Schweizer Hilfe kommt in Gang

Seebeben in Südasien: DEZA-Zahlen der Schweizer Hilfskräfte vor Ort. swissinfo.ch

Die Schweizer Regierung hat 27 Mio. Franken Soforthilfe für die am meisten von der Flutwelle der letzten Woche betroffenen Länder in Südasien bewilligt.

Dieser Inhalt wurde am 03. Januar 2005 - 14:40 publiziert

swissinfo schaut, wie das Geld ausgegeben wird und wo die Schweizer Helfer eingesetzt werden.

Die Schweizer Unterstützung für die Tsunami-Opfer wird durch das Schweizerische Korps für humanitäre Hilfe (SKH) koordiniert; das SKH ist eine Unterabteilung der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA).

Die DEZA hat Katastrophen-Management und Nothilfe-Experten nach Thailand, Sri Lanka, Indien, Indonesien und auf die Malediven entsandt.

Zusätzlich wurden einige Schweizer Experten für humanitäre Hilfe den Programmen zugewiesen, die von der UNO und der in Genf beheimateten Welt-Gesundsheits-Organisation (WHO) zusammengestellt werden.

Indonesien

Eine fünfköpfige Schweizer Mannschaft ist seit Freitag in Indonesien im Einsatz. Ein Mitglied des Teams blieb in Medan zur Koordination von Hilfsoperationen, während die anderen in die am schwersten betroffene Provinz Aceh geschickt wurden.

Die Schweizer Experten arbeiten mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften sowie mit der UNO zusammen.

Am Montag startete die Schweiz mit einer Luft-Operation. Eine erste Frachtmaschine mit 40 Tonnen Hilfsgütern an Bord sollte Zürich noch am Montag Richtung Sumatra verlassen. In den kommenden Tagen folgen drei weitere Flüge mit insgesamt 105 Tonnen Hilfsgütern.

Die Maschinen transportieren Medikamente, Zelte, Schlafsäcke, Decken und Kochgeräte für die Provinz Aceh. Das Hilfsmaterial wurde vom IKRK und dem Schweizer Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellt.

Gemäss den SKH-Spezialisten in der Provinz Aceh ist die Nachfrage nach Hilfsmitteln immens, die Verteilung in die vom Tsunami am stärksten heimgesuchten Orte sei jedoch "extrem schwierig". Regenfälle und schlechte Transportwege erschweren die Nothilfeleistungen an die Bevölkerung.

SKH-Mitarbeiter berichten von einer grossen Fahrzeug- und Treibstoff-Knappheit. Weiter behindern Strassenzustand und zerstörte Fernmelde-Infrastrukturen die Mobilität.

Thailand

Letzte Woche wurde ein kleines Schweizer Care-Team, zusammengesetzt aus Psychologen, Psychiatern und Seelsorgern, nach Thailand geschickt, um Schweizer Staatsbürger zu unterstützen, die Verwandte oder Freunde verloren haben oder suchen. Das Schweizer Aussenministerium hat die Zahl des Botschaftspersonals in Bangkok erhöht.

Ausserdem hat die Schweiz eine 24-köpfige Expertengruppe nach Thailand geschickt. Sie beschäftigt sich mit der Identifizierung der Flutwellen-Opfer.

Sri Lanka

Die Schweizer Hilfsmannschaft in Sri Lanka arbeitet in zwei Regionen: Matara im Süden und Baticaloa an der Ostküste der Insel. Ihre Hauptaufgabe besteht im Kauf und der Verteilung von Ausrüstungsmaterialien für die Auffanglager, die für die Menschen bereitgestellt werden, welche bei der Flutwelle ihr Hab und Gut verloren haben. Die Schweiz stellt Hilfsmittel für 3'000 Familien in Sri Lanka zur Verfügung.

Indien

Schweizer Nothilfe-Experten helfen bei der Wiederherstellung von Trinkwasser-Systemen und bei der Säuberung von Brunnen. Wichtige Materialien wie Werkzeuge und Wassergefässe werden auf die Lager verteilt.

Malediven

Das SKH hat zwei Wasser-Hygiene-Experten auf die Malediven geschickt. Sie arbeiten mit einer WHO-Mannschaft um sicherzustellen, dass an genügend Wasserausgabe-Stellen sauberes Wasser ausgegeben werden kann.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Die Schweiz hat Katastrophenhilfe-Teams in folgende Länder geschickt:
Indonesien
Indien
Sri Lanka
Thailand
Malediven

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