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Schweizer Rettungskette im indischen Erdbebengebiet aktiv

Rettungskräfte im indisch-pakistanischen Erdbebengebiet bergen ein Todesopfer.

(Keystone)

Die Zahl der Toten nach dem gewaltigen Erdbeben in Gujarat im Westen Indiens steigt weiter. Die Behörden rechneten am Sonntag (28.01.) mit bis zu 16'000 Opfern, die Medien gar mit 20'000. Das Schweizerische Katastrophenhilfekorps ist mit Suchteams aktiv.

Nach Berichten des Fernsehsenders "Zee News" könnte die Zahl dramatisch ansteigen, da noch 125'000 Menschen unter den Trümmern vermisst würden. Inzwischen trafen erste Hilfsteams aus dem Ausland in Indien ein, um bei der Suche nach Verschütteten zu helfen.

Suchteams des Schweizerischen Katastrophenhilfekorps (SKH) konnten kurz nach der Ankunft in Ahmedabad zwei Überlebende retten. Wie der Informations-Beauftragte der Rettungskette Fred Lauener mitteilte, wurde ein 14-jähriger und dessen Mutter in Ahmedabad aus den Trümmern geborgen.

Anders als nach früheren Katastrophen lässt Indien Helfer, wie die über 50 Mitarbeitenden der Schweizer Rettungskette, unbürokratisch ins Land. All diese Leute bekämen bei ihrer Ankunft ein Visum, sagte Bhaskar Barua vom Krisenstab. Auch Grossbritannien, Taiwan und andere Länder schicken Fachleute. Pakistan bot ebenfalls Hilfe an.

Nachbeben

Am Sonntagmorgen lösten Nachbeben Panik aus. Die Leute seien auf die Strasse gelaufen, die Erdstösse hätten aber keine weiteren Schäden angerichtet, sagte Haren Pandya, der Innenminister von Gujarat. Dort hatte das Beben am Freitag (26.01.) mit einer der Stärke 7,9 auf der Richterskala mehrere Städte teilweise zerstört.

Das Erdbeben, das stärkste in Indien seit 51 Jahren, hat auch eine wirtschaftliche Katastrophe zur Folge. Der indische Industrie- und Handelskammer-Verband FICCI schätzt die Gesamtschäden an Gebäuden und durch Produktionsausfälle auf mehr als umgerechnet 4 Mrd. Franken.

Spendenaufruf der Glückskette

Die Glückskette der SRG SSR idées suisse hat einen Spendenaufruf für die Erdbebenopfer in Indien gestartet. Für Soforthilfe hat die Organisation bereits 250'000 Franken zur Verfügung gestellt. Auch das HEKS hat bereits 100'000 Franken bewilligt, und die Caritas stellt einen Betrag von 250'000 Franken für die Nothilfe zur Verfügung. Das Spendenkonto lautet: PC 10-15000-6, Vermerk "Erdbeben Indien".

swissinfo und Agenturen


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