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Schweizer wieder etwas mehr in Bewegungslaune

Schweizerinnen und Schweizer bewegen sich etwas mehr, beispielsweise beim Joggen.

(Keystone)

Jeder fünfte Schweizer ist ein absoluter Bewegungsmuffel. Und nur jeder Dritte bewegt sich genügend, kommt das Bundesamt für Sport (BASPO) in einer Studie zum Schluss.

Das bedeutet immerhin eine leichte Verbesserung gegenüber der letzten Erhebung aus den 90er-Jahren.

Die Schweizerinnen und Schweizer werden immer fauler, lautete das Fazit einer 1997 durchgeführten Gesundheitsbefragung. Von 1992 bis 1997 hatte sich der Anteil der Menschen, die weniger als einmal wöchentlich körperlich schweisstreibend aktiv sind, von 36 auf fast 40% erhöht.

Jetzt liegen die Ergebnisse der dritten, 2002 durchgeführten Schweizerischen Gesundheitsbefragung vor, und gemäss BASPO konnte der Negativtrend gestoppt werden: Nur noch 36,8% der Schweizerinnen und Schweizer bewegen sich zu wenig.

Zwei Drittel treiben, wenn überhaupt, nur unregelmässig Sport, so die Autoren der Studie. 19%, also ein Fünftel der Bevölkerung, müssten als total inaktiv betrachtet werden.

Das Ausmass des Bewegungsmangels unterstreiche die Notwendigkeit der Massnahmen zur Bewegungsförderung. Diese wurden im Rahmen des Konzepts für eine Sportpolitik in der Schweiz schon eingeleitet. Gleichzeitig ist es laut BASPO erfreulich, die ersten Erfolge von Angeboten wie Allez Hop und Active-online zu sehen.

Täglich eine halbe Stunde

Gemäss BASPO wird Bewegung dann gesundheitswirksam, wenn sie täglich mindestens eine halbe Stunde lang so betrieben wird, dass man dabei etwas ausser Atem gerät. Gemäss dieser Empfehlung könnten rund 36% der Bevölkerung als genügend aktiv betrachtet werden.

27% der Befragten hätten sich als Trainierte bezeichnet, das heisst, sie erfüllten die Empfehlungen für sportliches Training mit mindestens drei Einheiten pro Woche.

Deutschweizer fitter

Die Auswertung ergab weiter, dass der Bewegungsmangel in der Westschweiz und im Tessin ausgeprägter ist, als in der Deutschschweiz.

Die ausländische Bevölkerung weise zudem ein unterdurchschnittliche Bewegungsaktivitäten auf. Wenig überraschend ergab die Befragung überdies, dass das Bewegungsverhalten mit zunehmendem Alter abnimmt.

Zunehmende Kosten

In der Schweiz sind vier von zehn Erwachsenen übergewichtig, wie eine Studie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) ergab. Bei den Kindern sind es 25%.

Gründe dafür sind eine unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel. Übergewicht ist oft auch die Ursache für Folgekrankheiten, welche laut BAG das Schweizer Gesundheits-System mit jährlichen Kosten von rund 2,7 Mrd. Franken belasten. Mit zunehmender Tendenz, wie das BAG warnte.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Trainiert: 27,0% der Schweizer Bevölkerung
Regelmässig aktiv: 9%
Unregelmässig aktiv: 26%
Teilaktiv: 19 %
Inaktiv: 19 %

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In Kürze

Bewegung ist dann gesundheitswirksam, wenn sie täglich mindestens eine halbe Stunde lang so betrieben wird, dass man dabei etwas ausser Atem gerät (BASPO).

Die Deutschschweizer sind fitter als die Leute in der Westschweiz und im Tessin.

Die ausländische Bevölkerung bewegt sich unterdurchschnittlich.

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