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Schweizer Frachter von Seeräubern angegriffen

Der Schweizer Hochseefrachter "Silvretta" ist Ende Oktober vor der Küste Nigerias von Piraten angegriffen worden. Die Seeräuber waren äusserst gewalttätig, so die Bundesbehörden.

Die Bundesbehörden bestätigten am Freitag einen Bericht der Westschweizer Tageszeitung La Liberte.

Am 30. Oktober sei die 170 Meter lange "Silvretta" der Suisse-Atlantique nachts vor dem Hafen von Lagos gelegen, um die Erlaubnis der Behörden zum Einlaufen abzuwarten. Dabei seien sie von den Piraten angegriffen, die mit Kalaschnikows die Kommandobrücke stürmten.

Die 24-köpfige Mannschaft, ukrainische Seeleute, sei in der Folge äusserst brutal behandelt worden, sagte Michael Eichmann, Stabschef im Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung. "Die Männer mussten sich auf den Boden legen und wurden mit Gewehrkolben geschlagen. Dazu schossen die Piraten aus nächster Nähe über die Köpfe der Opfer hinweg."

Die Piraten raubten Computer und Wertsachen der Mannschaft, dann zogen sie wieder ab.

Es handelt sich um den ersten solchen Zwischenfall mit einem Schiff der Suisse-Atlantique seit den 1980er-Jahren, als eines der Schiffe in der Karibik angegriffen wurde.

Die Reederei hat etwa ein Dutzend Schiffe unter Schweizer Flagge. Insgesamt umfasst die Schweizer Hochseeflotte 35 Schiffe. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zur Sicherstellung der Landesversorgung aufgebaut.

swissinfo.ch und Agenturen


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