Schweizer Tourismus hat trotz Wachstum noch Nachholbedarf

Der Tourismus in der Schweiz hat im vergangenen Jahr wiederum zugelegt, hinkt jedoch noch immer hinter dem weltweiten Wachstum her. Die Schweizer Hotel- und Kurbetriebe verzeichneten 1999 33,2 Millionen Logiernächte, 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr.

Dieser Inhalt wurde am 13. April 2000 - 16:06 publiziert

Der Tourismus in der Schweiz hat im vergangenen Jahr wiederum zugelegt. Dennoch hinkt die Schweiz noch immer hinter dem weltweiten Wachstum her.

Wie Dick Marty, Präsident von Schweiz Tourismus, an der Mitgliederversammlung vom Donnerstag (13.04.) in Pfäffikon SZ sagte, sind die touristischen Kennzahlen für die Schweiz 1999 zum dritten Mal in Serie positiv ausgefallen. Angesichts der anziehenden Konjunktur sei Optimismus für die Zukunft berechtigt.

Man dürfe allerdings nicht vergessen, sagte Marty, dass die Schweiz im Bereich Tourismus noch immer dem weltweiten Wachstum hinterher hinke. Hier gebe es vieles aufzuholen und die Bemühungen weiterzuführen.

68 Millionen Logiernächte

Die Schweizer Hotel- und Kurbetriebe verzeichneten 1999 gemäss Schweiz Tourismus 33,2 Millionen Logiernächte. Das sind 250'000 oder 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus der Parahotellerie kommen rund 35 Millionen Übernachtungen dazu. Ein eigentlicher Renner sind die Ferien auf dem Bauernhof: Die Zahl der Übernachtungen stieg um 12 Prozent auf gut 95'000 an.

Zahlenmässig die grösste Zunahme mit einem Plus von 423'000 Übernachtungen ( 3 Prozent) verzeichnete die Tourismusbranche bei den Gästen aus dem Inland. Der grösste prozentuale Aufschwung mit einem Plus von 26 Prozent wurde bei den Gästen aus Indien verzeichnet - zahlenmässig machte die Zunahme 35'000 Nächte aus.

124'000 Logiernächte mehr als im Vorjahr ( 7,4 Prozent) verbrachten Gäste aus Grossbritannien und Irland in der Schweiz. Einen Rückgang von 147'000 Übernachtungen (-2,2 Prozent) verzeichnete Schweiz Tourismus bei Reisenden aus Deutschland.

Mehr Zusammenarbeit bei der Werbung

Zum Auftakt des diesjährigen Schweizer Ferientags unterschrieben Schweiz Tourismus und die Konferenz der regionalen Tourismusdirektoren der Schweiz eine Kooperationsvereinbarung. Die zwölf Tourismusregionen werden demnach künftig von Schweiz Tourismus bei der Planung und Umsetzung der gesamtschweizerischen
touristischen Marketingaktivitäten einbezogen. Verstärkt soll auch mit der Swissair kooperiert werden.

swissinfo und Agenturen

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