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Schweizer Industrie läuft auf Hochtouren

Die Kapazitäten gewisser Industrie-Branchen erreichen langsam ihre Grenzen.

(Keystone)

Die Auslastung der Schweizer Industrie ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Gemäss der UBS stossen viele Unternehmen an ihre Kapazitätsgrenzen.

Fast zwei Drittel der von der Bank befragten Betriebe meldeten einen besseren Geschäftsgang, die Hälfte verzeichnet mehr Exporte. Rund 40% der Unternehmen rekrutieren zusätzliches Personal.

Die Schweizer Industrie-Betriebe sind im vergangenen Quartal stärker ausgelastet gewesen als je zuvor. Nur leicht gedämpft sind die Erwartungen der befragten rund 340 Unternehmen für das vierte Quartal, wie die UBS am Dienstag mitteilte.

Der Geschäftsgang der Schweizer Industrie läuft weiterhin auf Hochtouren. Der aus der Umfrage im vergangenen Monat abgeleitete UBS-Konjunkturindikator veranschlagt für das dritte und vierte Quartal denn auch weiterhin hohe Jahreswachstumsraten der Wirtschaft von 2,7 respektive 3,1%.

Die Kapazitätsauslastung hat einen neuen Höchststand erreicht. 61% der Umfrageteilnehmer meldeten für das dritte Quartal einen besseren Geschäftsgang.

Dieser wird als Mittelwert der Indikatoren Bestellungseingang, Umsatz und Produktion errechnet. Insbesondere zugenommen haben die Exportaufträge, wo 52% der Betriebe ein Wachstum verzeichneten.

Auch Inlandnachfrage rege

Aber auch die Inlandnachfrage blieb rege. So meldeten 41% der Betriebe eine Zunahme.

Mit 91,4% waren die Produktionskapazitäten stärker ausgelastet als je zuvor. 40% der befragten Unternehmen rekrutierten zusätzliches Personal, nur 12% mussten die Beschäftigung reduzieren.

Nur wenig gedämpft sind die Erwartungen zum Geschäftsgang im vierten und letzten Quartal 2007. Die Unternehmen gehen daher per Saldo auch von einer weiteren Erhöhung ihrer Verkaufspreise aus.

Teuerung dürfte Gewinnwachstum dämpfen

Gleichzeitig machten sich allerdings teurere Vorleistungen und höhere Personalkosten zunehmend bemerkbar. Das in jüngster Zeit beachtliche Gewinnwachstum dürfte damit einen leichten Dämpfer erfahren.

Trotzdem gehen aber 38% der Befragten von einem im Vorjahresvergleich höheren Unternehmensgewinn aus, 18% rechnen dagegen mit tieferen Gewinnen.

Branchen zeigen unterschiedliches Bild

Ein Blick auf die Branchen zeigt laut UBS aber ein unterschiedliches Bild. So stachen im dritten Quartal die Uhrenindustrie, Chemie/Pharma sowie Holz und Möbel mit einem überdurchschnittlichem Geschäftsgang hervor, während die Kunststoff- und Nahrungsmittelindustrie hinterher hinkte.

Für das vierte Quartal besonders optimistisch sind die Exponenten der Textil-, Uhren- und Papierindustrie. Am zurückhaltendsten ist man hingegen in der Kunststoffindustrie.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Die Wirtschaft wächst 2007 stärker als ursprünglich erwartet.

Gemäss den jüngsten Prognosen beträgt das Wachstum für das ganze Jahr mehr als 2,5%.

Die von verschiedenen Spezialisten verfassten Prognosen reichen von 2,5% (Nationalbank und Credit Suisse) bis zu 2,8% (Konjunkturforschungsstelle ETH Zürich).

Für das kommende Jahr rechnen alle Prognostiker aber mit einem geringeren Wachstum von knapp unter 2%.

Parallel dazu verzeichnet die Schweiz eine sinkende Arbeitslosigkeit.

Im September sank die Zahl der Arbeitslosen unter 100'000, was einer Quote von 2,5% entspricht.

Innerhalb eines Jahres verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen um fast einen Fünftel.

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