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In den letzten Monaten haben Personen bei den Kantonen 14'995 Waffen freiwillig abgegeben. Der Grund: Im Schengenraum dürfen Private keine Waffen mehr besitzen, die nicht auf ihren Namen registriert sind.

Was Schweizerinnen und Schweizer aus ihren Estrichen, Schränken und unter Betten hervorkramten und freiwillig zum Vernichten brachten, liess manch einem Polizisten an der Abgabestelle die Haare zu Berge stehen: So waren in Basel rund zwei Dutzend Schusswaffen noch geladen, die zur Sammelstelle gebracht wurden. In Schaffhausen landete eine Artilleriegranate aus dem Jahr 1916 im Sammelgut.

Im Appenzellischen stiessen die Polizisten auf Minenwerfergeschosse und in Glarus auf einen Degen, der als Spazierstock getarnt war.

Die Mehrheit der Waffen stammt jedoch aus Beständen der Schweizer Armee: Karabiner, Bajonette, Sturmgewehre. Darunter auch Raritäten, die im Zweiten Weltkrieg von deutschen und US- Soldaten verwendet wurden.

Die Sammelaktionen gehen auf eine Anpassung an Schengen-Recht zurück. Seit Inkrafttreten des revidierten Waffenrechts am 12. Dezember 2008 fällt nicht nur der Erwerb, sondern auch der Besitz unter die Waffengesetzgebung. Bis zum 11. Dezember haben Waffenbesitzer in der Schweiz Zeit, ihre Waffen straffrei abzugeben oder registrieren zu lassen.

Laut Fedpol wurden im ersten Halbjahr 2009 landesweit 13'819 Waffen nachgemeldet. Wie viele Waffen es gesamthaft gibt in der Schweiz ist nicht bekannt, da kein zentrales Waffenregister existiert. Schätzungen gehen von einer bis drei Millionen aus.

swissinfo.ch und Agenturen


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