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Bild von zwei älteren Männer beim Spazieren

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizer:innen im Ausland

Es ist definitiv: Bei der Witwerrente diskriminiert die Schweiz Männer. Nach jahrelangem Kampf hat ein Schweizer Witwer vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Recht bekommen.

Freundliche Grüsse

Bild des Gerichtshofs in Strassburg
© Keystone / Christian Beutler

Die Schweiz diskriminiert Männer bei der Witwerrente.

Der Witwer Max Beeler musste sich durch sämtliche Instanzen kämpfen und das über 10 Jahre lang. Bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Sein Kampf hat sich gelohnt, er hat in Strassburg recht erhalten. «Ich habe nicht nur für mich und meine Töchter gekämpft, sondern auch für alle zukünftigen Witwer», so Beeler. Es könne jede Familie treffen.

Als seine Kinder volljährig wurden, strich ihm die AHV die Witwerrente. Weil er ein Mann ist. Als Frau hätte er die Witwenrente weiterhin erhalten. Damit diskriminiere die Schweiz die Männer, entschied nun das Menschenrechtsgericht. Dies lasse sich mit der Menschenrechtskonvention nicht vereinbaren.

Doch wer nun hofft, dass Witwer in Zukunft bessergestellt werden, könnte sich täuschen, schreibt der Tages-Anzeiger heute. Es könne auch andersrum laufen. Es ist möglich, dass Witwen in Zukunft ihre Privilegien verlieren, zum Beispiel kinderlose.

Bild vom E-Flugzeug
swissinfo.ch

In der Elektro-Fliegerei hinkt die Schweiz hinterher: Studierende wollen das ändern.

Sieben Testflüge in Dübendorf markierten den offiziellen Start von e-Sling – dem viersitzigen Elektroflugzeug. Entwickelt wurde es von Studierenden der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH). Zwei Jahre lang haben sie daran gearbeitet, bis es abheben konnte.

Wie bei allen elektrisch betriebenen Verkehrsmitteln sind auch beim e-Sling die Batterien und ihr Gewicht der entscheidende Punkt. Gerade im Falle eines Flugzeugs zählt jedes Gramm. Der Motor wiegt zwar nur 42 kg. Doch die Batterien, die in den Flügeln untergebracht sind, wiegen 224 kg. Damit kann das Flugzeug etwa eine Stunde fliegen und dabei 180 Kilometer zurücklegen.

Der nächste Schritt, um die Reichweite eines «umweltfreundlichen» Flugzeuges zu steigern, wird die Entwicklung eines Wasserstoffantriebs mit Brennstoffzellen sein, die direkt aus der Oxidationsreaktion von Wasserstoff Strom erzeugen. Das Verfahren ist grundsätzlich seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannt. Die aktuelle Herausforderung besteht darin, diese Systeme leichter und billiger zu machen.

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Bild von einm Haufen Kokain
Keystone / A4281/_christian Charisius

Einer der meistgesuchten Drogen-Gangster war von Zürich aus aktiv.

«Die Schweiz ist für die Organisierte Kriminalität nicht nur wie bisher oft angenommen ein Rückzugsort oder ein Platz zum Geldwaschen. Sondern es gibt hier viele Aktivitäten, die bisher unbemerkt stattgefunden haben», sagt der Fedpol-Sprecher heute in der Aargauer Zeitung. Das sei bemerkenswert, weil es nicht der gesellschaftlichen Wahrnehmung und auch nicht der Kriminalstatistik entspreche, die rückläufige Zahlen angebe.

Konkret geht es um den Drogenhandel und die damit verbundene Mafia. Im Februar wurde einer der meistgesuchten Verbrecher Europas in Zürich festgenommen. Er konnte unbemerkt zwei Jahre lang mitten in der Stadt leben, obwohl er zur Fahndung ausgeschrieben wurde. Flor Bressers, 36 Jahre alt, Belgier, hat einen Masterabschluss in Kriminologie. Damit hat er Karriere in der Unterwelt gemacht. Er gilt als Kopf einer kriminellen Organisation, die Kokain im Tonnenbereich aus Südamerika nach Europa importiert und hier vertrieben hat.

In den vergangenen sieben Jahren hat sich die weltweite Kokainproduktion gemäss dem Weltdrogenreport der UNO mehr als verdoppelt. In Kolumbien laufen die Geschäfte seit dem Friedensabkommen mit der kommunistischen Farc-Guerilla im Jahr 2017 besonders gut, schreibt die Aargauer-Zeitung. Das Land versorgt zwei Drittel des Weltmarktes mit Kokain. Aber auch Peru und Bolivien haben die Produktion gesteigert.

Gräberfeld in der SChweiz
© Keystone / Anthony Anex

Schweizer Start-up lanciert ein Facebook für Verstorbene.

«Nicht alle können rechtzeitig zu einer Beerdigung in der Heimat kommen, aber über eine solche Seite ist man emotional dennoch zumindest etwas näher bei der Trauergemeinschaft«, sagt Fabrice Carrel, Gründer des Start-ups Everlife. Das Unternehmen vermittelt Bestattungsanbieter und bietet Hilfe bei der Vorbereitung des eigenen, gewünschten Bestattungsprozesses.

Hinzu kommt nun auch ein Online-Service für die Trauer nach dem Ableben eines Mitmenschen. «Mit einer digitalen Seite à la Facebook können Hinterbliebene ihre Trauer vielfältiger ausdrücken, sei es mit ein paar Zeilen, Fotos von gemeinsamen Ferien oder einem Videoclip vom Smartphone.»

Das Errichten einer digitalen Trauerseite kostet einmalig 149 Franken. Sie bleibt auf ewig online. Ob das nicht etwas teuer sei, will die Aargauer Zeitung wissen. Schliesslich könnte man auch einfach einen Blog eröffnen oder auf Facebook seine Trauer ausdrücken. Wenn es nach dem Gründer von Everlife geht, könne man das durchaus auch machen. Jedoch ist sein Trauerportal ein geschützter Raum, der etwa per Google nicht auffindbar sei.

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