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HEIDELBERGCEMENT (awp international) - Die Geschäfte des Baustoffkonzerns HeidelbergCement laufen wieder. Nach einem verlustreichen Auftaktquartal zogen Umsatz und operatives Ergebnis im zweiten Jahresviertel vor allem dank boomender Schwellenländer deutlich an. Zudem profitierte die erst jüngst in den Leitindex Dax aufgestiegene Gesellschaft wie auch der Konkurrent Lafarge aus Frankreich von dem milliardenschweren Konjunkturprogramm in den USA. "Die Nachfrage nach unseren Baustoffen hat sich im zweiten Quartal deutlich verbessert" sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele am Freitag laut Mitteilung.
Für das laufende Geschäftsjahr peilt HeidelbergCement nach den schweren Umsatz- und Ergebniseinbrüchen im Krisenjahr 2009 wieder Zuwächse an. Dabei erwartet das Unternehmen weiterhin eine "spürbare positive" Geschäftsentwicklung in den Regionen Asien-Pazifik sowie Afrika-Mittelmeerraum. In Nordamerika wollen die Heidelberger im weiteren Jahresverlauf unter anderem von den Infrastrukturmassnahmen in den USA profitieren. Die Aktie gab in der ersten Handelsstunde um 2,91 Prozent auf 38,86 Euro nach. Börsianer sprachen von gemischt ausgefallenen Zahlen. Während Umsatz und operatives Ergebnis über den Erwartungen der Analysten gelegen hatten, war der Gewinn unter dem Strich deutlich schwächer ausgefallen.
'UNSICHERHEITEN BLEIBEN'
Trotz Zuwächsen im zweiten Quartal warnte Unternehmenschef Bernd Scheifele vor zu grosser Euphorie: "Es bestehen immer noch Unsicherheiten." Dabei verwies er auf die zum Teil anhaltend hohe Arbeitslosigkeit sowie die noch unklaren Auswirkung der Konsolidierung der staatlichen Haushalte auf die Infrastrukturausgaben einzelner Länder. Den Sparkurs will er daher konsequent fortsetzen und in diesem Jahr weiterhin zusätzlich 300 Millionen Euro einsparen.
Mit dem bereits im Sommer 2008 aufgelegten Sparprogramm drückte HeidelbergCement im vergangenen Jahr die Kosten um mehr als 550 Millionen Euro. Ursprünglich waren 250 Millionen Euro geplant. So wurden konzernweit etwa 7.500 Arbeitsplätze abgebaut. Seit 2007 beschäftigt HeidelbergCement rund ein Viertel weniger Mitarbeiter. Ende Juni zählte das Unternehmen weltweit 53.572 Mitarbeiter, im Vorjahreszeitraum waren es noch 56.811.
Neben den Sparzielen setzt der HeidelbergCement-Chef auch auf den Ausbau seines Geschäfts. So will Scheifele vor allem die Zement-Kapazitäten in Asien, Afrika und Osteuropa aufstocken. 2012 soll die Kapazität nach früheren Angaben in den Ländern um 20 Millionen Tonnen erhöht werden.
UMSATZZUWÄCHSE
Der Umsatz kletterte von April bis Juni um 9,5 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Der operative Gewinn wuchs um 10,4 Prozent auf 492 Millionen Euro. Im Auftaktquartal hatte der Baustoffkonzern wegen des strengen Winters in Europa und Nordamerika einen operativen Verlust von 18 Millionen Euro geschrieben. Unter dem Strich ging der Gewinn nach Minderheiten aufgrund von Restrukturierungs- und Refinanzierungskosten auf 120 Millionen Euro zurück, nach 333 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Im Vorjahreszeitraum hatte HeidelbergCement zudem von einem positiven Sondereffekt aufgrund eines Anteilsverkaufs profitiert./mne/jha/wiz

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