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Schweizerhall trotz Umsatzrückgang mit Rekordgewinn

Die Basler Schweizerhall-Gruppe ist im ersten Halbjahr 2000 unter Druck geraten. Trotz eines Umsatzrückgangs und eines Betriebsverlusts verbuchte das Unternehmen jedoch dank des Verkaufs des Luxusgüterbereichs Boucheron einen Rekordgewinn.

Dieser Inhalt wurde am 31. August 2000 - 10:47 publiziert

Bei einem operativen Verlust von 4,2 Mio. Franken erzielte die Schweizerhall-Gruppe gemäss einer Mitteilung vom Donnerstag (31.08.) einen Nettogewinn von 265,1 Mio. Franken. An diesem sollen die Aktionäre mit einem Aktienrückkaufsprogramm mittels sogenannter Put-Optionen profitieren. Der im Mai bekannt gegebene Verkauf von Boucheron an Gucci spülte unter dem Strich rund 330 Mio. Franken in die Schweizerhall-Kasse.

Umsatzminus von über 9 Prozent

Beim Umsatz musste Schweizerhall im Halbjahr auf Frankenbasis einen Rückgang um 9,3 Prozent auf 265,3 Mio. Franken hinnehmen. Nur gerade der Chemiebereich konnte um 9,5 Prozent auf 123,8 Mio. Franken zulegen und das operative Ergebnis mit 5,6 Mio. Franken auf Vorjahreshöhe halten.

Im Unternehmensbereich Pharma brach der Umsatz dagegen wegen des Verkaufs der Chemie-Distribution in den USA um 19,7 Prozent auf 79,3 Mio. Franken ein. Unter Einbezug der Entwicklungs- und Produktionsanlagen in Greenville in den USA hätte der Pharmabereich einen operativen Verlust von 12,1 Mio. Franken erlitten.

Lösung für Sorgenkind

"Greenville" wird jedoch als ausserordentlicher Aufwand verbucht. Überdies soll das Sorgenkind in eine Partnerfirma eingebracht werden, an der Schweizerhall nur eine Minderheit hält. Dieser Schritt ist mit dem Abbau von 20 Stellen verbunden.

Im Luxusgüterbereich Boucheron schliesslich verbuchte die Basler Gruppe einen Umsatzrückgang um 22,9 Prozent auf 62,1 Mio. Franken. Ursache ist gemäss der Mitteilung der Wegfall der Distribution einer Parfummarke in den USA per Ende 1999.

Die liquiden Mittel aus dem Boucheron-Verkauf will Schweizerhall nicht nur zur Belohnung der Aktionäre, sondern auch zur Stärkung der verbleibenden Unternehmensbereiche Chemie und Pharma verwenden. Mit gezielten Investitionen soll in erster Linie die Nachhaltigkeit der Erträge erhöht werden. Die Schweizer Schweizerhall-Holding will sich gemäss der Mitteilung zu einer "echten Beteiligungsholding" entwickeln.

swissinfo und Agenturen

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