Schweizer Retter im türkischen Erdbebengebiet stellen Suche nach Überlebenden ein

Die Rettungskette Schweiz hat ihre Suche nach Überlebenden im Erdbebengebiet in der Türkei am Montagabend (15.11.) eingestellt. Unterdessen wurde bekannt, dass eine von einem Schweizer Team geortete Frau am Sonntag (14.11.) lebend geborgen werden konnte.

Dieser Inhalt wurde am 16. November 1999 - 09:25 publiziert

Die Rettungskette Schweiz hat ihre Suche nach Überlebenden im Erdbebengebiet in der Türkei am Montagabend (15.11.) eingestellt. Unterdessen wurde bekannt, dass eine von einem Schweizer Team geortete Frau am Sonntag (14.11.) lebend geborgen werden konnte.

Die Katastrophenhunde des Schweizer Teams orteten in Düzce insgesamt 24 Verschüttete, wie das Schweizerische Katastrophenhilfekorps (SKH) am Montagabend bekannt gab. Erst am Montag erfuhren die Retter, dass eine 48-jährige Frau, die von Schweizer Suchhunden geortet worden war, am Sonntagvormittag von türkischen Helfern lebend geborgen werden konnte. Zur Bergung musste der Frau ein Arm amputiert werden, wie SKH-Sprecher Stefan Kaspar sagte.

Die Schweiz beteiligte sich mit 92 Helfern und 15 Suchhunden an den Bergungsarbeiten nach dem schweren Erdbeben vom vergangenen Freitagabend (12.11.). Es gebe viele ausländische Teams vor Ort, aber die Zahl der Verschütteten sei erfreulicherweise nicht so gross wie zunächst befürchtet worden sei, sagte der SKH-Sprecher. Die Schweizer Equipe, die an 16 Schadensplätzen im Einsatz stand wird voraussichtlich am Mittwochnachmittag (17.11.) in die Schweiz zurückkehren.

Das Schweizer Hilfswerk Caritas, das seit Mitte August in der Türkei in der Not- und Wiederaufbauhilfe zugunsten der Opfer des verheerenden Erdbebens engagiert ist, will laut eigenen Angaben so rasch als möglich wintersichere Zelte und Gasöfen in die Provinz Bolu liefern. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) beteiligt sich ebenfalls mit dem Einsatz von Zelten und Wolldecken an der Hilfe für die Obdachlosen in der vom Erdbeben betroffenen Region.

Nach neuesten Bericht aus Ankara kamen bei dem verheerenden Erdbeben im Nordwesten der Türkei mindestens 547 Menschen ums Leben. Rund 3'300 Personen wurden verletzt.

SRI und Agenturen

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