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Menschengruppe, die auf einer Alp in den Bergen mit Transparenten demonstriert.

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Das Mittelland grossflächig überbaut, Teile der Alpen mit riesigen glitzernden Solarfarmen "behangen": So könnte die neue, stromautarkere Schweiz aussehen. Doch die Projekte im Gebirge sind umstritten.

Beste Grüsse aus dem Berner "Goldenen Oktober"

Menschengruppe, die auf einer Alp in den Bergen mit Transparenten demonstriert.
© Keystone / Gabriel Monnet

Wie schnell es doch gehen kann in diesem Bern! Das Parlament senkte soeben die Hürden für den Bau grosser Photovoltaikanlagen in den Alpen.

Die Alpeninitiative ist demokratisch gesehen ein Desaster: Zwar verankerten die Stimmbürger:innen 1994 den Schutz des Alpenraumes vor dem Transitverkehr in der Schweizerischen Verfassung. Aber die Reduktion ist bis heute auch nicht nur annähernd umgesetzt.

Seither aber ist das Bewusstsein für den sehr sensiblen Lebensraum in der Höhe stark gewachsen. Das zeigt sich jetzt auch beim Widerstand gegen die Pläne einer Mehrheit des Parlaments, just dort rasch grossflächige Solarparks zu installieren – ohne die meisten der sonst üblichen strengen Auflagen.

Rückenansicht einer Sexarbeiterin in einem Nachtklub
Reuters

Das sind echte Bad News: Der Menschenhandel in der Schweiz hat stark zugenommen.

Seit 2019, als die letzten Zahlen erhoben wurden, haben Opferschutzorganisationen eine Zunahme von satten 50% registriert.

Er spielt sich direkt vor unseren Augen ab, und das immer unverhohlener: Der Menschenhandel, für mich ein Delikt der übelsten Sorte.

Dies darum, weil die Ausbeutung die verletzlichsten Menschen betrifft. 80% der Opfer sind Frauen, mehrheitlich aus afrikanischen Ländern. Zwei Drittel davon werden sexuell ausgebeutet, andere in die Kriminalität gezwungen.

Der Teufelskreis: Hoffnungen auf ein besseres Leben, Ködern mit falschen Jobangeboten. In der Schweiz angekommen, sieht die Realität dann anders aus: keine Aufenthaltsbewilligung, Unkenntnis der Rechtslage, ohne Kontakt zu Hilfspersonen.

Hand aufs Herz: Wer wendet sich in einer solch miserablen Lage an eine Behörde, vielleicht gar die Polizei?

Liegende kranke Frau auf dem Bett
Credit: Mariia Boiko / Alamy Stock Photo

Die Pandemie wird hoffentlich bald einmal Geschichte sein. Bleiben werden Menschen mit Long Covid.

Long Covid, der Oberbegriff für Langzeitfolgen einer Infektion mit dem Covid19-Virus, werde das Leben sowie die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen zerstören.

Das sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, der Chef der Weltgesundheitsorganisation letzte Woche.

In seinem dringenden Appell an die Regierungen und Gesundheitsbehörden, das neue Krankheitsbild ernst zu nehmen, ist auch die Schweiz mitgemeint.

Zwar ist – nach überlanger Bedenkzeit – Long Covid nun auch beim Bundesamt für Gesundheit als Thema angekommen. Doch was die vom WHO-Chef geforderte Datenerhebung betrifft, weist die Schweiz massive Lücken auf: Sie beteiligt sich nicht an der Plattform zum Austausch wichtiger Daten zu Long Covid.

Vorhang mit roten Spitzen
Kaoru Uda

Textilkunst aus Abfällen, inspiriert aus der Schweiz: Dies schafft die japanische Designerin Reiko Sudo.

Ihre Arbeiten sind im Museum of Modern Art in New York zu sehen. Kürzlich stellte auch das Textilmuseum in der ehemaligen Stickereihochburg St. Gallen Arbeiten von Sudo aus.

Eine Rohseide, die nicht für die Herstellung von Textilien verwendet werden konnte, verarbeitet die Künstlerin nun sogar zu Spitzen – dem Stolz der einst weltbekannten Schweizer Textilindustrie.

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