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Schweizer Spezialisten in Jenin

Minen und Sprengstoff erschweren die Suche nach Opfern im Flüchtlingslager Jenin.

(Keystone)

Zwei Mitglieder des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) helfen im palästinensischen Flüchtlingslager Jenin bei der Suche nach den Opfern.

Noch immer ist unklar, wie viele Tote es im Flüchtlingslager Jenin nach den Gefechten zwischen israelischen Soldaten und palästinensischen Kämpfern gegeben hat. Menschenrechts-Organisationen rechnen mit mindestens 300 Toten. Das UNO-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge (UNRWA) geht dagegen von 150 bis 200 Toten aus.

Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) haben bislang 35 Leichen geborgen, wie UNRWA-Sprecher René Aquarone am Donnerstag in Genf mitteilte.

IKRK bittet um Hilfe

Inzwischen sind auch zwei Mitglieder des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe (SKH) in Jenin eingetroffen. Sie helfen auf Bitte des IKRK bei der Suche nach den Opfern.

Die humanitären Organisationen verfügten nicht über die notwendigen Mittel für die Aufräum- und Rettungsarbeiten, sagte Vincent Lusser, Sprecher des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) am Donnerstag. Die Organisation hatte deshalb die Schweiz, Norwegen und Deutschland um Hilfe gebeten.

Erdbeben-Experten gefragt

Wegen der Zerstörungen in Jenin seien Retter gefragt, die Erfahrung in Erdbeben-Einsätzen hätten. Laut IKRK sah es in Jenin nach der israelischen Militäroffensive aus wie nach einem Erdbeben. (siehe Link)

Gemäss einer ersten Inspektion seien 800 der 2000 bis 3000 Unterkünfte zerstört worden. Nur noch 8000 der ehemals 14'000 Flüchtlinge befänden sich im Lager.

Minengefahr erschwert Suche

Das IKRK schloss nicht aus, dass noch Überlebende unter den Trümmern der Häuser blockiert seien. Die Gefahr von Minen und Sprengstoff erschwere die Suche zusätzlich, sagte Lusser.

Die beiden Schweizer Experten sollen bis am 25. April in Jenin bleiben, sagte Joachim Ahrens, Sprecher der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA). Sie überprüften vor allem die Stabilität der Gebäude im Lager und evaluierten auch die nötigen Reparaturarbeiten.

Dies sei ein erster Schritt, sagte Ahrens. Eine zusätzliche Hilfe der Schweiz sei möglich; sie hänge davon ab, was aus der jetzigen Evaluierung der Schäden resultiere.

swissinfo und Agenturen

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