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Schweizer Stars feiern Ursula Andress in Schottland

Die Schweizer Hollywood-Diva Ursula Andress wird mit einer Party auf der Royal Yacht Britannia geehrt.

(swissinfo.ch)

Die Schweizer Schauspielerin Ursula Andress ist im schottischen Edinburgh mit einer Geburtstagsfeier auf der Königlichen Jacht "Britannia" geehrt worden.

Mit diesem Event machte die Schweiz aufmerksam auf die Eröffnung des neuen Generalkonsulats in Schottland, einer aufstrebenden Region Europas.

Stilgerecht im Aston Martin DB5 wird sie vorgefahren, die unterdessen 70-jährige Hollywood-Schönheit, die 1962 als erstes Bond-Girl überhaupt in "James Bond jagt Dr. No" dem Meer entstiegen war – eine Szene, die zu den Klassikern gehört.

Auch unter den Gästen auf der Britannia hatte diese Szene bei vielen etwas ausgelöst. "Seither hat die Eva für mich einen Namen," betont TV-Star Kurt Felix, der Mann mit der versteckten Kamera. "Ursula Andress konnte das Markenzeichen einer dynamischen Filmschönheit behalten - über 40 Jahre bis heute", sagt er gegenüber swissinfo.

Die Grösste

"Ursula ist für mich die Grösste, eine sehr starke Frau", sagte TV-Schönheit Michelle Hunziker. "Ich kann es kaum erwarten, sie kennen zu lernen." Hunziker ist wie Andress im Berner Vorort Ostermundigen aufgewachsen. "Von dem her ist es für mich eine sehr grosse Ehre."

Und dass sich die beiden sofort verstanden, war deutlich. Nicht nur Ostermundigen verbindet sie, sondern auch Italien, wo Andress seit Jahren lebt und Hunziker ein grosser TV-Star ist. Sofort parlierten die beiden Damen auf Italienisch miteinander.

Am gleichen Abend stimmt - Tausende von Kilometern entfernt - das Parlament von Ostermundigen bei Bern mit grossem Mehr der Verleihung des Ehrenbürgerrechts an "Ursi National" zu. Andress sei würdig, Ehrenbürgerin zu werden, heisst es.

Ein Geheimnis für ihre Schönheit habe sie nicht, sagt Andress. "Nur grosse Hoffnung, dass es so bleibt." Sie zeigt sich hoch erfreut über das Fest auf dem sagenhaften Schiff.

Dass ihr früherer Filmpartner Sean Connery nicht kommen wird, wusste sie schon lange. "Seit fünf Monaten hat er an diesem Abend eine Verabredung in Rom. Ich bin in Schottland angekommen und er in Rom."

Sie seien aber immer noch befreundet. "Freundschaft ist das Schönste, was man haben kann", betont die Diva. "In Schottland kenne ich nur Sean. Aber das genügt."

Viele Wünsche – gute Sterne

Auch Miss Schweiz Lauriane Gilliéron ist überwältigt von der königlichen Pracht. Zwar war sie dieses Jahr schon oft im Ausland, doch "es ist speziell auf diesem Schiff, es ist sehr gross."

Andress wünscht sie vor allem weiterhin gute Gesundheit. "Ich glaube, die Gesundheit ist wichtiger als alles im Leben. Und die Liebe."

Die Astrologin Elizabeth Teissier schliesslich hat für die Fischfrau Andress mit Aszendent Krebs eine Persönlichkeits-Analyse vorgenommen.

"Fischfrauen sind verführerisch. Aber sonst ist sie eine Kämpferin, sehr emanzipiert, unkonventionell. Sie horcht mehr auf ihr Herz", sagt sie gegenüber swissinfo.

Gefährlich könnten Andress' heftige und unerwartete Reaktionen werden, dies möglicherweise ein Grund für ihre Scheidungen. "Aber sie hat ein sehr schönes Jahr der Anerkennung vor sich. Ende Jahr gibt es eine positive Phase und nächstes Jahr im Frühling vielleicht ein grosses Projekt. Die Liebe aber ist für sie das Wichtigste."

Präsenz verstärken

Doch was verbindet Schottland und die Schweiz ausser Ursula Andress und Sean Connery? "John Knox kam aus der Calvin-Stadt Genf", erklärte der schottische Parlamentspräsident George Reid gegenüber swissinfo. "Die ganze demokratische Revolution in Schottland war in der Schweiz geplant worden. Zwar vor vier Jahrhunderten, doch der Einfluss ist noch heute spürbar."

Auch heute jedoch gebe es viele Gemeinsamkeiten, betonte der traditionell im Schottenrock erschienene höchste Schotte. "Schottland hat eine aufstrebende Wirtschaft und ein grosses Bankenzentrum."

Dies ist einer derer Gründe, warum die Schweiz gleichentags in Edinburgh ein Generalkonsulat eröffnet hat. Am Mittag hatte Innenminister Pascal Couchepin den Startschuss für die Schweizer Präsenz in Schottland gegeben.

Die Eröffnung hat für den Schweizer Botschafter im Vereinigten Königreich und Gastgeber des Abends Alexis Lautenberg eine doppelte Bedeutung: "Zum Ersten wurde der Entscheid getroffen, um der Entwicklung im Vereinigten Königreich Rechnung zu tragen, dass Wales aber vor allem auch Schottland neue Kompetenzen erhalten haben und sich auch als eigenständige Regionen betrachten."

Schliesslich habe man eine Formel gefunden, "hier mit relativ niedrigen Kosten eine hochqualitative Vertretung aufzubauen. Wo ein Berufs-Generalkonsul praktisch im Alleingang Interessen vertritt und man auf die traditionelle konsularische und administrative Funktion verzichtet".

swissinfo, Christian Raaflaub, Edinburgh

In Kürze

Das neue Schweizer Generalkonsulat in Edinburgh, in dessen Rahmen auch der 70. Geburtstag von Ursula Andress gefeiert wurde - hat vier Schwerpunkte für seine Arbeit definiert.

Erstes eine akademische Plattform, die sich vermehrt gemeinsam mit Fragen des wirtschaftlichen Föderalismus auseinandersetzen soll.

Zweitens soll herausgefunden werden, wie weit ein Interesse besteht an einer wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Life Science Bereich.

Drittens wird Schottland neben London als zweite Hälfte des Finanzplatzes von Grossbritannien anerkannt. Es soll eruiert werden, wie weit beidseitig ein Interesse zur Zusammenarbeit besteht.

Viertens: Aktionen im Kulturbereich.

Schliesslich soll die Eröffnung der direkten Flugverbindung zwischen Edinburgh und Genf für den Tourismus eine Entwicklung in beide Richtungen ergeben.

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