Schweizer Hilfsprogramm "Cash for shelter" startet auch im Kosovo

Das vor drei Monaten lancierte Schweizer Hilfsprogramm „Cash for shelter“ startet nun auch im Kosovo. Bisher fanden dank diesem Projekt rund 50 000 Kosovo-Albaner in Albanien und Mazedonien eine Unterkunft.

Dieser Inhalt wurde am 23. September 1999 - 11:18 publiziert

Das vor drei Monaten lancierte Schweizer Hilfsprogramm „Cash for shelter“ startet nun auch im Kosovo. Bisher fanden dank diesem Projekt rund 50 000 Kosovo-Albaner in Albanien und Mazedonien eine Unterkunft.

Mit „Cash for shelter“ (Geld für Unterkunft) sollen die Flüchtlinge vor dem Wintereinbruch ein Dach über dem Kopf erhalten. Familien, die Flüchtlinge aufnehmen, erhalten einen finanziellen Zustupf. Dafür wurde ein Fonds von über 12 Millionen Dollar eingerichtet. Zehn Millionen wurden von der Schweiz zur Verfügung gestellt, 2 Millionen von Liechtenstein.

Die ersten Beiträge im Kosovo wurden nach Angaben von Armin Ullmann, Projektleiter des Schweizerischen Katastrophenhilfekorps (SKH), vor rund 10 Tagen ausbezahlt. Das Geld dient vor allem dem Wiederaufbau der Häuser. Nutzniesser sind Kosovo-Albaner, die trotz des Kriegs in der Provinz geblieben sind, aber auch Flüchtlinge. Um von der Wiederaufbau-Hilfe profitieren zu können, müssen die Hausbesitzer Flüchtlinge oder Vertriebene aufnehmen.

Die Höhe der Beiträge ist unterschiedlich und hängt vom Umfang der nötigen Reparaturen ab. Maximal werden bis zu 8000 Franken ausbezahlt. Das Projekt soll ermöglichen, in einer ersten Phase 2800 Flüchtlingen Unterkunft zu verschaffen. Die Zahl soll sich in den kommenden Wochen noch deutlich erhöhen, da das Programm nun auf den Kosovo konzentriert wird.

Das Programm könnte künftig auch auf Serbien ausgedehnt werden. Dort soll vor allem auch den Roma geholfen werde, die aus dem Kosovo verteiben wurden. Das Projekt ist laut Projektleiter Ullmann flexibel und kann den Umständen angepasst werden. Nachdem die meisten Vertriebenen bereits in die südserbische Provinz zurrückgekehrt seien, müsse der Schwerpunkt des Projekts nun dorthin verlagert werden.

Das Programm läuft bereits seit drei Monaten in Albanien und Mazedonien. In Albanien erhalten die Gastfamilien 15 Franken pro Tag, die Flüchtlinge 10 Franken Essensgeld. In Mazedonien wird den Gastfamilien ein fester Betrag von 175 Franken ausbezahlt. Die unterschiedlichen Zahlungsarten sind bedingt durch Vereinbarungen mit den lokalen Behörden. Im Kosovo können die Zahlungen deutlich höher liegen. Der Grund dafür ist, dass in Albanien und Mazedonien anders als im Kosovo keine Häuser durch den Krieg beschädigt oder zerstört wurden.

SRI und Agenturen

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