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Schweizer Software hilft Olympia auf die Sprünge

Die Software von Dartfish verhilft Athleten zu besserer Technik. (Dartfish)

Eine kleine Schweizer Firma spielt mit ihrer Software eine grosse Rolle bei den Olympischen Spielen in Athen.

Die von der Freiburger Firma Dartfish entwickelte Software wird bereits von 90% aller US-Teams erfolgreich eingesetzt.

Der Name mag den TV-Zuschauern nichts sagen. Doch Sport-Begeisterte in der ganzen Welt haben die Dartfish-Technologie sicher schon einmal gesehen.

Zum Beispiel wenn die Fahrt zweier Skirennfahrer übereinander auf dem gleichen Bildschirm verglichen wird. Eine Funktion, die mit dem ersten Produkt von Dartfish, SimulCam, realisiert wird.

Heute wird die Technologie bei einer Vielzahl von Sportarten eingesetzt, von Skispringen bis zur Formel 1. Doch trotz der globalen Präsenz macht SimulCam nur 15% des Gewinns aus.

Einfacher Einsatz

Dartfishs grosser Wurf nämlich ist eine Bewegungsanalyse-Software, die SimulCam mit StroMotion verbindet, einem Programm, das eine Bildsequenz von Bewegungen eines Athleten generiert.

Nur eine kleine Videokamera und ein Laptop-Computer sind nötig, um die Stärken und Schwächen der Sportlerinnen und Sportler schonungslos aufzudecken.

Mit der Software können Bilder verschiedener Trainings übereinander gelegt werden, um aus den Fehlern lernen zu können oder Technik und Bewegungen zu verbessern.

Der grösste Vorteil der Software jedoch ist ihre Einfachheit. "Wir haben diesen Erfolg, weil jedermann die Software bedienen kann", betont Dartfish-Chef Jean-Marie Ayer.

Bessere Resultate

Ayer ist überzeugt, dass sein Produkt helfen kann, die Resultate eines Athleten zu verbessern. "Wir hoffen, dass es ein legaler Leistungssteigerer ist", sagt er gegenüber swissinfo.

Die Software wird weltweit bereits von über 5000 Spitzensportlern benutzt. Nun hofft Dartfish auf olympische Erfolge, um den Verkauf weiter erhöhen zu können.

Die Firma möchte auch in andere Marktsegmente eindringen und sucht nun im Bildungs-Sektor nach Möglichkeiten .

In Grossbritannien nutzen bereits 350 Schulen die Software im Sportunterricht. Nicht etwa, um Top-Athleten hervorzubringen, sondern schlicht um den Unterricht und die Leistungen der Schülerinnen und Schüler zu verbessern.

Das langfristige Ziel von Dartfish ist, dass die Software von Trainern und Athleten auf allen Stufen eingesetzt wird.

Visitenkarte

Obwohl der Verkauf an TV-Stationen nur einen kleinen Anteil des Gewinns ausmacht, bleibt er doch die Visitenkarte von Dartfish. So setzen sieben TV-Netzwerke die Software bei der Berichterstattung von den Olympischen Spielen ein.

"Die Präsenz in Athen erlaubt uns, unsere Pakete an Trainer zu verkaufen", erklärt Emanuel Reusens, Chef der Abteilung TV-Übertragungen bei Dartfish.

Laut Reusens kann SimulCam als ältestes Dartfish-Produkt aber immer noch besser werden. "Wir erhalten viele Anregungen von TV-Stationen, auch wenn wir sie nicht jedes Mal erfüllen können", ergänzt er.

"Doch indem wir Video mit Sensor- und Verfolgungs-Technologien verbinden, haben wir noch genügend Möglichkeiten, unser System zu erweitern."

swissinfo, Scott Capper
(Übertragen aus dem Englischen: Christian Raaflaub)

In Kürze

Dartfish wurde Ende 1998 gegründet.

Bis heute haben Investoren 17,8 Mio. Franken in Dartfish investiert. Im ersten Quartal 2004 schrieb die Firma erstmals schwarze Zahlen.

2003 hatte die Firma einen Umsatz von 5,5 Mio. Franken gemacht. Dieses Jahr sollen es 7,5 Mio. werden.

Die Firma beschäftigt 25 Personen, davon arbeiten 8 in den USA.

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