlichen Verkehr wieder Maske.

Freundliche Grüsse aus Bern

Mann mit Maske in der Hand
Keystone / Anthony Anex

Die Covid-Zahlen steigen wieder an, der Bund empfiehlt die Auffrischungsimpfung.

Gestern im Zug haben wieder etliche Leute gehustet. Was ja klar ist, es ist Herbst und die Nächte sind deutlich kühler geworden. Nur steigen aber auch die Covid-Fälle wieder stark an. In meinem Umfeld sind wieder mehrere Freunde erkrankt.

Massnahmen hat die Regierung bisher keine angekündigt, aber das kann sich ändern – immerhin steigen auch die Hospitalisierungen markant an. Ich für mich habe schon entschieden, die Maske im ÖV wieder anzuziehen. Kann nicht schaden.

Die Regierung hat auch die Auffrischungsimpfung empfohlen: Ab dem 10. Oktober für alle ab 16 Jahren, insbesondere Ältere und solche mit erhöhtem Erkrankungsrisiko. Die Impfung ist gratis.

Symbolbild Internet
AFP

Hat das Internet noch eine Zukunft? Wenn ja: Wie viele?

Eine Zukunft hat es sicher, fragt sich nur, was für eine. Für den ETH-Sicherheitsanalysten Kevin Kohler ist es durchaus denkbar, dass sich das Internet zersplittern könnte – so dass es mehrere «Internets» gäbe, die physisch voneinander getrennt wären.

Bereits heute sehen wir Entwicklungen, die in diese Richtung gehen. Einerseits haben wir nationale Fragmentierungen, so dass vermehrt Länder ihre nationalen Netze einhegen, um besser ihre eigene Propaganda streuen zu können und den freien Zugang zu Information einzuschränken.

Andererseits ist vor allem China gerade dran, eigene Infrastruktur aufzubauen, um so technologisch unabhängig vom Westen zu sein. Sehen wir also eine digitale Deglobalisierung? So eindeutig ist das nicht, wie ich im interessanten Gespräch gelernt habe.

  • Lesen Sie hier mein Interview mit Kevin Kohler.
  • Zwei Gastautoren sprechen sich für eine Stärkung des «Digitalen Genfs» aus. Hier können Sie lesen, was sie damit meinen.
Symbolbild Demokratie
Brain Light / Alamy Stock Photo

Kann es eine transnationale Demokratie geben?

Ich bin sozusagen beruflich dem Echo der Welt ausgesetzt: Wenn irgendwo etwas geschieht, das von Medien aufgenommen wird, hallt es potenziell bis zu mir. Da ich mich vor allem mit Politik beschäftige, ist es – leider – meist negativ. Das sind die Momente, in denen ich dankbar bin, in einer Demokratie zu leben. Und mir das Gleiche für alle anderen auch wünsche.

Andere wünschen sich das nicht nur, sondern denken gleich noch einen Schritt weiter. Beim Weltforum für Demokratie in Luzern widmete sich ein Panel dieser Diskussion: Wie kann jede Person über globale Fragen abstimmen?

Klingt utopisch? Klar. Aber angesichts des Klimawandels vielleicht auch notwendig. Die schwierige Umsetzung hat die Diskussionsteilnehmer:innen jedenfalls nicht davon abgehalten, sich engagiert darüber zu unterhalten. Und vielleicht passiert im Nachgang das, was oft nach Schweizer Debatten passiert: Es kommt eine Initiative zustande.

  • Hier finden Sie den Artikel meines Kollegen Benjamin von Wyl.
  • Schauen Sie hier unsere Video-Interviews mit Teilnehmer:innen des Weltforums für Demokratie 2022.
E-Voting Symbolbild
© Keystone / Jean-christophe Bott

Bekannter Kryptograph sagt: E-Voting wird nie sicher sein.

Der Amerikaner Bruce Schneier ist Kryptograph und als solcher ein Meister seines Fachs: Er berät Regierungen und Institutionen, doziert und tritt häufig in den Medien auf. Ein kritischer, aber weitum respektierter IT-Fachmann.

In einem Interview weist er auf Probleme mit dem E-Voting hin. Ein wesentliches ist, dass es einen Widerspruch zwischen dem Recht auf geheime Wahlen und der generellen Verifizierbarkeit im Netz gibt.

Zudem: Bei E-Voting könne es immer Manipulationen geben, das sei ein schwer zu verhinderndes, systemisches Problem. Man mag hinzufügen: Das gilt für alle Wahlen – man schaue sich die Scheinreferenden in den russisch besetzten Gebieten in der Ukraine an.

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