Heute in der Schweiz
Sehr geehrte Damen und Herren
Wer folgt auf Ueli Maurer im Bundesrat? Einiges deutet darauf hin, dass es ein Mann aus Bern sein wird.
Freundliche Grüsse aus Bern
Wird ein Berner der Nachfolger von Ueli Maurer?
Der ehemalige SVP-Parteipräsident Albert Rösti bewirbt sich für den Bundesratssitz von Ueli Maurer – nun auch offiziell, nachdem lange darüber spekuliert wurde. Vor ihm meldete bereits der Ständerat Werner Salzmann sein Interesse an.
Damit sind bisher zwei Berner, die Interesse bekundet haben. Mal schauen, ob da noch mehr kommt. Die Partei entscheidet in einer Woche, wen sie für das Amt empfehlen will. Die Ersatzwahl findet dann am 7. Dezember statt.
Aktuell relevante Profile haben beide: Salzmann ist ein alter Militär, Rösti ist Energiepolitiker. Je nachdem, wer gewählt wird, wird es eine Departementsrochade geben – das ist auch für alle anderen Parteien interessant, die ihre Leute neu positionieren wollen. Zudem ist bald mit weiteren Abgängen im Bundesrat zu rechnen. Es ist also die Zeit der Strateg:innen gekommen.
- Lesen Sie hierExterner Link den Bericht auf SRF News.
- Auch der Blick hat darüber geschriebenExterner Link.
- Watson über die NominationExterner Link von Albert Rösti.
Der Nachrichtendienst (NDB) will sein Mandat ausbauen. Unter anderem mit drakonischen Bussen.
Das neue Nachrichtendienstgesetz hat bereits für Aufsehen gesorgt, sollte doch der NDB bei Bedarf das Berufsgeheimnis von Gesundheitspersonal, Pfarrern oder Anwältinnen aushebeln können.
Nun geht es um die Gastronomie: So müssen zum Beispiel Angestellte von Beherbergungsbetrieben Auskunft geben sowie Aufzeichnungen von Videokameras und Daten über Gäste aushändigen. Kommen sie der Aufforderung nicht nach, drohen Bussen von bis zu 100’000 Franken.
Nicht nur ist der Betrag absurd hoch (und höher als vergleichbare Bussen). Fragwürdig ist auch, dass aus dem Dienst nicht nur eine ermittelnde, sondern gleichzeitig auch strafende Behörde werden soll. Nächstes Jahr kommt das neue Gesetz vor das Parlament.
- Lesen Sie hierExterner Link den Beitrag der Berner Zeitung.
Wie ging die Schweiz mit der Ölkrise 1973 um? Und was können wir davon für heute lernen?
Das von Saudiarabien und Russland angeführte Ölkartell Opec+ hat angekündigt, die Produktion zu drosseln. Das bedeutet, dass der Ölpreis steigen wird und damit vermutlich auch höhere Kosten auf die Konsument:innen zukommen.
Solche Drosselungen gibt es immer wieder, die bekannteste war die sogenannte Erdölkrise von 1973. Auch damals stand man unter dem Druck der Energielieferanten – wenn auch ausschliesslich aus dem arabischen Raum. Und auch damals forderten Regierungen in ganz Europa dazu auf, den Konsum von Heizöl und Treibstoffen einzuschränken.
Es folgten autofreie Sonntage, Einschränkungen und eine Wirtschaftskrise. Aber auch eine neue Energiepolitik – die bis heute nachwirkt. Im Kontext der aktuellen Krise wird nun voraussichtlich der Ausbau der erneuerbaren Energien forciert. Unabhängigkeit in der Energie senkt die Abhängigkeit von autokratischen Regimen – diese Erkenntnis hat das politische Bekenntnis zu Solar-, Wind- und Wasserkraft über Nacht gestärkt.
- Lesen Sie hier unseren Beitrag.
- Der Tages-Anzeiger hat über den jüngsten Entscheid der Opec+ geschriebenExterner Link.
Die Empa wird zum ersten Mal in 142 Jahren von einer Frau geleitet.
Zugegeben: Der Name klingt nicht sehr spannend. Empa steht für Eidgenössische Materialprüfungsanstalt. Doch was uns die neue Leiterin Tanja Zimmermann – die erste Frau überhaupt an der Spitze – erzählt, ist sehr interessant.
Ursprünglich auf Baumaterialien und später Textilien ausgerichtet, schlug die Empa Ende der 1980er-Jahre den Weg der interdisziplinären Forschung ein. Ihre Felder reichen heute von Kohlenstoff-Nanostrukturen bis zu städtischen Energiesystemen.
Hier wird also an der Zukunft geschraubt. Das ist vielleicht etwas salopp formuliert, aber falsch ist es nicht: Wir werden angesichts von Klimawandel und anderen Herausforderungen neue Technologien benötigen, um uns anzupassen – und das am besten schnell. Ihr Bonus: Wir haben ein Projekt auch filmisch für Sie porträtiert.
- Hier finden Sie den Artikel meines Kollegen Marc-André Miserez.
- Zur Video-Reportage geht es hier lang.
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