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Schweizer Sport in Athen auf Sparflamme

Präsentation von drei der fünf Schweizer Medaillen.( von links) Bruno Risi mit Franco Marvulli, Stefan Kobel und Patrick Heuscher und Sven Riederer.

(Keystone)

Die Schweiz war weniger gut als in Sydney. Mit total fünf Medaillen erreichte die heimkehrende Schweizer Delegation nur die Minimal-Quote.

Das Ziel wurde aber nicht ganz verfehlt. Sie errang immerhin ihre 47. Goldmedaille in der Geschichte der Spiele.

Bei der Schweizer Delegation blieben während dieser Sommer-Spiele einige Medaillen-Hoffnungen unerfüllt, etwa jene von Tenniscrack Roger Federer, dem Weltranglisten-Ersten in dieser Sportart.

Federers Absturz in der zweiten Runde war nicht leicht zu verdauen, hatte er doch als sicherer Medaillenanwärter gegolten. Zum Glück sprang ein anderes Talent, Marcel Fischer, in die Bresche. Er bescherte der Schweiz die einzige Goldmedaille an diesen Spielen. Leider ging auch eine weitere grosse Medaillenhoffnung der Schweiz unter, der Judoka Sergej Aschwanden.

Die Schweizer Radfahrer-Equipen erhofften sich weitere Medailllen. Erst erkämpfte sich Karin Thürig im Zeitfahren eine Bronzemedaille. Und dann, auf der Rennbahn fuhren Franco Marvulli und Bruno Risi auf den zweiten Platz: Silber! Die hochgelobten Mountainbiker gingen hingegen leer aus.

Dafür erklommen die Beach-Volley-Baller Patrick Heuscher und Stefan Kobel neue Höhen. Mit Bronze wurden sie in den sportlichen Olymp aufgenommen.

Im Triathlon hatte sich die Siegerin von Sidney, Brigitte McMahon viel vorgenommen. Sie wollte an ihren Erfolg vor vier Jahren anknüpfen. Ein Platz auf dem Podest blieb ihr jedoch versagt. Sven Riederer besserte aber mit seinem tollen dritten Platz die Schweizer Triathlon- und Medaillen-Bilanz auf.

Weniger erfolgreich als in Sydney

Verglichen mit Sydney 2000 ist die Medaillenbilanz für die Schweiz weniger vorteilhaft. Vor vier Jahren hatte die Schweiz mit neun Medaillen den 36. Platz erreicht.

Dieses Jahr findet sich die Schweiz auf Platz 46. Ist sie ein Opfer der sportlichen Globalisierung? Nein, sie ist ein Opfer der ungenügenden Leistungen im Schwimmen, bei den Reitkonkurrenzen, beim Moutainbiking und bei der Leichtathletik.

Eines ist sicher: Die Schweizer Athletinnen und Athleten müssen lernen, sich durchzusetzen. Nur so können sie mithalten in der vordrängenden Konkurrenz von neuen Ländern wie Eritrea, das seine erste Goldmedaille überhaupt errang.

Zum Abschluss der Spiele in Athen bleibt der Schweiz die Hoffnung, in vier Jahren in Peking erfolgreicher zu sein.

Die Spiele sind Geschichte

Die Olympischen Spiele sind zu Ende gegangen, wie sie vor zwei Wochen begonnen hatten. Niemand hat den Skandal um die beiden griechischen Sprinter vergessen, die sich den Doping-Kontrollen mit einem angeblichen Motorrad-Unfall entzogen hatten und dann schlussendlich "freiwillig" auf die Teilnahme an den Wettbewerben verzichteten.

Die Spiele wurden 16 Tage nach ihrem Beginn mit Fanfarenklängen beendet, leider aber auch mit einem Misston: Der zu dem Zeitpunkt führende Marathon-Läufer wurde beim Kilometer 35 von einem Zuschauer angerempelt und gestossen.

Eine solch riesige Veranstaltung erfolgreich zu beenden ist nicht einfach. Die Griechen haben aber nun die Verantwortung an den Bürgermeister von Peking übergeben.

Zum Schluss wurde die olympische Flamme von Fotini Papaleonidopoulou gelöscht, einem zehnjährigen Waisenkind.

swissinfo, Dick Deene in Athen
(Übertragen aus dem Französischen: Etienne Strebel)

Fakten

Die Schweiz hat in Athen fünf Medaillen errungen:
Gold mit Fischer (Degen)
Silber mit Risi/Marvulli (Rad, Madison)
Bronze mit Thürig (Rad-Zeitfahren), Heuscher/Kobel (Beach Volley) und Riederer (Triathlon).

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In Kürze

Zusätzlich zu den fünf Medaillen haben die Schweizer Athleten und Athletinnen 13 Olympische Diplome gewonnen (werden an die acht besten jedes Wettbewerbs abgegeben).

Mit diesen Resultaten komnmt die Schweiz im Klassement der Nationen auf Rang 44. Vor vier Jahren in Sydney, beendete sie die Wettkämpfe auf dem 36. Rang mit neun Medaillen.

Die Rückkehr der Olympischen Spielen nach Griechenland war durch den Kampf gegen Doping geprägt. 23 Athletinnen und Athleten wurden positiv getestet. Sieben Medaillen (darunter drei goldene) mussten nachträglich wieder zurückgegeben werden.

In vier Jahren finden die Olympischen Sommerspiele in Peking statt. Sie beginnen am 8.8.2008.

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